Seit letztem Jahr ist klar, das Schloss veranstaltet wieder ein Highland-Game. Zack, das Wochenende im Kalender notiert und endlich ist es soweit. Damit ich nicht stundenlang an der Kasse anstehen muss, wähle ich meine Anreiseuhrzeit so, dass der größte Ansturm vorbei ist.
Und tatsächlich stellt der Einlass kein Hinderniss dar. Es sind schon 17.000 Menschen vor mir durchs Tor gelaufen, aber später erfahren wir, dass es insgesamt über 20.000 werden. Dazu Sonne und 29°C.
Der zeitliche Ablauf der vielen Attraktivitäten ist etwas verworren, da ist meine Version schon etwas übersichtlicher. Trotzdem fällt es leicht, auf sportliche zehntausend Schritte zu kommen, wenn man sich nicht am Bierwagen festhält, sondern alle Stationen regelmäßig abklappert. Dieses Jahr halte ich mich meistens auf der Wiese auf.
Baumstämme werfen, Holzfässer rollen, Holzkoffer schleppen, Strohsack über Stange schleudern, Steinkugeln anheben, Kreuzheben, Steinweitwurf, Hammerwerfen und Slalom mit geschultertem Baumstamm sind einige Disziplinen. Es geht um Kraft und Geschicklichkeit.
Entspannter geht es bei den Ausstellern zu: hier gibt es Schottenröcke, Anstecker, Holzmöbel, Schmuck, Schmiedekunst, Sonnenbrillen, T-Shirts und mehr zu entdecken.
Nebenher sind die Pipes and Drums entweder beim Warmup, oder befinden sich in einer Bewertungsrunde vor Schiedsrichter. Nur die besten besteigen das Siegertreppchen und es kann nur einen geben. Achwas, das war ja eine andere Geschichte.
Spannend wird es beim Schäfer: für die Schafe ist der Schäfer das Übel, aber der Hund ist ein noch größeres Übel! Deshalb kann der Schäfer seine Schafe anlocken. indem er Hundekommandos brüllt, ohne den Hund beim Mittagsschlaf zu stören. Beim zweiten Versuch haben die Wollknäuel auf vier Beinchen die Veräppelung durchschaut und fallen nicht mehr darauf herein. Jetzt muss ein richtiger Hund her. Schon faszinierend, wie gut er auf die Kommandos hört. Selbst Pfiffe aus einem kleinen Pfeifchen kann er korrekt interpretieren. Für mich hört sich alles gleich an.
Die sportlichen Stationen sind nicht zu jeder Zeit besetzt, bieten sich aber trotzdem für ein paar Schnappschüsse an.
Langsam bricht die Dunkelheit über den Park und die einzelnen Verkaufsstände sind bunt beleuchtet. Essen und Trinken ist immer gut belagert, nur die Anzahl der Menschen wird langsam geringer. Zumindest die Kleinsten werden ins Bett gebracht.
Auf der großen Bühne wird Livemusik geboten, tagsüber konnten hier schottische Tänze und irischer Stepptanz bewundert werden. Aber gegen Livemusik hat das Herumgehobse keine Chance.
Am Sonntag können sich die Musiker nicht mehr in ihrer Gruppe verstecken, es gilt, das Lied fehlerfrei als Solist zu präsentieren. Ich erkenne leider nur zwei Lieder: das bekannte schottische Lied und das unbekannte. Wobei sich die vielen unbekannten Lieder sehr ähnlich sind.
Ein kurzer Blick auf die Hochlandrinder und Lamas, vorbei an den Clans und zurück zum Schloss, hier versuchen sich die Musizierenden an fröhlicher Frühschoppenmusik. Zumindest das Wetter kennt etwas erbarmen und der Backofen ist nur auf 26°C erhitzt. Nachmittags ein paar Regentroppfen, aber da war ich schon weitergezogen...
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20 September 2025
Ich habe einen...
