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06 Juli 2026

ROCKHARZ 2027 Frühbucherpackage

Während die schwarze Wäsche fröhlich auf dem Balkon vor sich hin trocknet, studiere ich das veröffentlichte LineUp für 2027. Und es gefällt mir schon sehr gut :D
Von den Bands gelange ich wie von Zauberhand geführt in den Shop und siehe da, der Vorverkauf ist gestartet!
Ein paar Klicks später und ich habe bestellt und bezahlt. Nun kann ich mich zurücklehnen, das 1. Festival 2027 steht fest: Rockharz

05 Juli 2026

RHZ Abreise

Das Bier ist getrunken, die Essenvorräte aufgebraucht und das Dixie ist voll, Zeit, dass wir weiterziehen. Ich habe die Verankerung meines Zelts in Rekordzeit gelöst und halbwegs ordentlich zusammengerollt. Der Gemeinschaftsbungalow erfordert Teamarbeit. Die Müllsäcke sind prall gefüllt und können gegen ein Luftbild eingetauscht werden. Am Himmel fliegt eine Cessna mit einem gelben Banner.

04 Juli 2026

RHZ Samstag

11:20 – 11:50 PINHEAD – Rock Stage
11:55 – 12:25 DRONE – Dark Stage
12:30 – 13:10 TAILGUNNER – Rock Stage
13:15 – 13:55 NECROTTED – Dark Stage
14:00 – 14:40 TUNGSTEN – Rock Stage
14:45 – 15:25 CRYPTA – Dark Stage
15:30 – 16:10 ARTILLERY – Rock Stage
16:15 – 17:00 MAJESTICA – Dark Stage
17:05 – 17:50 ANNISOKAY – Rock Stage
17:55 – 18:40 FINNTROLL – Dark Stage
18:45 – 19:30 DANKO JONES – Rock Stage
19:35 – 20:35 DORO – Dark Stage
20:40 – 21:40 KNORKATOR – Rock Stage
21:45 – 22:45 EMPEROR – Dark Stage
22:45 – 00:15 FEUERSCHWANZ – Rock Stage
00:30 – 01:30 SOEN – Dark Stage

03 Juli 2026

RHZ Camp II

Eigentlich trennen uns nur ein paar hundert Meter voneinander, doch das kommt davon, wenn die Anreise nicht in Kolonne erfolgt. Doch zufällig laufe ich in die richtige Richtung und lande in Camp II: Thomas, Philip und Uwe haben es sich gemütlich gemacht und ich setze mich dazu. Wir klären unsere gemeinsamen Aktivitäten und besiegeln das ganze mit einer Dose Bier.

RHZ Freitag

11:20 – 11:50 RODEO 5000– Rock Stage
11:55 – 12:25 HAGGEFUGG – Dark Stage
12:30 – 13:00 MOTORJESUS – Rock Stage
13:05 – 13:40 CYPECORE – Dark Stage
13:45 – 14:30 HIRAES – Rock Stage
14:35 – 15:20 GOTHMINISTER – Dark Stage
15:25 – 16:10 RAUHBEIN – Rock Stage
16:15 – 17:00 WALLS OF JERICHO – Dark Stage
17:05 – 17:50 FIDDLER’S GREEN – Rock Stage
17:55 – 18:40 DIE APOKALYPTISCHEN REITER – Dark Stage
18:45 – 19:30 BIOHAZARD – Rock Stage
19:35 – 20:35 P.O.D. – Dark Stage
20:40 – 21:40 SUBWAY TO SALLY – Rock Stage
21:45 – 22:45 AIRBOURNE – Dark Stage
22:50 – 00:20 KREATOR – Rock Stage
00:30 – 01:30 SAINT CITY ORCHESTRA – Dark Stage

02 Juli 2026

RHZ Donnerstag

11:50 – 12:20 FINAL CRY – Dark Stage
12:25 – 13:00 DIE HABENICHTSE – Rock Stage
13:05 – 13:45 MITTEL ALTA – Dark Stage
13:50 – 14:25 HAGANE – Rock Stage
14:30 – 15:10 STAHLMANN – Dark Stage
15:15 – 16:00 SAGENBRINGER – Rock Stage
16:05 – 16:50 DOGMA – Dark Stage
16:55 – 17:45 WARMEN – Rock Stage
17:50 – 18:40 DECAPITATED – Dark Stage
18:45 – 19:35 BETONTOD – Rock Stage
19:40 – 20:30 AGNOSTIC FRONT – Dark Stage
20:35 – 21:35 DOMINUM – Rock Stage
21:40 – 22:40 AVATAR – Dark Stage
22:45 – 00:00 ALICE COOPER – Rock Stage
00:05 – 01:00 HÄMATOM – Dark Stage

