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08 August 2026
Einsatz gegen das Festivalsterben
Wenn der Veranstalter schon so viele Tickets hat, dass er sie verkaufen muss, dann zücke ich doch gerne meinen Geldbeutel und erstehe für 92€ Wochenendticket + Camping.
Goitzsche Festival (Samstag)
Auf der Halbinsel Pouch steht für das Festival mehr Platz zur Verfügung. Damit vergrößern sich auch die Laufwege. Da mein Auto von den Nachbarn mit Zelte, Caravan und Autos zugeparkt ist, müsste ich zum Geocachen zu Fuß erstmal aufs Festland laufen. Dazu kann ich mich nicht aufraffen. Deshalb gehts einfach zum Planschen ans Wasser. Die Laufrichtung ist dabei egal, wir befinden uns ja auf einer Halbinsel. Und wieder leiden die ersten beiden Bands darunter. Wobei wir selbst beim Planschen noch Livemusik hören. Also wir schenken nur weniger Beachtung, ignorieren sie nicht komplett. Für die Bands wäre es natürlich schöner, wenn mehr Partypeople vor der Bühne feiern.
Wir starten also mit dem Wolfgang-Petry-Double. Das fällt mir dann doch sehr schwer, aber meinen Zeltnachbarn gefällt es.
Dann packt Asenblut die Streitaxt aus, was mich sofort fesselt. Und schon setzen sich alle auf den Sandboden und beginnen mit der synchronen Ruderei. Ein toller Moment.
Gerade stand der Sänger noch beim Merchendise und vertickt T-Shirt und DVDs und ein Augenzwinkern später hält er das Mikro an den Mund und fordert Publikumsbeteilung. Also machen wir das auch!
Von Toxpack habe ich leider nicht so viel mitbekommen, da ich auf der Suche meiner Zeltnachbarn bin. Leider werde ich sie nicht mehr finden, was ich zu dem Zeitpunkt aber nicht
Stahlzeit habe ich vor Jahren schon einmal gesehen. Die Lieder haben sich zwar nicht geändert, dafür aber das Equipment: mehr LEDs, mehr Feuer, mehr Lautstärke. So starre ich gebannt auf die Show und anschließend gehts brav in den Schlafsack. Die Abfahrt soll bis Sonntag 12 Uhr abgeschlossen sein.
- 14:00 – Claudia Kurver
- 15:15 – Megabosch
- 16:35 – Die ultimative Wolfgang Petry Show mit Dirk Maron
- 18:00 – Asenblut
- 19:30 – Kneipenterroristen
- 21:00 – Toxpack
- 22:45 – Stahlzeit (Rammstein Tribute)
07 August 2026
Goitzsche Festival (Freitag)
Die Schotten sind los! Ich habe mich wieder bei wildfremden Festivalgänger einquartiert. Als teambildende Maßnahme wird eine Runde Flunkyball vorgeschlagen und einstimmig bestätigt.
Das Warmup verläuft hervorragend, deshalb fallen die beiden ersten Bands für uns aus. Hier ist das Lineup auf der Halbinsel Pouch:
Bei Vogelfrey stehe ich mal wieder in den ersten Reihen und feiere die Band. Ein paarmal lasse ich mich sogar mitreißen, zum Takt zu hüpfen. Und mein Nebenmann springt sogar mit. Sehr gut!
Obwohl die Temperatur hoch ist, lässt es Ampex krachen. Und siehe da, das erste Feuerchen auf der Bühne! Mein letzter Stand ist, dass offenes Feuer verboten ist. Aber naja, zwischen Theorie und Praxis klafft öfters ein Abgrund.
Die Bands fangen pünktlich an, so kann man die Umbaupause wunderbar für einen WC-Gang, Essen und Trinken nutzen. Bei Rauhbein sehe ich die erste Geige, doch eigentlich hänge ich überwiegend am bärtigen Sänger.
