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01 November 2023

Feuer machen

Mit meinen Kochkünsten bin ich ganz zufrieden. Das liegt bestimmt an den vielen Kochshows, die ich konsumiert habe.

Seit einiger Zeit schaue ich Filmchen über Survival, Bushcraft und Freerunning. Was liegt da also näher, als mein Messer zu testen?
In der Theorie habe ich schon hundertmal gesehen, wie ein Feuer ohne Feuerzeug und Streichhölzer entfacht wird. Während ich durch den Wald radle, entdecke ich mit Leichtigkeit eine umgestürzte weiße Birke (Betula pendula). Ich stoppe, um ein Stück Rinde zu ernten. Ich kratze etwas auf dem Material herum, bis sich kleine Späne und etwas Pulver angesammelt haben. Nun schabe ich noch etwas am Feuerstab und dann wird es spannend: ich erzeuge die ersten Funken und schon zischt, glüht und qualmt mein kleines Glutnest. Anstatt die kleine Flamme zu füttern, mache ich erstmal ein Foto. Das war ja einfach!

20 September 2023

Hängematte

Im Rucksack befindet sich ein kleines Säckchen. Für einen Schlafsack viel zu klein, aber was kann es sonst sein? Richtig, ich habe mir eine Hängematte gegönnt! Und heute geht es zum Outdoorteil. Ich benötige zwei Bäume mit ca. 3 Meter Abstand. Das sollte machbar sein.
Ich habe auch eine Idee, an welchem Wäldchen ich suchen möchte. Zuerst eine kurze Rast, bevor es an die Montage geht. Zwei Bänder um die Baumstämme gewickelt, die Hängematte mit zwei Karabiner an die Bandenden befestigt. Eine dünne Schnur oberhalb der Konstruktion, um das Moskitonetz zu befestigen. Die Montage ist schnell erledigt, nun will ich irgendwie in das gute Stück klettern.
Die Bänder geben komische Geräusche von sich, halten aber. Ok, die Gesamtkonstruktion ist für 110 kg zugelassen. Da habe ich noch etwas Luft nach oben! Bevor ich frei durchhänge, merke ich, dass mein Hintern auf dem Boden aufsitzt. Auch nicht schlecht, da falle ich wenigstens nicht so tief. Aber so kann das nicht bleiben. Also schiebe ich die beiden Baumschlingen etwas höher und wähle eine Schlaufe, die näher am Baum ist. Nun klappt es. Ich schwinge frei und kann sogar ein Bierchen zischen.

Nur der Ein- und Ausstieg gefällt mir noch nicht. Deshalb hüpfe ich nochmals in Freie und versuche es erneut. Ups! Ich habe mich nicht genügend konzentriert und falle über die Hängematte ins Moskitonetz. Drei Befestigungsteile zerbrechen, kleine Verluste sind ok. Nichts weiter passiert, aber nun liege ich wie ein Käfer auf dem Rücken. Einige Minuten später bin ich der unfotogenen Lage entflohen und waage einen weiteren Versuch. Dieses Mal klappt alles wieder und ich döse etwas im neuen Freiluftbettchen. Draußen weht der Wind, aber in meinem geschützten Bereich hält sich gut die Wärme. Nur von unten merke ich, wie schnell der Stoff durch den Wind abkühlt. Beim nächsten Mal einfach eine Isomatte mit einpacken. Aber ich bin zufrieden und gespannt, wann ich sie mal zum Einsatz bringe.

12 Februar 2016

Fichtentee

Also eine ganze Fichte wird nicht benötigt. Wie ich aber in einem Survivalvideo gesehen habe, bin ich im Wald unterwegs und pflücke mir fünf Äste. Daheim erhitze ich Wasser und nachdem es kocht, schütte ich das heiße Nass über die Fichtenzweige. Fünf Minuten ziehen lassen. Grünzeugs rausfischen und weg damit. Ferdsch! Ich bin etwas skeptisch, aber der Tee schmeckt gar nicht mal schlecht. Da habe ich schon schlechtere probiert :)

16 Januar 2016

Winterzelten

Endlich ist das Wochenende da und ich habe mich zum Winterzelten angemeldet. Doch bevor es nach Geyer geht, muss ich noch fix einkaufen: die neue Luftmatratze benötigt noch eine spezielle Luftpumpe und etwas zum Essen fehlt auch noch. Unterwegs stelle ich fest, dass das Smartphone noch daheim an der Steckdose hängt. Also gehts nochmal über Los, ziehe aber keine 4000 Euro ein. Nachdem der Tag so gut gestartet ist, verwundert es kaum, dass ich voller Elan die falsche Autobahn wähle. Der Umweg ist aber gering, denn ich wohne verkehrsgünstig. Die Fahrt verläuft anschließend angenehm, außer dass ich mich kurz vor dem Ziel nochmals verfranze. Das Programm geht zum Glück erst um 14 Uhr los. Endlich finde ich die verschneite Wiese mit einigen Zelten darauf. Der Parkplatz ist allerdings gerammelt voll, also parke ich meinen roten Flitzer einfach auf den weißen Acker. Wer denkt jetzt schon an die Heimfahrt?

Bevor ich mein Zelt auspacken kann, drückt mir Maik zuerst einmal ein kaltes Bier in die Hand. Das ist gut, denn mein Wackenzelt habe ich noch nie nüchtern aufgebaut :) Kurz bevor mich die Panik ergreift, stelle ich aber die Flasche in den Schnee und ich widme mich meinem Zelt. Die Heringe versenke ich geschwind im Schnee. Der Boden ist ja hart wie Fels. Und schon hänge ich an der neuen Luftpumpe und die Matratze füllt sich langsam. Über die Matratze lege ich eine Rettungsdecke, darauf eine Tagesdecke, dann der Schlafsack (Wohlfühltemperatur bei +10°C). Doch ich traue meiner Zwiebeltechnik nicht ganz, deshalb habe ich noch Kopfkissen und Bettdecke mitgeschleppt. Kein Problem, mein Auto steht ja wenige Meter neben dem Zelt. Zur Krönung stelle ich noch ein Überraschungsei mittig aufs Kopfkissen. Bissl Kultur muss schon sein!

Veranstalter: Aktivreiseteam
Video: "Zelten für Hartgesottene" bei MDR Sachsenspiegel