01 Juli 2026

RHZ Camp I

Draußen regnet und stürmt es, doch wir sitzen alle geschützt im Mannschaftszelt. Nur bei Donner zucken wir etwas zusammen.
Lukas, Florian, Martin, Stephan, Janine, Paul, Laura, Andy, Kenneth, Martin, Kevin, Franziska, Tom, Steve und Herbert. Es fehlen Lena und zwei weitere Mädels.

RHZ Mittwoch

15:30 – 16:15 HEAVYSAURUS – Dark Stage
16:20 – 17:05 SOULBOUND – Rock Stage
17:10 – 17:55 HARAKIRI FOR THE SKY – Dark Stage
18:00 – 18:45 THE HAUNTED – Rock Stage
18:50 – 19:40 ENSIFERUM – Dark Stage
19:45 – 20:45 PARADISE LOST – Rock Stage
20:50 – 21:55 BLACK LABEL SOCIETY – Dark Stage
22:00 – 00:00 HELLOWEEN – Rock Stage
00:10 – 01:10 STEVE ‚N‘ SEAGULLS – Dark Stage

15 Juni 2026

Nach dem Festival ist vor dem Festival

Übrigens habe ich mich wieder mal nach vorne gedrängelt :D
Das Video ist auch online!

07 Juli 2025

Ticketverkauf für 2026

Ab 17 Uhr stehen die neuen Tickets zum Kauf bereit. Wie üblich kann ich die Internetseite nicht laden. Gegen 22 Uhr klappt es dann doch und ich lege ein Frühbucherpackage mit T-Shirt in meinen Warenkorb. Schnell bezahlt und tadaaaah: das erste Festival 2026 steht fest.
Die Sensation ist perfekt! Nach nur drei Tagen Vorverkaufszeit sind alle Tickets für das ROCKHARZ 2026 verkauft!

06 Juli 2025

Sonntag

Um sechs Uhr wache ich auf und nutze die Gunst der frühen Stunde, gemütlich zu WCs und Duschen zu laufen. Um diese Uhrzeit ist noch wenig Betrieb. Anschließend stelle ich erstaunt fest, dass schon viele in der Nacht abgereist sind. Unser Plan dagegen lautet, so lange zu pennen, bis es unerträglich warm im Zelt wird. Ich räume mein Zeug schon früher zusammen.
Es gibt einen Apfel zum Frühstück und eine Flasche Saskia. Und langsam raschelt es auch in den nahegelegenen Zelten. Die Temperatur wird scheinbar nervig. Und plötzlich geht es dann schnell. Überall werden Zelte abgebaut, Taschen verstaut, Autos vollgepackt. Sobald wir abfahrbereit sind, geht es los. Wir haben ein Frühstücksdate bei BK in Aschersleben. Die restliche Strecke legen wir problemlos zurück. Pünktlich zum Mittagschlaf treffe ich daheim ein.

05 Juli 2025

Samstag

11:20 – 11:50 VELVET RUSH
11:55 – 12:25 FROZEN CROWN
12:30 – 13:10 ROBSE
13:15 – 13:55 BOKASSA
14:00 – 14:40 PRO-PAIN
14:45 – 15:25 GRAND MAGUS
15:30 – 16:10 VISIONS OF ATLANTIS
16:15 – 17:00 AVATARIUM
17:05 – 17:50 COMBICHRIST
17:55 – 18:40 FROG LEAP
18:45 – 19:30 MR. HURLY + DIE PULVERAFFEN
19:35 – 20:35 DRAGONFORCE
20:40 – 21:40 ABBATH performs IMMORTAL
21:45 – 22:45 ASP
22:45 – 00:15 IN EXTREMO
00:30 – 01:30 TRAGEDY