Nachdem die Vorbands die Crowd auf einen aktiven Feierlevel hochgepusht haben, ist es eigentlich für den Headliner ein leichtes, das i-Tüpfelchen oben drauf zu drappieren. Und das gelingt auch überzeugend. Damit ich nicht immer den selben Blickwinkel auf den Fotos habe, gibt es noch ein paar Bildchen von unterwegs :D
- 15:00 – Rocksucht
- 16:05 – Die Dorks
- 17:30 – Vogelfrey
- 19:00 – Ampex
- 20:30 – Rauhbein
- 22:30 – Goitzsche Front
16 August 2025
Goitzsche Festival, Tag 2
Ich habe mir vorgenommen, meine Fotoflut etwas einzuschränken. Das klappt heute ganz gut, denn wir starten erst kurz vor der vorletzten Band.
Samstag
15:00 Einlass
16:00 Foxdie
16:50 Chaos Messerschmitt
17:50 V!va
18:50 Local Bastards
20:10 Grenzenlos
21:30 Goitzsche Front
23:30 Lollo Promillo
Die Vorfreude steigt, denn nun stehen zwei Stunden Goitzsche Front auf der Running Order. Der Platz ist voll, die Begeisterung spürbar und die meisten singen textsicher mit.
Und hier noch ein paar farbenfrohe Fotos. An Ende stehen alle Freunde und Helfer mit auf der Bühne. Alle erhalten ihren wohlverdienten Applaus.
Samstag
15:00 Einlass
16:00 Foxdie
16:50 Chaos Messerschmitt
17:50 V!va
18:50 Local Bastards
20:10 Grenzenlos
21:30 Goitzsche Front
23:30 Lollo Promillo
Die Vorfreude steigt, denn nun stehen zwei Stunden Goitzsche Front auf der Running Order. Der Platz ist voll, die Begeisterung spürbar und die meisten singen textsicher mit.
Und hier noch ein paar farbenfrohe Fotos. An Ende stehen alle Freunde und Helfer mit auf der Bühne. Alle erhalten ihren wohlverdienten Applaus.
15 August 2025
Goitzsches Festival, Tag 1
Um 12 Uhr starte ich die Fahrt nach Bitterfeld, damit ich nicht wie letztes Jahr im Stau stehe. Und meine Rechnung geht auf: pünktlich um 14 Uhr erhalte ich meine Bändchen für Camping und Festivalgelände.
Kaum habe ich mein klimatisiertes Auto verlassen, bricht die Hölle los: 35°C und mehr hätte nicht sein müssen. Damit wird die Zeltplatzsuche und der Aufbau anstrengend. Aber nachdem alles am Platz ist, bleibt nur noch eines: Abkühlung durch frische Getränke.
Freitag
17:00 Einlass
18:00 Goitzsche Front
18:50 Blacktane
19:50 King Kongs Deoroller
21:00 Megaherz
22:30 Unantastbar
Pünktlich um 17 Uhr schleiche ich am Einlass vorbei direkt zum ersten Bierwagen, in dem die Gastgeber Freibier verteilen. Und wieder kann ich dankend einen Becher abstauben. Kaum ist das Freibier verteilt, ziehen sich die Jungs zurück und klettern auf die Bühne. Endlich wieder Livemusik! Die nächste Band hat Pech, denn die Bier- und Essenstände müssen besichtigt werden. Dazu kommen noch die Fanshops. Doch danach habe ich wieder brauchbare Fotos auf meinem Smartphone. Es folgt Megaherz, die ich nicht kenne. Schnell macht sich mein taktvolles Bein selbständig und das bedienen meiner Technik wird erschwert.
Das Video gefällt mir ganz gut, leider sind nicht alle Lieder komplett gefilmt. Und bei zweiten Lied hat YT sogar einen Urheberrechtsanspruch entdeckt. Nicht schlecht, wenn ich mir überlege, dass ja alle Lieder vom Original geträllert werden :D Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt, als die Südtiroler Unantastbar abrocken. Die Bengalos zischen, qualmen und tauchen alles in tiefrote Farbe.
Nach der Zugabe geht es in Richtung Zelt. Viel Schlaf wird es nicht geben, denn der Pfeffistand beschallt 24h und andere Nachbarn wollen mithalten. Aber egal, am Zelt gibt es erstmal ein paar Absacker.
Kaum habe ich mein klimatisiertes Auto verlassen, bricht die Hölle los: 35°C und mehr hätte nicht sein müssen. Damit wird die Zeltplatzsuche und der Aufbau anstrengend. Aber nachdem alles am Platz ist, bleibt nur noch eines: Abkühlung durch frische Getränke.