09:00 Einlass
11:30 Uhr großer Einmarsch
Kampfarena
12:00 Uhr Highland-Games der Amateurmannschaften
15:30 Uhr KILT’N’STRONG – Strongman Wettkampf
Große Bühne
12:15 Uhr Tap for Fun
16:30 Uhr Schottische Tänze
17:30 Uhr Pipe-Bands und Siegerehrungen
20:00 Uhr Irish Stew Keltischer Folk-Rock
Kleine Bühne und Bühne Schlosshof
12:00 – 20:00 Uhr
- Golden Bough
- Steve Reeves
- Balisar
- Fairydust
- Irischer Stepptanz
- Schottische Militärtänze
- Scottish Country Dancers
- Doc Taylor and the red haired Girl
Festwiese
13:00 Uhr BAG Pipe-Band-Competition
Tierwiese
13:30 Uhr Falknervorführung
14:15 Uhr Hundeshow
15:00 Uhr Sheep + dogs, Schauschafehüten
15:45 Uhr Falknervorführung
16:30 Uhr Hundeshow
17:15 Uhr Sheep + dogs, Schauschafehüten
Schlossinnenhof
14:00 Uhr Cape Breton Step Dancing
16:00 Uhr Workshop Cape Breton Step Dancing
21 September 2024
Highland-Games
Letztes Jahr habe ich unheimlich viel Zeit am Einlass verbracht, das passiert mir dieses Jahr nicht noch einmal! Darum fahre ich erst um elf Uhr los in Richtung Trebsen. Die große Wiese direkt an der Mulde, die normalerweise als Parkplatz dient, will ich nicht ansteuern. Es könnte ein Hochwasser vorbei schwebbern und dann kostet es auch noch Geld. Da kommt der Schwabe durch und ich habe daheim schon die Umgebung mit Hilfe Streetview durchsucht. Und ich bin fündig geworden. Beim Friedhof abbiegen, den Kindergarten links liegen lassen und hinterfahren bis zu den Teichen. Es steht zwar schon ein Wohnmobil, aber das stört mich nicht.
Sieben Menschen teilen sich vier Kassen. Das ist ein guter Start und wenige Augenblicke später durchquere ich den Park. Da ich schon mehrmals das Spektakel besucht habe, laufe ich zielstrebig zur Sportarena. Hier werden Steine geworfen, Bierfässer gerollt, Baumstämme getragen, Heusäcke über Stangen geworfen und Fußbälle aus Stein mit 110kg Gewicht geschleppt. Es kann so einfach sein! Die meisten Kämpfenden tragen Röcke, doch es sind auch ein paar starke Mädels darunter. Seitdem das Geschlecht beliebig gewechselt werden kann, fühlen sie sich bestimmt als Hochstapler*Innen.
Nachdem ich mich sportlich satt gesehen habe, mache ich mich auf eine Runde entlang der Buden. Hier gibt es Rosterbräterei, Zuckerwattestand, Schmied mit offenem Feuer und harten Hammerschlägen, Bierbude, Haggis und mehr, Whiskyverkostung, Eselreiten, Geschirr aus Holz, glitzender Schmuck für Hand, Hals und Ohr, WC, noch ein Bierstand, ein Fischwagen, Eis in vielen Farben, Falkner mit Raubvögel, schottische Hochlandrinder zum Begaffen, eine Hundeschulewerbeshow, Kinderkarussel und eine Hanfbäckerei.
Musikalisch wird einiges geboten: die schottischen Pipe-Bands, Folk-Rock auf der großen Bühne, Irischer Stepptanz, schottische Tänze und für die kleineren Musikmachenden gibt es noch die kleine Bühne. Dazu vermengt sich noch die Musik der Fahrgeschäfte und die Kommentierung der Wettkämpfe. Auch Hundegebell und Kindergebrülle ist ein fester Bestandteil der Geräuschkulisse.
Es gibt extra ein Zelt für Interessierte, die mal Dudelsack spielen wollen. Ein erkennbares Lied ist aber zu viel verlangt, die meisten sind froh, wenn irgendein Ton das Instrument verlässt. Oder sie posen für Insta und ähnliches. Der Schein ist soooo wichtig! Im Nachbarzelt werden die Instrumente warmgespielt. Mit einem einfachen Stimmgerät wird jede Pfeife überprüft und gegebenenfalls die Tonhöhe korrigiert. Die Kapelle will ihre Lieder perfekt darbieten. Und schon sammeln sie sich vor der Arena, ein kurzes Gebrüll vom Chef und schon setzt sich der Pulk im Gleichschritt in Bewegung. Neugierig beäugt von vielen Zuschauern. Den Schiedsrichter entgeht keine Kleinigkeit: ein schiefer Kragen, Dreck am Schuh, ein falscher Ton, ein Trommelschlag an der falschen Stelle, alles führt zu Punktabzug!