Keine Zeit für einen Mittagschlaf! Dafür geht es in die sonnenüberflutete Arena zu Robse. Und tatsächlich kommen mir einige Lieder bekannt vor. Aber von Textsicherheit bin ich noch weit entfernt. Beim nächsten Mal wirds besser, ehrlich!
Die Piraten trinken Likörchen und das Volk grölt dazu. Die harten Metalheads verweichlichen! Aber egal, es wird ja auch oft und regelmäßig geduscht und einige leben sogar vegan.
Und schon kehrt etwas Wehmut ein, denn wir befinden uns auf dem letzten Weg zur Pause im Zelt. Später folgen nur noch die letzten Bands und Headliner, dann ist der musikalische Mammutdrops gelutscht.
Kurz vor In Extremo füllt sich die Bühne mit den Organisatoren und Verantwortlichen und Helfern. Es folgen Dankesworte, ein Hochzeitsantrag (der angenommen wird). Außerdem kann ganz offiziell auf dem Rockharz geheiratet werden, was acht Paar sofort genutzt haben. Das vereinfacht die Hochzeitsfeier ungemein: Musik, Bier und Gegrilltes gibt es ausreichend.
Die Beine schmerzen, aber nicht nur bei mir. Aber wir halten alle tapfer aus und bejubeln die mittelalterlichen Klänge. Danach ist für die meisten Schluss und der Run zu den Zelten startet. Ich stapfe ebenfalls zurück, wundere mich nur kurz über die Ruhe, die nur von der letzten Band unterbrochen wird. Und schwups lande ich in meinen Träumen beim nächsten Festival. So muss das sein :D

04 Juli 2025

Freitag

11:20 – 11:50 SEASONS IN BLACK
11:55 – 12:25 ARCTIS
12:30 – 13:00 DEFECTS
13:05 – 13:40 HARPYIE
13:45 – 14:30 AEPHANEMER
14:35 – 15:20 DESERTED FEAR
15:25 – 16:10 VADER
16:15 – 17:00 DRACONIAN
17:05 – 17:50 ANY GIVEN DAY
17:55 – 18:40 DIE KASSIERER
18:45 – 19:30 OVERKILL
19:35 – 20:35 GLORYHAMMER
20:40 – 21:40 CRADLE OF FILTH
21:45 – 22:45 MONO INC.
22:50 – 00:20 POWERWOLF
00:30 – 01:30 SOLSTAFIR

Zum Frühstück gönne ich mir Mandarinenstücke in Vodka eingelegt, wobei ich die Dose regelmäßig mit der durchsichtigen Flüssigkeit auffülle. Da kommt der Nachbar und fragt an, ob wir ihm einen Campingstuhl ausleihen können. Ich biete meinen an, denn ich bin eigentlich selten im Zelt. Zum Dank schenkt er mir zwei eisgekühlte Dosen. Eine tolle Abwechslung zum lauwarmen Bier!
Heute habe ich mir vorgenommen, das Smartphone wenig zu nutzen. Deshalb gibt es kaum Fotos, aber dafür ein längeres Video. Zur Einstimmung und zur Klarstellung der einzelnen Begriffe, lohnt sich der Blick auf Überleben in Moshpit, Circle Pit und Wall of Death.



Der Menschenauflauf sieht sehr entspannt und spaßig aus, darum starte ich mit einem entspannten Spaziergang im Circle Pit. Die Schubserei im Moshpit spare ich mir fürs nächste Mal auf. Nachdem ich mühelos meine zehntausend Schritte erlaufe, wird es Zeit für eine Erholungspause im Zelt. Wenig überraschend ist es gut gefüllt. Die Temperaturen haben sich aber normalisiert und ich habe noch drei Stunden Zeit bis zur nächsten Band. Also lege ich mich zum Powernap ins Zelt. Und siehe da, ich erwache erst zur Band, die ihre Show mit Raketen und Geböller startet. Soll ich noch schnell ins Infield hetzen? Ich entschließe mich zu warten, als ich allerdings die Worte zur heiligen Heavy Metal Messe höre, wird mir klar, dass ich nichts neues erwarten kann. Also bleibe ich liegen und lausche entspannt.