Freitag
17:00 Einlass
18:00 Goitzsche Front
18:50 Blacktane
19:50 King Kongs Deoroller
21:00 Megaherz
22:30 Unantastbar
Pünktlich um 17 Uhr schleiche ich am Einlass vorbei direkt zum ersten Bierwagen, in dem die Gastgeber Freibier verteilen. Und wieder kann ich dankend einen Becher abstauben. Kaum ist das Freibier verteilt, ziehen sich die Jungs zurück und klettern auf die Bühne. Endlich wieder Livemusik! Die nächste Band hat Pech, denn die Bier- und Essenstände müssen besichtigt werden. Dazu kommen noch die Fanshops. Doch danach habe ich wieder brauchbare Fotos auf meinem Smartphone. Es folgt Megaherz, die ich nicht kenne. Schnell macht sich mein taktvolles Bein selbständig und das bedienen meiner Technik wird erschwert.
Das Video gefällt mir ganz gut, leider sind nicht alle Lieder komplett gefilmt. Und bei zweiten Lied hat YT sogar einen Urheberrechtsanspruch entdeckt. Nicht schlecht, wenn ich mir überlege, dass ja alle Lieder vom Original geträllert werden :D Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt, als die Südtiroler Unantastbar abrocken. Die Bengalos zischen, qualmen und tauchen alles in tiefrote Farbe.
Nach der Zugabe geht es in Richtung Zelt. Viel Schlaf wird es nicht geben, denn der Pfeffistand beschallt 24h und andere Nachbarn wollen mithalten. Aber egal, am Zelt gibt es erstmal ein paar Absacker.
Running Order
Damit ich jederzeit informiert bin, welche Band zu welcher Uhrzeit spielt, gibt es hier einen internen Hinweis für mich. Der Veranstalter könnte ja noch Änderungen vornehmen.
30 Oktober 2024
10 August 2024
Joddsche Festival
Nachdem ich wieder gut am Zelt angekommen bin, werfe ich einen kurzen Blick hinein. Angenehm dunkel und nicht so heiß, wie unter freiem Himmel. Das lasse ich mir doch nicht zweimal sagen und begebe mich in meine Schutzhöhle. Auf der Campstage gibt ein Alleinunterhalter alles, aber entweder liegt es an der Uhrzeit, der sommerlichen Hitze und der exzessiven Feierei am Vortag. Der Applaus ist spärlich.
Ich penne nach wenigen Minuten ein und wache erst später halbwegs fit auf. Jetzt noch lauwarmes Sprudelwasser und ein Blick auf den Akkustand. Schade, schon wieder beinahe leer, also schnell an die Powerbank. Damit komme ich natürlich nicht durch die Einlasskontrolle. Somit suche ich noch ein paar Geocaches im näheren Umfeld, kaufe kalten Kaffee beim Lebensmittelhändler und eine Packung kalter Wiener. Bei der Hitze eine Wohltat!
Heute bin ich faul und mache nur wenige Fotos. Bei der Goitzschen Front erfahren wir von Bocki, dass dieses Jahr dreitausend Karten verkauft wurden. Die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Auch beim Camping gibt es keine Reserven mehr. Mal sehen, wo es nächstes Jahr stattfindet. Dieses Jahr werden wir mit einem großartigen Feuerwerk überrascht.
09 August 2024
Der Osten rockt!
Zur Mittagsstunde starte ich meine Fahrt über 136km bis nach Bitterfeld-Wolfen. Endlich Urlaub und Festival! Kurz vor dem Ziel ergänze ich noch ein paar wichtige Artikel beim Discounter. Nach einer kurzen Fahrt vom Parkplatz stehe ich in der langen Warteschlange für den Campingplatz. Das kenne ich nicht, doch um 14 Uhr war ich bisher noch nie angereist. Um 16 Uhr ist das alles entspannter. Aber dafür ergattere ich einen Zeltplatz in der Mitte mit Blick auf die Zeltbühne. Ein paar Tropfen fallen vom Himmel, doch mein Zelt steht und ist sturmsicher verankert.