Ich bin froh, dass ich meine 360°-Kamera dabei habe. Denn ich befestige sie an einer Teleskopstange und habe damit einen erhöhten Blick aufs Geschehen. Das Fußvolk kloppt sich um die besten Bilder und Videos, die in den seltensten Fällen nochmals angesehen werden. Vielleicht gönne ich mir mal eine neue Kamera mit höherer Auflösung. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Um dem Trubel etwas zu entfliehen, schaue ich ein paar Minuten über die Schlossmauer auf die Mulde und ein paar Kühe, die sich gemütlich schmatzend auf der Wiese aufhalten. Ich fühle mich beinahe wie Zuhause mit Blick auf meine Wiese.
Im Innenhof gibt es Kaffee und Kuchen, eine Band auf der Bühne und ein paar tanzende Paare. Im Schatten des Schlosses sind Biertischgarnituren aufgestellt. Auch hier wird stetig in sich rein gefuttert. Eigentlich sind die meisten nur zum fressen und saufen gekommen, wie ein Mittelaltermensch dazu sagen würde. Von der kleinen Bühne höre ich Soundfragmente, erkenne aber die Lieder nicht. Dazu hängt der Duft der Garküchen und Grillstände in der Luft.
Gegen Abend sind die Wettkämpfe beendet. Die Kapellen sammeln sich. Das Publikum bildet eine Rettungsgasse bis vor zur Hauptbühne. Und schon geht es los: Alle Kapellen spielen ein gemeinsames Lied. Für mich nicht ungewohnt, denn bei den Schalmeien verlief das ähnlich. Auch hier waren die Trommler und Pauker am Ende des Zuges. Problem: an der Spitze der Musikkarawane sind sie kaum zu hören. So findet jeder seinen eigenen Rhythmus ;)
Auf der Bühne werden die Sieger der einzelnen Wettkämpfe aufgerufen. Und am Ende erklingt nochmals ein Monsterkonzert mit allen Musikerinnen und Musiker. Bombastisch! Der offizielle Teil ist somit beinahe beendet, es folgt noch Folk-Rock auf der Bühne. Die Bierstände haben natürlich geöffnet, auf dem Grill wird es langsam übersichtlich. Ich lausche ein paar Lieder und mache mich dann auf die Suche meines Hybrids...
17 September 2023
Highland-Games
Nach einer Stunde Fahrt erreiche ich Trebsen und werde auf den Parkplatz geleitet. Eigentlich handelt es sich um eine Wiese, doch sie bietet Platz für viele Fahrzeuge. Bei der Einfahrt regeln ein paar Kinder die Zufahrt und geben den Hinweis, dass sie gerne ein Trinkgeld nehmen. Das lass ich mir doch nicht zweimal sagen, denn Kinderarbeit muss sich doch lohnen! Schnell wechseln zwei Euro den Besitzer und weiter geht es. Die nächsten Wegelagerer sind älter und betteln nicht nach einer Spende, sondern fordern 1 Euro pro Autoreifen. Aber zumindest erhalte ich ein sonniges Plätzchen :D
Bei der Kasse werden nochmals 15€ für die Highland-Games fällig. Das Bier kostet 4€ und WC 50Cent. Damit bin ich mit den Preisen durch. Essen gibt es warmes und kaltes: Eis, Softeis, Krapfen, Roster, Steaks, Häggis, Fish+Chips, Langos, Burger, Pommes, Wildschwein, Salami, Zuckerwatte,...
Musikalisch gibt es Livemusik von Dudelsack und Trommel mit schottischen Liedern, Liveband mit Bass, Gitarre, Schlagzeug, Geige und Gesang, Alleinunterhalterin und auch von der Konserve, bei den irischen Stepp- und schottischen Tänzen.
Neben Schauschafhüten und Falknervorführung begeistern mich die sportlichen Leistungen in der Kampfarena. Baumstämme werfen oder Gewichthochwerfen. Die einzelnen Disziplinen dauern aber bei den Profis echt lange, da werde ich nächstes Mal wieder den Samstag wählen: bei den Amateuren ist die Anzahl der Mannschaften höher und es unterschiedlichere Aufgaben gemeistert werden. Auch ist samstags der Pipe-Bands-Battle.
Nach 16 Uhr fangen die ersten Stände und Verkaufsbuden mit dem Abbau an. Das ist als Zuschauer befremdlich. Allerdings haben sich auch schon viele Zuschauer verabschiedet, da das offizielle Programm mit der Siegerehrung gegen 17 Uhr endet. Da wäre mehr drin. Also ab jetzt immer nur samstags!