03 Juli 2025

Donnerstag

11:50 – 12:20 DELIVER THE GALAXY
12:25 – 13:00 ASENBLUT
13:05 – 13:45 KUPFERGOLD
13:50 – 14:25 MISTER MISERY
14:30 – 15:10 THE GEMS
15:15 – 16:00 THE NEW ROSES
16:05 – 16:50 GREEN LUNG
16:55 – 17:45 MEMORIAM
17:50 – 18:40 J.B.O.
18:45 – 19:35 WARKINGS
19:40 – 20:30 SODOM
20:35 – 21:35 VERSENGOLD
21:40 – 22:55 KING DIAMOND
23:00 – 00:15 HEAVEN SHALL BURN
00:20 – 01:15 NACHTBLUT
01:20 – 02:00 NON EST DEUS

Langsam steige ich den Berg hinunter zur Campingwiese und siehe da, die Jugend sitzt immer noch im Zelt. Die Hitze ist belastend. Da hat mir die steife Briese auf dem Berg besser gefallen.
Die ersten Bands haben Pech, denn ich erreiche erst gegen 17 Uhr das Infield. Ich lausche den Klängen der Band, suche aber parallel dazu einen guten Platz für J.B.O.
Um den Post lebendiger zu machen, habe ich hier ein kurzes Video. Altersgerecht stehe ich weit weg von der Bühne, aber ein paar Details sind bestimmt zu erkennen. Die Grabenschlampen nutzen auf jeden Fall die Gelegenheit für ein Gruppenbild in der Crowd.



Die Wasserstellen sind hochfrequentiert, denn Hitze und Durst sind ein stetiger Begleiter. Dazu kommt noch der aufgewirbelte Staub. Die Nase entwickelt sich zu einer prächtigen Sandgrube!
Einmal falsch abgebogen und der Kontakt zur Gruppe bricht ab. Um Akku zu sparen, habe ich den Flugmodus eingeschalten. Das macht mein Vater auch immer :D Aber zumindest halte ich bis zur letzten Band durch. Wer spät anfängt, kann länger durchhalten!

#Klönsnack Ballenstedt 4.0

Nach dem Frühstück ist es Zeit für mich, meine Wanderstiefel anzuziehen und ein kühles Bier einzupacken. Mein Ziel ist das Event an der Teufelsmauer. Die Owner kenne ich von letztem Jahr, so können wir problemlos unsere Gespräche fortsetzen. Sie wohnen ca. 8km von Wacken entfernt, sind aber viel unterwegs. Jens (im unauffälligen grünen T-Shirt) hat die großen Bierdosen mit dem E-Bike hochgefahren. Mika (hoffe ich mal) freut sich, dass er überall zwei Jahre älter eingestuft wird und somit als achtzehnjähriger überall Einlass gewährt bekommt und freien Zugriff auf Alkohol und mehr erhält.
Manuela (da bin ich mir noch weniger sicher, sorry) berichtet über die Weiterentwicklung des Events: zuerst gab es ein paar große Bierdosen. Im Folgejahr wurde dann die Bierdose kleiner, aber die Anzahl erhöht. Dieses Jahr sind es schon Bierfässer, die besser zu transportieren sind. Dazu legen sie noch ein paar Geocaches und LABs. Das rettet meine Statistik, denn ich habe mir vorgenommen, nicht stundenlang umherzuwandern, sondern bei der Truppe zu bleiben. Dass diese im Zelt festklebt, dafür kann ich nichts :D
Während des Events werfe ich immer mal einen schnellen Blick in Richtung Gipfelkreuz. Kaum sind weniger Metalheads auf der Spitze, steige ich selber die steile Treppe nach oben, um die Aussicht zu geniessen. Das gehört einfach zum Festival. Der Wind pfeift kräftig und hin und wieder wird eine Kopfbedeckung durch die Luft gewirbelt. Nur gut, dass meine Mütze am Puli befestigt ist!

02 Juli 2025

Mittwoch

15:30 – 16:05 EXCREMENTORY GRINDFUCKERS
16:10 – 16:45 TYR
16:50 – 17:30 APRIL ART
17:35 – 18:15 PRIMAL FEAR
18:20 – 19:05 RHAPSODY OF FIRE
19:10 – 19:55 INSOMNIUM
20:00 – 20:55 DARK TRANQUILLITY
21:00 – 22:00 CLAWFINGER
22:05 – 23:05 APOCALYPTICA
23:10 – 00:30 SAXON
00:35 – 01:35 SOULFLY

