07 Oktober 2022

Wochenendkrank

Nachdem ich schon vergangenes Wochenende mit mir und meinen altersgerechten Zipperleins gekämpft habe, bahnt sich neues Unheil an: die Nase tropft, der Hals schmerzt und ein unsichtbarer Specht hämmert mir Kopfschmerzen direkt ins Gehirn. Ein Blick auf die Uhr zeigt, dass meine Ärztin schon im Wochenende ist. Also wird mein Wochenende arbeitgeberfreundlich versaut, um am Montag wieder fit auf Arbeit zu sein. Gesund lohnt sich der Arztbesuch dann auch nicht mehr...
Freitag:
Während einem Telefonat stelle ich fest, dass sich meine Stimme komplett geändert hat: entweder ist die Stimmlage sehr tief, oder ich piepse in den höchsten Tönen, dazwischen auch gerne mal lautlos. Ich fühle mich wieder wie ein Pubertier :D Aber so kann ich natürlich nicht zur Jahreshauptversammlung der Schalmeien.

Samstag früh:
Die Nacht ist unruhig und ich bin gefühlt dauerwach und wälze mich regelmäßig hin und her. Super! Der Tag beginnt entsprechend unschön. Im Bad will ich meinem Spiegelbild einen guten Morgen wünschen, doch ich kann mich selber nicht hören. Dafür sofort Halsschmerzen. Oje, da kann ich ja meine gute Tat (Müll sammeln in Grüna) auch vergessen. Ich melde mich ab und setze eine große Kanne Tee auf.

Samstagmittag:
Komisch, der Hustenreiz ist verschwunden und die Nase ist auch in Ordnung, aber ich kann kein hörbares Wort aus dem Mund quetschen. An einem Wochentag hätte ich meine Arbeitsunfähigkeitsbestätigung längst in der Hand, denn was bleibt von einem Arbeitstag ohne Besprechungen und stundenlanges am-Telefon-hängen? Eben! Nichts. Aber vor Wut koche ich mir eine schöne Kürbissuppe. Nachteil: am Montag bin ich bestimmt wieder fit.

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