17 September 2022
Highlandgames in Trebsen
Obwohl de Wettervorhersage tiefe Temperaturen und Regen ankündigen, mache ich mich auf die Socken. Der Veranstalter kann sich das Wetter nicht aussuchen und die Sportler und Musiker ebenso nicht. Und mein Hybrid freut sich über etwas Auslauf. Während der Fahrt erlebe ich den Wechsel zwischen Sonne und Regen. Und ich entdecke nicht nur einen großen Regenbogen am Himmel, sondern auch hinter einem Auto im aufgewirbelten Wasser.
Geparkt wird wieder auf einer großen Wiese neben der Mulde. Allerdings werden 4 Euro für den Standplatz fällig. Naja, Hauptsache, das Auto säuft nicht ab. Der kurze Spaziergang zum Schlosseingang habe ich schnell erledigt und freue mich, dass an der Kasse keine lange Schlange ist. Ich gönne mir das Wochenendticket für 20 Euro (Tageskarte 15 Euro), vielleicht penne ich einfach im Auto. Da ich mich im Gelände gut auskenne, laufe ich schnurstracks zu den Sportlern. Gerade werden zwei Baumstämme mit Griff geschleppt. Die beiden Teile wiegen jeweils 65 Kilogramm und es werden die Runden gezählt. Der Rekord liegt bei sieben Runden. Weiter geht es mit Sackwerfen: einfach den Sack mit einem Stock aufnehmen und über Kopf in die Höhe werfen. Die gespannten Schnüre zeigen die Höhe an. Ähnlich funktioniert auch der Gewichthochwurf. Eine Mannschaftsaufgabe ist das Tragen eines Baumstammes durch den Parkour. Alle fünf Sportler müssen immer die Hand am Stamm haben, sonst droht die Disqualifikation. Die letzte Aufgabe für heute ist es, steinerne Kugeln mit schlappen 100 Kilogramm vom Boden aufzunehmen und auf einen Tisch ablegen.
Baumstammwerfen sieht einfach aus, aber nicht alle können einen gültigen Versuch zeigen. Der Stamm wird aufgenommen, ausbalanciert, ein kleiner Anlauf und Stamm nach vorn fallen lassen. Ein letzter Schubs gibt den gewünschten Drehimpuls, denn es geht nicht um Weite oder Höhe, sondern es muss eine komplette Drehung hingelgt werden.
Genug gesehen, ich schlendere durch den Park. Essen, Trinken, Handwerker und Verkaufsstände. Es wird viel geboten. Soll ich mir vielleicht ein Röckchen zulegen? Oder ein Trinkhorn? Doch lieber ein Messer? Ich kann mich gar nicht entscheiden...
Die Tiere werden nicht nur über offenem Feuer gegrillt, sondern können auch hautnah und lebendig erlebt werden. Für die Kleinen bietet sich das Ponyreiten an, es stehen aber auch Pferde zur Auswahl. Die schottischen Hochlandrinder lassen sie Gras und Wasser schmecken, Bei der Hundeshow wird gezeigt, dass Hunde auch folgen können. Erstaunlich! Und sie haben auch ein natürliches Talent beim Schafe hüten. Ein paar Pfiffe und Befehle vom Schäfer genügen. Eine Falknershow gab es auch zu bestaunen, das habe ich aber verpasst.

Obwohl die Parkanlage riesig ist, entstehen überall Gedränge und Schlangen. Besonders natürlich bei Essen und Trinken. Einige sind bestimmt nur deshalb da... Andere sitzen oder stehen die komplette Veranstaltung und rauben den dahinter stehenden Menschen die Sicht. Ich bin da beweglich unterwegs und erwandere mir mehr als 10km.