Noch ist das Bier angenehm kühl und bildet eine gute Voraussetzung für einen aufregenden Abend. Doch dann wird es Zeit für die Wanderung ins Infield. Da die Camper schon ihre Bändchen erhalten haben, geht es am Einlass ganz schnell, wenn man sich nicht anstellt, sondern direkt zur Fummelecke geht. Jetzt fehlt nur noch ein Frischgezapftes!
Die Goitzsche Front eröffnet das Festival und spielen natürlich morgen noch einmal.
Ich habe extra die 360°-Kamera mitgenommen, doch diese liegt sicher im Auto. Da muss es eben ohne gehen. Oder ich entdecke mich einfach auf einem Video. Der Blick von der Bühne ist umwerfend: es ist gerade mal 18 Uhr und der Platz vor der Bühne ist voll! Rechts der Blick über den Stadthafen. Links werden die Fanartikel verkauft, die restlichen Buden sind für Essen und Trinken zuständig.
Am Bierstand werde ich zu einem Bier eingeladen. Und einen giftgrünen Pfeffi. Schnell austrinken und wieder vor die Bühne. Nun treffen wir uns regelmäßig beim kühlen Getränk und dabei lerne ich, dass der Hallenser "Joddsche" statt "Goitzsche" sagt. Das kenne ich aus Chemnitz, denn dort heißt das Karl-Marx-Monument auch nur Nischel.
Party ohne Ende und durch meine neuen Bekannten stehe ich entweder direkt an der Bühne oder am Rand der Tänzer. Zumindest hat der Gute am nächsten Tag einen Verband von den Johannitern um den rechten Knöchel gebunden. Das hat ihn aber kaum gebremst...
Zuerst habe ich gar nicht mitbekommen, dass es heftig regnet, denn ich bin komplett durchgeschwitzt. Doch die Wassertropfen auf meiner Brille erzeugen lustige Effekte und lassen auch vieles unscharf verschwimmen. Egal... Aber ich habe einen Regenponcho mit, liegt im Auto.
Zumindest habe ich an vieles gedacht. Selbst die Taschenlampe hat es bis auf den Zeltplatz geschafft. Nach dem letzten Applaus mache ich mich geradewegs auf zum Zelt, die Beleuchtung ist gut, die Körpertemperatur normalisiert langsam. Im Zelt ist es angenehm dunkel, obwohl dicke Scheinwerfer gleisendes Licht verbreiten. Ein Hoch auf mein neues Zelt! Runter mit dem T-Shirt, kurz auswringen und ab in den Schlafsack. Gute Nacht! Die Nachbarn hören noch Karel Gott und weitere Sangeskünstler in einer Discoversion an und ich lausche erfreut den Klängen. Wer will da schon pennen?
Zumindest habe ich an vieles gedacht. Selbst die Taschenlampe hat es bis auf den Zeltplatz geschafft. Nach dem letzten Applaus mache ich mich geradewegs auf zum Zelt, die Beleuchtung ist gut, die Körpertemperatur normalisiert langsam. Im Zelt ist es angenehm dunkel, obwohl dicke Scheinwerfer gleisendes Licht verbreiten. Ein Hoch auf mein neues Zelt! Runter mit dem T-Shirt, kurz auswringen und ab in den Schlafsack. Gute Nacht! Die Nachbarn hören noch Karel Gott und weitere Sangeskünstler in einer Discoversion an und ich lausche erfreut den Klängen. Wer will da schon pennen?
13 August 2023
12 August 2023
Samstag
Alternativ zum Festival sind zwei Ausfahrten mit dem Piratenschiff organisiert worden, die sogar um eine Liveband ergänzt worden ist. Eine tolle Idee, die nächstes Jahr öfters angeboten werden wird. Auch erfahren wir von Bocki, dass nächstes Jahr mehrere Fässer Freibier spendiert werden und das Kindergeld kostenlos angeboten wird. Nur gute Nachrichten also :D
An Land starten um 17 Uhr die Egoisten. Gefolgt von einer Band aus Melbourne, Australien: Mixed Up Everything. Die Brüder könnten gut als Haarmodell arbeiten, aber nach dem zweiten Lied zieht es mich dann doch vor zur Bühne, denn auch musikalisch haben sie einiges zu bieten. Schade, dass sie schon um 18 Uhr auftreten. Um 19 Uhr habe ich ein Dejá-vue: Eizbrand kommt mir sehr bekannt vor und ich bin mir ziemlich sicher, dass das Lied Konfetti von ihnen ist und ich das vom letzten Jahr noch im Ohr habe. Und so ist es dann auch. Ab 20 Uhr rocken die Local Bastards. 21:20 Uhr stürmen die Headliner auf die Bühne: Goitzsche Front mit einem Leihschlagzeuger. Die Stimmung ist angeheizt, jede Gelegenheit für Bengalos wird genutzt, CirclePit und Crowdsurfing, wobei das Fleischpaket über den Menschenmassen sichtlich Verwirrung stiftet :D Auch die Security muss erstmal überlegen, wie er den Fan wieder zurück in die Masse bekommt.