Die Jugend will weiter im Zelt schwitzen, ich entschließe mich, gleich bei der ersten Band im Infield zu stehen. Also raus aus dem Campingstuhl und Beine, Kniekehlen, Ohren, Gesicht und Hände dick mit Sonnencreme einschmieren, denn es herrschen läppische 35°C im Schatten. Beim Einlass zum Infield entdecke ich eine Schneekanone, die zwar keinen Schnee ausspukt, aber zumindest kühlende Wassertropfen. Minutenlang harre ich im Sprühnebel aus, denn es gibt ein Problem: im Infield gibt es kaum Schatten. Deshalb setze ich auch noch eine Basecap auf, die ich regelmäßig an den Wasserstellen ins Wasser tauche. Dazu reichlich Kühlwasser über Kopf und Schultern schütten und einen Becher Wasser nach dem anderen trinken. So komme ich bestimmt auf sechs Liter Flüssigkeit, muss aber nur zweimal aufs WC.
Schon bei der ersten Band bin ich erstaunt, wie voll der Platz ist und das Publikum gut gelaunt tanzt und mitsingt. Ein gelungener Start!
Da ich meistens in der Nähe der Bühne stehe, kann ich die Musikerinnen und Musiker gut erkennen. Und plötzlich hat mich die Rhythmusgitarre gefangen. Immer wieder fällt mein Blick auf die linke Seite. Das bin ich ja gar nicht gewohnt und ich unterstelle mal, dass das von der vielen Sonne kommen muss!
Nach der fünften Band entschließe ich mich, mal in Richtung Zelt zu laufen. Mal sehen, was der Rest macht. Doch ich komme nicht weit, da entdecke ich sie, wie sie mir entgegenlaufen. Also Planänderung, ab zum nächsten Bierzelt und zurück zu den Bands :)
Zur Abkühlung wird regelmäßig Wasser über einen Feuerwehrschlauch über die feiernde Menge verteilt. So triefe ich vor Nässe, Wasserspritzer auf der Sonnenbrille, aber das Handy ist zumindest dicht und arbeitet zuverlässig. Die ersten Fleischpakete werden zu den Grabenschlampen getragen.
Nachdem es etwas kühler geworden ist, gönnen wir uns Zyklopenspieße, Schweinshaxen, Fischbrötchen und Eis. Bei Dunkelheit fällt es schwer, die Truppe wiederzufinden, also bleiben wir als große Traube stehen. APOCALYPTICA habe ich mir mitreißender vorgestellt. Ob es am fehlenden Gesang liegt, oder einfach an der fortgeschrittenen Stunde kann ich nicht beantworten. Ich bin mir sogar unsicher, ob ich SAXON noch angeschaut habe. Aber zumindest die letzte Band habe ich nicht mitbekommen.

01 Juli 2025

Ankunft in Ballenstedt

Letztes Jahr sind wir stundenlang im Anreisestau gestanden. Damit es dieses Jahr besser läuft, starten wir eine Stunde früher. Die Nacht war eh unruhig, denn das bevorstehende Festival hat meinen Kopf beschäftigt. Alles eingepackt, Wecker gestellt, genug Essen und Trinken gekauft? Doch irgendwann ist mein Zeugs im Auto verstaut und wir erreichen als erste den gemeinsamen Startparkplatz. Minuten später sind alle da und es kann losgehen.

Plötzlich klingelt ein Handy und eine leise Stimme verkündet, dass wir eine Zwangspause einlegen müssen, da ein Ticket daheim vergessen wurde. Der Rastplatz Hainer See nimmt uns freundlich auf und ich nutze die Zeit für einen schnellen Geocache. Nach einer gefühlten Ewigkeit nähert sich die Mutti und übergibt lachend das Ticket. Schnell tauschen wir ein paar kurze Dankesworte und weiter geht die Fahrt.
Kurz vor dem Flugplatz folgen wir der Ausschilderung und gelangen problemlos aufs Gelände. Hier stellen wir zuerst das große Gemeinschaftszelt, bevor die kleinen Einzelzelte aufgebaut werden. Die Sonne brennt erbarmungslos, deshalb freuen wir uns über jede kühlende Briese. Doch eine Windböe übertreibt es etwas und wirft den Pavillon unserer Nachbarn und eines unserer Autos: Dalle und Kratzer trüben die Aktion und in der Folge sind einige Meldungen an die Versicherung zu tätigen.
Doch dann steht alles, der Versicherungskram ist beinahe geklärt und wir gönnen uns das erste Abendmahl. Später laufen wir noch zum Merchandise, begutachten die Wasserstellen, WCs und Duschen. Das Bändchen tauschen wir nicht, da uns die Schlange zu lange ist. Im Schlafsack erfreue ich mich an diverser musikalischer Untermalung und hochgeistigen Gesprächen. Aber gegen fünf Uhr morgens wird es dann doch für eine halbe Stunde ruhig. Gute Nacht!

