Die Umhängetasche ist gefüllt mit wichtigen Utensilien: Taschenlampe, Powerbank, Kabel, Luftpumpe und Öl. Man könnte meinen, ich mache mich auf eine Weltreise und nicht nur ein paar Kilometer zur Karl-May-Höhle. Unterwegs kommt noch was zu Essen und Trinken dazu.
Entspannt radle ich über Kändler, Limbach-Oberfrohna, Rußdorf, Falken und Langenberg. Weiter geht es durch den Wald, der mein eigentliches Ziel ist: ich habe vier neue Caches entdeckt und die will ich heute zu einem Smiley verwandeln. Der erste ist auch total einfach und weiter geht die Fahrt. Kurz vor der Höhle halte ich an und mache mich wieder auf die Suche. Tipp: Totholz. Das bringt nicht viel, vergleichbar mit: schwarzes T-Shirt auf einem Festival mit lauter Gitarrenmusik. Ich schwitze so vor mich hin und beäuge alles, was nach Totholz aussieht. Und nachdem ich alle falschen Stellen besucht habe, lande ich auch an der richtigen. Super!
Zwei Funde kann ich verbuchen, an der Karl-May-Höhle bin ich alleine, die Pause kommt wie gerufen! Gut gestärkt steige ich in die kalte und dunkle Höhle ein, schalte meine Taschenlampe ein und zack: Mücken, Nachtfalter, Spinnen und weiteres Getier schaut mich verduzt an. Der Höhlenboden ist feucht und matschig. Da der Geocache in der Höhle deaktiviert ist, damit die Fledermäuse ihre Ruhe haben, mache ich nur ein paar Bildchen und kehre in die Wärme zurück.
Beim nächsten Cache entdecke ich, dass bis jetzt nur DNF geloggt wurde. Also hat ihn noch keiner gefunden und ich könnte der Erstfinder werden! Die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr hoch, denn die meisten gehen als Team auf Suche. Auch ich gebe es nach langer Zeit auf. Daheim schaue ich mir den Eigentümer an: angemeldet seit 2021, 3 (in Worten: drei!!!) Funde bisher und er hat 4 Caches versteckt. Zumindest war er heute angemeldet, vielleicht tut sich noch was am Cache...
Für mich geht es so langsam an den Heimweg. Am Fichtental überquere ich die Autobahn, bin am Pfarrhübel von Hohenstein-Ernstthal, gönne mir das letzte Radler, weiter an Wüstenbrand vorbei, Kühler Morgen, Pleißa, Limbach-Oberfrohna, Kändler und wieder daheim. Eine schöne Runde!



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