Meine Jugendgruppe ist sichtlich begeistert, singt jedes Lied textsicher mit und tanzen halbwegs im Takt. Die Lieder sind abwechslungsreich, so gibt es harte Sounds in voller Besetzung, aber auch akkustische Lieder nur mit Gitarre und Gesang. Die Band pflegt die Nähe zum Publikum, es gibt nicht nur Drücker und Augenzwinkern, sonders es wird auch gerne mal ein Spaziergang durch die Menge bei vollem Gesang gewagt. Und der MDR stets mit der Kamera hinterher...
Doch auch zwei Stunden sind schnell vorbei und der letzte Programmpunkt steht an: Tommy Fieber, für mich die optimale Zeit, um mich in Richtung Zelt zu verabschieden. Dort angekommen gibt es noch einen Schlummertrunk, die Jugend wird von einer jungen Frau zum Nacktbaden animiert, wobei sie sich nicht allzulange betteln lassen. Das fröhliche Geplansche und Gekichere ist noch lange zu hören.
An Land starten um 17 Uhr die Egoisten. Gefolgt von einer Band aus Melbourne, Australien: Mixed Up Everything. Die Brüder könnten gut als Haarmodell arbeiten, aber nach dem zweiten Lied zieht es mich dann doch vor zur Bühne, denn auch musikalisch haben sie einiges zu bieten. Schade, dass sie schon um 18 Uhr auftreten. Um 19 Uhr habe ich ein Dejá-vue: Eizbrand kommt mir sehr bekannt vor und ich bin mir ziemlich sicher, dass das Lied Konfetti von ihnen ist und ich das vom letzten Jahr noch im Ohr habe. Und so ist es dann auch. Ab 20 Uhr rocken die Local Bastards. 21:20 Uhr stürmen die Headliner auf die Bühne: Goitzsche Front mit einem Leihschlagzeuger. Die Stimmung ist angeheizt, jede Gelegenheit für Bengalos wird genutzt, CirclePit und Crowdsurfing, wobei das Fleischpaket über den Menschenmassen sichtlich Verwirrung stiftet :D Auch die Security muss erstmal überlegen, wie er den Fan wieder zurück in die Masse bekommt.
Meine Jugendgruppe ist sichtlich begeistert, singt jedes Lied textsicher mit und tanzen halbwegs im Takt. Die Lieder sind abwechslungsreich, so gibt es harte Sounds in voller Besetzung, aber auch akkustische Lieder nur mit Gitarre und Gesang. Die Band pflegt die Nähe zum Publikum, es gibt nicht nur Drücker und Augenzwinkern, sonders es wird auch gerne mal ein Spaziergang durch die Menge bei vollem Gesang gewagt. Und der MDR stets mit der Kamera hinterher...
Doch auch zwei Stunden sind schnell vorbei und der letzte Programmpunkt steht an: Tommy Fieber, für mich die optimale Zeit, um mich in Richtung Zelt zu verabschieden. Dort angekommen gibt es noch einen Schlummertrunk, die Jugend wird von einer jungen Frau zum Nacktbaden animiert, wobei sie sich nicht allzulange betteln lassen. Das fröhliche Geplansche und Gekichere ist noch lange zu hören.
11 August 2023
Freitag
Gerade waren sie noch im Bierwagen eingespannt und schon präsentieren sie sich auf der Bühne, um das Festival stilgerecht einzuleiten. Los geht es mit Painted Stories, die kurzfristig für Schach-Matt einspringen.
