20 September 2023

Hängematte

Im Rucksack befindet sich ein kleines Säckchen. Für einen Schlafsack viel zu klein, aber was kann es sonst sein? Richtig, ich habe mir eine Hängematte gegönnt! Und heute geht es zum Outdoorteil. Ich benötige zwei Bäume mit ca. 3 Meter Abstand. Das sollte machbar sein.
Ich habe auch eine Idee, an welchem Wäldchen ich suchen möchte. Zuerst eine kurze Rast, bevor es an die Montage geht. Zwei Bänder um die Baumstämme gewickelt, die Hängematte mit zwei Karabiner an die Bandenden befestigt. Eine dünne Schnur oberhalb der Konstruktion, um das Moskitonetz zu befestigen. Die Montage ist schnell erledigt, nun will ich irgendwie in das gute Stück klettern.
Die Bänder geben komische Geräusche von sich, halten aber. Ok, die Gesamtkonstruktion ist für 110 kg zugelassen. Da habe ich noch etwas Luft nach oben! Bevor ich frei durchhänge, merke ich, dass mein Hintern auf dem Boden aufsitzt. Auch nicht schlecht, da falle ich wenigstens nicht so tief. Aber so kann das nicht bleiben. Also schiebe ich die beiden Baumschlingen etwas höher und wähle eine Schlaufe, die näher am Baum ist. Nun klappt es. Ich schwinge frei und kann sogar ein Bierchen zischen.

Nur der Ein- und Ausstieg gefällt mir noch nicht. Deshalb hüpfe ich nochmals in Freie und versuche es erneut. Ups! Ich habe mich nicht genügend konzentriert und falle über die Hängematte ins Moskitonetz. Drei Befestigungsteile zerbrechen, kleine Verluste sind ok. Nichts weiter passiert, aber nun liege ich wie ein Käfer auf dem Rücken. Einige Minuten später bin ich der unfotogenen Lage entflohen und waage einen weiteren Versuch. Dieses Mal klappt alles wieder und ich döse etwas im neuen Freiluftbettchen. Draußen weht der Wind, aber in meinem geschützten Bereich hält sich gut die Wärme. Nur von unten merke ich, wie schnell der Stoff durch den Wind abkühlt. Beim nächsten Mal einfach eine Isomatte mit einpacken. Aber ich bin zufrieden und gespannt, wann ich sie mal zum Einsatz bringe.

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