Geparkt wird wieder auf einer großen Wiese neben der Mulde. Allerdings werden 4 Euro für den Standplatz fällig. Naja, Hauptsache, das Auto säuft nicht ab. Der kurze Spaziergang zum Schlosseingang habe ich schnell erledigt und freue mich, dass an der Kasse keine lange Schlange ist. Ich gönne mir das Wochenendticket für 20 Euro (Tageskarte 15 Euro), vielleicht penne ich einfach im Auto. Da ich mich im Gelände gut auskenne, laufe ich schnurstracks zu den Sportlern. Gerade werden zwei Baumstämme mit Griff geschleppt. Die beiden Teile wiegen jeweils 65 Kilogramm und es werden die Runden gezählt. Der Rekord liegt bei sieben Runden. Weiter geht es mit Sackwerfen: einfach den Sack mit einem Stock aufnehmen und über Kopf in die Höhe werfen. Die gespannten Schnüre zeigen die Höhe an. Ähnlich funktioniert auch der Gewichthochwurf. Eine Mannschaftsaufgabe ist das Tragen eines Baumstammes durch den Parkour. Alle fünf Sportler müssen immer die Hand am Stamm haben, sonst droht die Disqualifikation. Die letzte Aufgabe für heute ist es, steinerne Kugeln mit schlappen 100 Kilogramm vom Boden aufzunehmen und auf einen Tisch ablegen.
Baumstammwerfen sieht einfach aus, aber nicht alle können einen gültigen Versuch zeigen. Der Stamm wird aufgenommen, ausbalanciert, ein kleiner Anlauf und Stamm nach vorn fallen lassen. Ein letzter Schubs gibt den gewünschten Drehimpuls, denn es geht nicht um Weite oder Höhe, sondern es muss eine komplette Drehung hingelgt werden.
Genug gesehen, ich schlendere durch den Park. Essen, Trinken, Handwerker und Verkaufsstände. Es wird viel geboten. Soll ich mir vielleicht ein Röckchen zulegen? Oder ein Trinkhorn? Doch lieber ein Messer? Ich kann mich gar nicht entscheiden...
Die Tiere werden nicht nur über offenem Feuer gegrillt, sondern können auch hautnah und lebendig erlebt werden. Für die Kleinen bietet sich das Ponyreiten an, es stehen aber auch Pferde zur Auswahl. Die schottischen Hochlandrinder lassen sie Gras und Wasser schmecken, Bei der Hundeshow wird gezeigt, dass Hunde auch folgen können. Erstaunlich! Und sie haben auch ein natürliches Talent beim Schafe hüten. Ein paar Pfiffe und Befehle vom Schäfer genügen. Eine Falknershow gab es auch zu bestaunen, das habe ich aber verpasst.

Die vielen Flaschen beim Whiskeystand locken zu einem Zwischenstopp, aber ich bin mir noch unsicher, ob ich in Trebsen übernachte oder doch noch heimfahre. Somit bleibt es beim Foto. Auf der Karte suche ich die Destillerie, die wir in Glasgow angeschaut haben, kann sie aber nicht entdecken.
Zu einem Highlandgame gehört natürlich auch die Musik1 BAG Pipe-Band-Competition mit vielen Bands. Um die Instrumente warm zu spielen, ertönen aus vielen Zelten die schottischen Dudelsackklänge. Dann geht es los: Aufstellung zum Einmarsch, das Schiedsgericht legt sich auf die Lauer. Bewertet werden die Schwierigkeit der Lieder und der gemeinsame Antritt und Stopp der Kapelle. Die Kleidung und die Anzahl der Musikanten geht nicht in die Wertung ein.
In der Mitte der von Zuschauern umringten Rasenfläche sind zwei Kreise zur Orientierung eingezeichnet. Darin versammeln sich die Musiker und stehen nicht einheitlich in eine Blickrichtung schauend, sondern orientieren sich zum Beispiel durch Blickkontakt mit den Drummern. Etwas ungewohnt, aber es geht ja um die Qualität und nicht um das drumherum.
Eine Bühne befindet sich auf der großen Wiese und eine kleinere vorne am Schloss. Hier wird schon mal irische Musik gespielt und dazu das Tanzbein gesteppt. Einmarsch der Pipes'n'Drums zum gemeinsamen Spielen und Siegerehrung der Pipe-Bands.
Der Schlossinnenhof lädt zum Knipsen ein, denn die Blätter des Efeu sind im kräftigen Weinrot gehalten. Der Herbst naht mit großen Schritten!. Ansonsten gibt es hier wenig zu bestaunen, außer langen Schlangen vor den WCs.
Und zur Übersicht nochmals der...
Und noch ein offizielles Kurzvideo:
05 Juni 2022
Pfingst-Ritter-Turnier
Im Park in Trebsen nimmt die Arena eine große Fläche ein: Schiedsrichterpult, Absperrung zwischen Reitern und Zuschauer, eine lange Holzstange in der Mitte, die nicht zum Anbinden der Pferde verwendet wird, sondern die beiden Ritter trennt, wenn sie mit hoher Geschwindigkeit aufeinander losstürmen.
