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01 November 2022

Bye Halloween!

Der gruselige Kürbiskopf hat ausgedient! Zeit, um über eine Nachnutzung zu grübeln. Doch schwer ist das nicht, denn am einfachsten klein schneiden und zur Suppe verarbeiten. Gesagt getan.

29 Oktober 2022

Nicht mit dem Essen spielen!

Oder ist das schon Kunst? Egal. Zuerst wasche ich den Hokaido gründlich ab. Dann erfolgt die erste Operation: der Deckel muss ab! Ich entscheide mich für einen Zickzackschnitt, denn die einzelnen Schnitte sind damit gerade. Das klappt ganz gut und schon kann ich die Schädeldeckel abnehmen. Ich springe gedanklich zu Frankenstein, die Ähnlichkeit ist verblüffend!
Mit einem Eiskugellöffel kratze ich im Inneren Kerne, Kürbis und orange Fäden zusammen und befördere alles in eine Schüssel. Und schon kann ich mich den Augen und der Nase widmen. Das gelingt mir gut und ich bin zufrieden. Beim Mund schwebt mir eine furchteinflössende Variante vor, am Ende wird es ein einfaches Loch mit einem einzelnen Zahn. Um diesen besser zu erkennen, entferne ich die Schale.
Ein Teelicht passt gerade so in die hohle Birne. Für das Fotoshooting dunkle ich meine Bude ab, denn ich will nicht auf die Nacht warten. Sieht ja toll aus! Ich bin begeistert :D Und ich kann den Kürbis mit dem Deckel verschliessen, oder um ein paar Grad verdrehen und eine tolle Frisur zaubern. Klasse!

08 Oktober 2022

In der Kürbiskernrösterei

Der Hokaido ist wirklich ein toller Kürbis! Eigentlich kann alles gegessen werden. Die Schale muss nicht entsorgt werden und kann mitverarbeitet werden. Besonders bei Bio-Qualität. Doch auch die Kerne sind lecker! Deshalb landen alle Innereien in einer Schüssel mit Wasser und ich knete die Pampe etwas durch. Schnell lösen sich die Kerne vom oragen Kürbismatsch und schwimmen an der Wasseroberfläche. Ich schöpfe sie ab und trockne sie in einem Tuch.
Da sie vollständig getrocknet werden sollen, ist meine Idee, ein Teelicht darunter zu stellen. Damit sollten die Kerne schneller trocknen. Schnell bemerke ich, dass das Teelicht nicht nur warme Luft erzeugt, sondern ordentlich Hitze abstrahlt und die Schalen leicht Farbe annehmen. Auch gut! Alle paar Minuten mische ich die Kernsammlung durch, damit alle Hitze abbekommen. Da die Kerne roh oder geröstet zum Verzehr geeignet sind, teste ich einfach mal: schnell öffne ich die Schale und gelange zum leckeren Inneren. Schmeckt super, dauert aber relativ lange, bis der Kern ohne Schale in den Mund wandert. Auch nicht schlecht, dann esse ich weniger :D

07 Oktober 2022

Wochenendkrank

Nachdem ich schon vergangenes Wochenende mit mir und meinen altersgerechten Zipperleins gekämpft habe, bahnt sich neues Unheil an: die Nase tropft, der Hals schmerzt und ein unsichtbarer Specht hämmert mir Kopfschmerzen direkt ins Gehirn. Ein Blick auf die Uhr zeigt, dass meine Ärztin schon im Wochenende ist. Also wird mein Wochenende arbeitgeberfreundlich versaut, um am Montag wieder fit auf Arbeit zu sein. Gesund lohnt sich der Arztbesuch dann auch nicht mehr...
Freitag:
Während einem Telefonat stelle ich fest, dass sich meine Stimme komplett geändert hat: entweder ist die Stimmlage sehr tief, oder ich piepse in den höchsten Tönen, dazwischen auch gerne mal lautlos. Ich fühle mich wieder wie ein Pubertier :D Aber so kann ich natürlich nicht zur Jahreshauptversammlung der Schalmeien.

Samstag früh:
Die Nacht ist unruhig und ich bin gefühlt dauerwach und wälze mich regelmäßig hin und her. Super! Der Tag beginnt entsprechend unschön. Im Bad will ich meinem Spiegelbild einen guten Morgen wünschen, doch ich kann mich selber nicht hören. Dafür sofort Halsschmerzen. Oje, da kann ich ja meine gute Tat (Müll sammeln in Grüna) auch vergessen. Ich melde mich ab und setze eine große Kanne Tee auf.

Samstagmittag:
Komisch, der Hustenreiz ist verschwunden und die Nase ist auch in Ordnung, aber ich kann kein hörbares Wort aus dem Mund quetschen. An einem Wochentag hätte ich meine Arbeitsunfähigkeitsbestätigung längst in der Hand, denn was bleibt von einem Arbeitstag ohne Besprechungen und stundenlanges am-Telefon-hängen? Eben! Nichts. Aber vor Wut koche ich mir eine schöne Kürbissuppe. Nachteil: am Montag bin ich bestimmt wieder fit.

26 November 2021

Kürbissuppe

Dunkelheit und Kälte sind für die Jahreszeit typisch. Deshalb bin ich froh, dass ich beim letzten Einkauf einen Hokaidokürbis mitgenommen habe. Diesen gibt es heute als Suppe. Der Kürbis wird abgewaschen und halbiert. Schon habe ich Zugriff auf die Kerne, die ich mit einem großen Löffel herausschabe.
Zuerst werfe ich die Gewürze in den leeren Topf, um sie etwas anzurösten. Danach landet der gewürfelte Kürbis, ein paar Kartoffeln und zwei Möhren im Topf. Auch hier will ich zuerst ein paar Röstaromen, bevor ich das Wasser dazukippe. Die Gewürze zertrümmere ich im Mörser und werfe sie anschließend in den Topf. Zwei Lorbeerblätter drücke ich mit meinem Holzlöffel unter Wasser, Deckel drauf und selbständig köcheln lassen.

Nachdem die ersten Kürbisstücke beim Umrühren in kleinere Einheiten zerfallen, schnappe ich den Zauberstab und zerkleinere die weichen Stücke zu orangen Brei. Eine Dose Kokosmilch dazu, mit Salz abschmecken und fertig. Heute ohne Deko :D