Bei der zweiten Band handelt es sich um King Kongs Deoroller. Ich stromere regelmäßig zwischen der sitzenden Jugendgruppe, dem Bierstand, den Toiletten, Hafenkai und dem Bühnenbereich herum. Nur so kann ich alles ganz genau beäugen! Die nächste Stufe wird erfolgreich mit Willkuer erklommen. Die fünf Schwaben aus Reutlingen lassen es ordentlich krachen!
Der Headliner am Freitag ist J.B.O., die ich natürlich schon seit meiner Jugend kenne. Plötzlich machen zwei drei Leute vor mir Platz, so dass ich direkt mittig am Zaun stehe. Mit besseren Augen hätte ich sogar lesen können, ob das Verfallsdatum vom J.B.O.-Bier erreicht ist :) Nur für die Fotos wird es schwierig, die gesamte Band in eine Aufnahme zu pressen. Aber dafür fühle ich mich wie in einem Wohnzimmerkonzert, die zweitausend Menschen hinter mir interessieren mich wenig...
Etwas ausgepowert aber glücklich mache ich mich nach dem letzten Ton auf den Weg zum Zelt. Hier treffe ich auch meine Zeltnachbarn wieder, die ich aus den Augen verloren hatte.
Goitzsche Festival, ich komme!
Gegen halb fünf kurve ich auf den Parkplatz. Die Bändchen erhalte ich direkt vor Ort und ich stelle meine Kiste ab. Ich laufe erstmal ohne Gepäck zum Zeltplatz, der wie letztes Jahr einfach nur auf der anderen Seite des Radwegs liegt. Hier sind schon viele Zelte aufgebaut und die Besitzer haben es sich bequem gemacht. Ich drehe eine kurze Runde, bis mein Blick auf eine Freifläche mit freier Sicht auf das Wasser bietet. Schnell frage ich die Anwesenden, ob sie noch Nachzügler erwarten, oder ob sie mich mit einem einzelnen Zelt aufnehmen können. Eine schnelle Zusage erhalte ich und mir fällt ein Stein vom Herzen, denn der Untergrund besteht eher aus Sand als aus Stein. Die Heringe werden es mir später danken :D
Die jungen Burschen sind Festivalanfänger und haben schnell an meinen vielen Bändchen erkannt, dass das bei mir nicht so ist. Sie sind zwar etwas ungläubig, dass jemand alleine zum Festival fährt, aber sind eigentlich mehr mit sich selber beschäftigt: wo sind die Toiletten? Wieso haben wir keinen Pavillon? Wer möchte was vom Linseneintopf? Wann spielt die erste Band? Gibt es Frühstück? Wieso ist mein Bier lauwarm? Ich grinse etwas und kämpfe weiter mit meinem alten Zelt. Das ist ja noch gut! Mein neues liegt daheim und wird noch etwas geschont...
Gegen 18 Uhr wird das Festivalgelände geöffnet, also stiefeln wir mit viel Elan zum Einlass. Ein paar Minuten müssen wir trotzdem warten, wir sind einfach überpünktlich. An der Kasse treffen sich die Camper (mit Bändchen) mit den Tagesgästen (ohne Bändchen). Scheinbar hat mein Tipp an der Kasse gefruchtet, doch einfach die Bändchenträger separat zu bearbeiten. Schnell sind wir von der Security geprüft und laufen am Werbetrabbi vorbei. Unser Ziel ist der erste Bierwagen. Denn hier steht der Veranstalter Goitzsche Front persönlich am Zapfhahn und spendiert Freibier. Ich erhalte tatsächlich vier volle Becher, so ist unsere Gruppe gut versorgt.
Weiter geht es zum Stand der Fanartikel. Hier wird die Jugend schnell fündig und gönnt sich einige T-Shirts. Also wird der Jüngste verdonnert, nochmals zurück zum Zelt zu laufen, um die Ware sicher zu verstauen. Aber zumindest darf er noch sein Bier austrinken. Anschließend suchen wir uns einen Platz auf der Treppe und lauschen der Musik.