Doch am Anfang des Turniers werden einfache Aufgaben gestellt. Eine Runde auf dem Pferd sitzen, ohne herunterzufallen. Bei Galopp trotzdem nicht ganz ungefährlich. Ringe auf die Lanze aufspiessen, Speer und Kampfbeil auf eine Zielscheibe werfen. Danach folgen Spiele mit direktem Gegner: In der Mitte steht ein Kelch und beide Ritter galoppieren über das Gras aufeinander zu und versuchen, den Kelch zu schnappen.
Ein weiterer Höhepunkt ist das Zielschießen mit Katapult. Zuerst muss das hölzerne Ungetüm geladen werden. Das dauert eine gewisse Zeit. Dann kann ein großer Stein in die Wurfvorrichtung platziert werden. Ein kurzer Zug am Seil entsperrt die Maschine und eine unheimliche Kraft wirft den Stein über die gesamte Breite des Parks. Das hätte ich nicht erwartet!
Auf den beiden Bühnen spielen zum Beispiel Ohrenpeyn und andere Künstler. Ein Badehaus mit großer hölzernen Badewanne lädt zum planschen ein, alternativ stehen auch Massagen zu Auswahl. Oder Kerzen ziehen, Weidekorb selberflechten, Holzschwert schnitzen. Das ganze wird durch Getränkestände aufgelockert und die Bratereien verbreiten köstliche Düfte.
Und hier noch ein kleines Video:
Doch am Anfang des Turniers werden einfache Aufgaben gestellt. Eine Runde auf dem Pferd sitzen, ohne herunterzufallen. Bei Galopp trotzdem nicht ganz ungefährlich. Ringe auf die Lanze aufspiessen, Speer und Kampfbeil auf eine Zielscheibe werfen. Danach folgen Spiele mit direktem Gegner: In der Mitte steht ein Kelch und beide Ritter galoppieren über das Gras aufeinander zu und versuchen, den Kelch zu schnappen.
Ein weiterer Höhepunkt ist das Zielschießen mit Katapult. Zuerst muss das hölzerne Ungetüm geladen werden. Das dauert eine gewisse Zeit. Dann kann ein großer Stein in die Wurfvorrichtung platziert werden. Ein kurzer Zug am Seil entsperrt die Maschine und eine unheimliche Kraft wirft den Stein über die gesamte Breite des Parks. Das hätte ich nicht erwartet!
Auf den beiden Bühnen spielen zum Beispiel Ohrenpeyn und andere Künstler. Ein Badehaus mit großer hölzernen Badewanne lädt zum planschen ein, alternativ stehen auch Massagen zu Auswahl. Oder Kerzen ziehen, Weidekorb selberflechten, Holzschwert schnitzen. Das ganze wird durch Getränkestände aufgelockert und die Bratereien verbreiten köstliche Düfte.
Und hier noch ein kleines Video:
Schloss und Park Trebsen
Der Eintritt berechtigt nicht nur zum Ritterturnier im Park und Darbietungen im Innenhof, sondern es können auch die Räumlichkeiten angeschaut werden.
Die Schlange beim Eintritt reicht vom Eingangsbereich bis beinahe zum Parkplatz auf der Wiese. Aber da bin ich selber Schuld, ich hätte ja früher losfahren können. Aber auf dem Gelände haben sich die Menschenmassen verteilt, oder standen bei den Händlern Schlange. Ich schaue mir dann lieber die alten Gewölbe an. Die Decken haben mir gut gefallen. Und dazu noch das tolle Licht. Prima!
Die historischen Musikgeräte erregten mein Wohlwollen und stiften mich an, meine Saiteninstrumente auch dekorativ an den Nagel zu hängen.
Die Schlange beim Eintritt reicht vom Eingangsbereich bis beinahe zum Parkplatz auf der Wiese. Aber da bin ich selber Schuld, ich hätte ja früher losfahren können. Aber auf dem Gelände haben sich die Menschenmassen verteilt, oder standen bei den Händlern Schlange. Ich schaue mir dann lieber die alten Gewölbe an. Die Decken haben mir gut gefallen. Und dazu noch das tolle Licht. Prima!
Die historischen Musikgeräte erregten mein Wohlwollen und stiften mich an, meine Saiteninstrumente auch dekorativ an den Nagel zu hängen.
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