12 September 2026

Lohenbachtal

Meine Wanderung führt mich durch den Geierischen Wald ins Landschaftsschutzgebiet Lohenbachtal. Die Wege sind oft naturbelassen und ich entdecke viele Stachelbeersträucher, deren Dornen sich wiederholt in Hose und Bein bohren.
Ein weiteres Highlight sind die vielen Pilze. Leider kenne ich mich aus, darum sind die Kameraden nur geduldige Fotomotive.
Auf halber Strecke erreiche ich den Rastplatz am Singerstein. Hier werde ich informiert, dass genau an diesem Wochenende die Feuerwehr feiert. Leider passt das nicht zu meinen Plänen.

E scheenes Fleckl

Wie ich dem Geocachingtitel entnehmen kann, ist mein nächstes Ziel ein schöner Fleck. Dazu stiefel ich zuerst am Naturbad vorbei, doch nach einigen hundert Meter erreiche ich den Waldteich.
Ein paar Meter tiefer befindet sich eine kleine Wasserkneipanlage. Das Wasser plätschert einladend, doch die Temperatur ist im Keller. Beim nächsten Mal vielleicht.

LostPlace in Tannenberg

Eigentlich hätte hier eine alte und denkmalgeschützte Spinnerei stehen müssen. Doch ich entdecke nur noch den roten Schornstein. Der Rest ist dem Erdboden gleichgemacht.
Die Rohrleitung ist nur noch teilweise an der Halterung erkennbar. Hineinklettern kam mir nicht in den Sinn.
Die Bauherren der wilden Holzkonstruktion sollten ihr eigenes Bauwerk nicht mehr betreten, denn meine Belastungsprobe hat ergeben, dass sie nicht einmal mehr einen Teil meines Gewichtes tragen kann.

11 September 2026

Frische Luft

Bevor ich wieder in einen nichtsbringenden Schönheitsschlaf verfalle, schnappe ich meine Outdoorküche und ein Döschen mit Ravioli. Und los geht es!
Dieses Mal wähle ich die Sitzgelegenheit mit direktem Blick auf die Autobahn. Hier quetschen sich die rollenden Blechlawinen durch die Baustelle, die schon viel zu lange dauert.
Nachdem ich mein Töpfchen brav leergelöffelt habe, fahre ich noch schnell zum Tipi. Die selbstgebauten Sitzgelegenheiten befinden sich ordentlich im Zelt aufgebaut. Scheinbar wird der Platz noch genutzt. Ich hätte ja einen Blick in die Toilette werfen können, aber darauf habe ich dann doch verzichtet.

10 September 2026

Lastenrad

Manchmal kann ich meine Last auf mein Rad übertragen. So auch heute: das wichtigste ist dabei die ausgeliehene Luftpumpe. Wer findet sie? Lösung: ich habe sie an die Stange montiert, die aus einem Damenrad ein Herrenrad macht ;)

05 September 2026

Klínovec / Keilberg

Ich befinde mich mit 1243,7m über NN auf der höchsten Erhebung im Erzgebirge auf tschechischer Seite. Im Gegensatz zum Fichtelberg herrscht auf dem Keilberg reges Treiben, denn die Mountainbiker können hier im Trailpark wunderbar den Berg hinunterflitzen und sich anschließend bequem im Lift wieder nach oben transportieren lassen.
Das Berghotel ist seit Jahren ein LostPlace, nur der Aussichtsturm ist neu und kann bestiegen werden.
Tröstlich, dass alte Dinge nicht unbedingt vergammeln müssen: der große Parkplatz wird als Zwischenstopp der XXXVII Rally Internationale RIAR BOEMIA genutzt. Die alten Alfa Romeos sind gepflegt und blitzen in der Sonne. Die vermutlich italienischen Fahrerinnen und Fahrer plappern aufgeregt durcheinander. Die eigentlichen Stars des Gipfels sind aber ruhig und bewegen sich nicht. Da können viele Fotos gemacht werden :D
Vielleicht habe ich die Oldtimer so ins Herz geschlossen, da ich auch mal für zwei Wochen einen Alfa Romeo fahren durfte.

Kleiner Fichtelberg

Nachdem ich ein paar Meter abgestiegen bin, werde ich von der Morgensonne gewärmt. Die dünne Höhenluft ist bei 1206m nicht spürbar.
Dafür ist die Hütte ein geeigneter Platz für eine kurze Rast.

Fichtelberg

Der Gipfel ist in dichten Morgennebel gehüllt und ich bin alleine auf 1214,88m. Der Wind ist eisig und die Temperatur im einstelligen Bereich. Würden die ersten Schneeflocken fallen, hätte es mich nicht überrascht.
Schnell mache ich ein paar Schnappschüsse und schaue erstaunt genauer hin, denn zwei Radfahrer kommen mir entgegengeradelt. Ohne eMotor, aber mit viel Wille haben sie den Berg bezwungen. Hut ab! Gerne erinnere ich mich an den Fichtelbergmarsch mit Tobias.

Guten Morgähn!

Meine Aufwachzeit entspricht nicht meinem Standard, aber ich nutze die Gelegenheit, um mir ein wenig Auslauf zu gönnen. Natürlich verbinde ich meine Aktivität mit etwas Geocacherei.
Ein Cache liegt nur 480m Entfernung auf tschechischer Seite, also laufe ich schnell über die Grenze. Nur gut, dass mich wenigstens ein Schild darauf hinweist. Ansonsten hätte ich es nur an den Kfz-Schilder oder Wegweiser erkennen können. So erlebe ich den Sonnenaufgang tatsächlich im Nachbarland. Dobré ráno!
Zurück wandere ich über den Mühlenradweg, der um diese Zeit menschenleer ist. Jetzt muss ich mich auch noch beeilen, denn ab 8 Uhr muss der Parkplatz wieder bezahlt werden. Beim Edeka decke ich mich für den Tag ein. Bis jetzt hat alles gut geklappt, ich bin zufrieden.

04 September 2026

Nachtspaziergang durch Oberwiesenthal

Schon während der Anreise stelle ich fest, dass die Rückfahrt bei Nacht durchs Erzgebirge nicht einfach werden wird. Was liegt also näher, als einfach die Fahrt auf den nächsten Tag zu verlegen. Der Parkplatz kostet nur bis 21 Uhr, so kann ich mein Auto einfach stehen lassen.
Zuerst besuche ich den Bahnhof, den wir nach der Bimmelbahnfahrt schon gesehen haben. Weiter geht es zum Markt. Hier treffe ich tatsächlich auf andere Nachtschwärmer und hinter den Fenstern sind Menschen beim Essen, Trinken und diskutieren. Laute Musik bildet den korrekten Rahmen.