05 Juli 2024

Rockharz 2024

Starten wir mit einem Blick auf und von der Teufelsmauer. In der Zwischenzeit sind alle erfolgreich angereist und haben Zelt, Caravan oder Wohnwagen bezogen.
Vor den beiden Bühnen ist immer einiges los. Entweder es werden die Bands begafft, neues Bier organisiert oder das selbige wieder entsorgt. In meinem Alter stelle ich mich gerne in die erste Reihe: die Band bewegt sich nur ein paar Meter vor mir, so sehe ich alles groß und scharf. Am Zaun kann ich mich abstützen, wenn die Beine oder der Rücken schmerzt.
Mit GUTALAX starte ich mein Festival am Mittwoch. Die Band im Malerkostüm bringt gleich ordentlich Schwung in die Bude. Allerdings bin ich mir unsicher, ob ich textsicher bin. Aber egal :)
Den Donnerstag starte ich mal mit LEAGUE OF DISTORTION. Die Frontfrau ist ein Hingucker und ich bedauere, dass ich nur mein kleines Smartphone am Mann*innen habe. Achja, manchmal rutscht mir das Dschendersternchen raus, einfach nicht beachten, wird sich hochentlich bald selber abschaffen.
Zur Abwechslung stehe ich bei KISSIN‘ DYNAMITE etwas weiter hinten. Gleichzeitig essen, trinken, laufen, hören, tanzen und Fotos machen ist nicht trivial. Aber so stehe ich recht günstig, um dem Schlauchboot ganz nah zu kommen.
Zwischendurch geht es dann immer wieder um Dosen: entweder um das lauwarme Dosenbier am Zelt, oder die Dosensuche bei Geocaching, oder als sportliche Herausforderung beim Dosenreiten. Beim letzteren haben die Zuschauer eindeutig am meisten Spaß!
Um 21:45 Uhr stehen ALESTORM auf der Bühne, deshalb wird es langsam Zeit, mir einen geeigneten Platz zu suchen. Ich habe es nicht anders erwartet, dass der Rest der Gruppe in sicherer Entfernung verweilt. Mich zieht es magnetisch nach vorne...
Und so stehe ich also in der dritten Reihe. Vor mir ein paar kleine Mädels, alles super! Von hinten wird schon ordentlich gedrückt, doch wir stehen felsenfest vor der Absperrung. Kaum wird die Bühne in farbiges helles Licht getaucht, tobt der Mob! Das erste Lied liegt noch in den Anfängen, schon kommt der erste Crowdsurfer. Kaum ist das Fleischpaket erfolgreich an die Grabenschlampen übergeben worden, tauchen schon die nächsten auf. Und gefühlt trauen sich nur die gut genährten. Also die wirklich gut genährten! Dementsprechend rinnt der Schweiss in Strömen. Doch es gibt auch Lichtblicke, die ich mit der Kamera einfangen will. Ohne die Kraftsportübungen springe ich fröhlich im Takt und gröle lauthals mit.
Bei Schandmaul stehe ich extrem weit weg von der Bühne, dafür ist die Zeltcrowd nah und der nächste Bierstand nicht weit weg. Als nächstes werden JUDAS PRIEST bejubelt und ich bin erstaunt, wie viele Lieder ich noch aus meiner Jugend kenne. Immerhin bin ich älter als das Internet :D
Jetzt aber schnell aufs Töpfchen und ab nach vorne: als vorletzte Band spielen LORDI und das will ich nicht verpassen. Ganz nach vorne komme ich zwar nicht, aber in der achten Reihe fühle ich mich auch ganz wohl :) Und es wird nicht ganz so schweißtreibend. Der Sound ist fett, die beiden Gitarren springen aufgeregt kreuz und quer, der Chef ist die Ruhe selber. Und er hat etwas deutsch gelernt. Ja und JAJA. Scheinbar hat er den feinen Unterschied erkannt und wir feiern seine Ansagen zwischen den Liedern.
Viel zu schnell ist das Festival Geschichte und es bleibt nur eines zu sagen: vielen Dankeschön! Wie komme ich darauf? So hat sich Attila von Powerwolf stets bedankt und Powerwolf spielen 2025 auf dem Rockharz und ich habe die Tickets dazu schon gekauft. Der frühe Vogel und so...