Gegen 18 Uhr wird das Festivalgelände geöffnet, also stiefeln wir mit viel Elan zum Einlass. Ein paar Minuten müssen wir trotzdem warten, wir sind einfach überpünktlich. An der Kasse treffen sich die Camper (mit Bändchen) mit den Tagesgästen (ohne Bändchen). Scheinbar hat mein Tipp an der Kasse gefruchtet, doch einfach die Bändchenträger separat zu bearbeiten. Schnell sind wir von der Security geprüft und laufen am Werbetrabbi vorbei. Unser Ziel ist der erste Bierwagen. Denn hier steht der Veranstalter Goitzsche Front persönlich am Zapfhahn und spendiert Freibier. Ich erhalte tatsächlich vier volle Becher, so ist unsere Gruppe gut versorgt.
Weiter geht es zum Stand der Fanartikel. Hier wird die Jugend schnell fündig und gönnt sich einige T-Shirts. Also wird der Jüngste verdonnert, nochmals zurück zum Zelt zu laufen, um die Ware sicher zu verstauen. Aber zumindest darf er noch sein Bier austrinken. Anschließend suchen wir uns einen Platz auf der Treppe und lauschen der Musik.
07 August 2022
Halbinsel Pouch
Beim zweiten Sonnenschein erwache ich in meinem Zelt. Achja, Abreisetag. Schade, es ist gerade so schön hier! Aber bis um zwölf Uhr sollen alle runter von Zelt- und Parkplatz. Kein Problem für mich. Schnell sind Zelt, Isomate und Schlafsack zusammen gepackt und ins Auto geworfen. Ich muss eh alles nochmals daheim auseinander nehmen und in die Sonne zum Trocknen legen.
Anstatt aber direkt nach Hause zu steuern, fahre ich in die andere Richtung. Ich will mir noch die Halbinsel Pouch anschauen, auf der ursprünglich das Festival stattfinden sollte. Eine Baustelle verhindert die Einfahrt ins Dorf, doch ich finde einen Parkplatz und schon kann es los gehen.
Zuerst nehme ich mir die Agora zum Ziel. Das große Gebilde soll einem Ohr ähneln und ist einem griechischen Markplatz nachempfunden. Oder vielleicht einem römischen Zirkus. Tatsächlich wird der Tagebau dargestellt.
Weiter geht es an den Landschaftskunstobjekten Hügel und Kegel vorbei, die ein wenig Action ins Auge des Betrachters bringt und natürlich auch den Tagebau als Thema hat. Weiter geht es zum Labyrinth von Zenon Polus. Hier waren Graffitikünstler am Werk, das ganze ähnelt einem Lost Place.
Weiter geht es zu den Schutzhütten, die keinem mehr Schutz bieten, außer kleinen Insekten, Würmer, Bienen und Mäuse. Auch die Holzeisenbahn ist kaum zu erkennen.
Beim Glockenspiel hängen nur noch zwei Glocken, was in anderem Zusammenhang normal wäre, hier sollten es aber schon acht bis zehn Glocken sein. Auch die Fußballtorwand rottet leise vor sich hin. Schade!
Übersichtskarte Muldenstausee (PDF)
Anstatt aber direkt nach Hause zu steuern, fahre ich in die andere Richtung. Ich will mir noch die Halbinsel Pouch anschauen, auf der ursprünglich das Festival stattfinden sollte. Eine Baustelle verhindert die Einfahrt ins Dorf, doch ich finde einen Parkplatz und schon kann es los gehen.
Zuerst nehme ich mir die Agora zum Ziel. Das große Gebilde soll einem Ohr ähneln und ist einem griechischen Markplatz nachempfunden. Oder vielleicht einem römischen Zirkus. Tatsächlich wird der Tagebau dargestellt.
Weiter geht es an den Landschaftskunstobjekten Hügel und Kegel vorbei, die ein wenig Action ins Auge des Betrachters bringt und natürlich auch den Tagebau als Thema hat. Weiter geht es zum Labyrinth von Zenon Polus. Hier waren Graffitikünstler am Werk, das ganze ähnelt einem Lost Place.
Weiter geht es zu den Schutzhütten, die keinem mehr Schutz bieten, außer kleinen Insekten, Würmer, Bienen und Mäuse. Auch die Holzeisenbahn ist kaum zu erkennen.
Beim Glockenspiel hängen nur noch zwei Glocken, was in anderem Zusammenhang normal wäre, hier sollten es aber schon acht bis zehn Glocken sein. Auch die Fußballtorwand rottet leise vor sich hin. Schade!
Übersichtskarte Muldenstausee (PDF)
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