Um den Kopf frei zu bekommen, ist ein Standortwechsel mit musikalischem Abendprogramm genau das richtige! Doch kann mich der Weltenbaum tatsächlich ganz von den Gedanken an Odin und Loki befreien? Natürlich, denn Yggdrasil ist nicht nur in der nordischen Mythologie ein Begriff, sondern steht auch für die Tour von Erdling.
Pünktlich um 19 Uhr stehen wir in der Warteschlange vorm Club Puschkin. Mit etwas Verspätung öffnen sich die Türen und wir stürmen ins Innere. Chris kümmert sich um die Getränke, ich mache mir ein Bild von der Halle. Als erste Band steht Circus of Fools auf dem Programm. Die Band sieht wild aus und machen einen fetten Sound. Sehr gut! Nach einer kurzen Umbaupause machen sich Florian Grey bereit. Die Lieder haben uns nicht so gut gefallen, wir warten auf den Headliner Erdling. Endlich ist es soweit! Kraftvoll zieht die Band alle Zuschauer in ihren Bann, die Halle ist gut gefüllt, die Stimmung prächtig. Selbst die Wall of Death mit drei Teilnehmern ist lustig und gefahrlos :)
Endlich ist es soweit! Ich packe meine 7 Sachen und mache mich auf den Weg nach Dresden. Am Ziel angekommen checke ich in die Schiffsherberge Pöppelmann ein. Das ist schon mein zweiter Besuch, die Unterkunft liegt sehr günstig, die Übernachtung ist preiswert und der fehlende Schnickschnack wie Fernseher, WLAN, FÖN, Telefon vermisse ich überhaupt nicht.
Jetzt aber schnell in die Prager Straße ins Burgerlich. Ein großer Chiliburger bildet die leckere Grundlage für einen langen Abend mit Livemusik. Die S-Bahn bringt uns sicher ans Ziel: Club Puschkin.
Im Video ein kleiner Livemitschnitt von Stunde Null, allerdings ist der Ton durch freie Musik ersetzt :D Aber bewegte Bildchen sind trotzdem nett!
Schon beim zweiten Lied werden die verschwitzten T-Shirts vom Leib gerissen und es wird gemosht. Auch die Wall of Death darf nicht fehlen, die Band ist positiv erstaunt. In kleinen Clubs ist einfach mehr Stimmung!
Aber es gibt auch leise Töne, die beste Zeit für Wunderkerzen, Feuerzeuge und Smartphones. Viel zu schnell ist das Programm präsentiert, so bleibt nur die Vorfreude auf die dritte CD und kommende Auftritte. Glücklich und verschwitzt geht es zurück zum Schiff. Hier ist alles ruhig, ich öffne noch das Bullauge und schon liege ich im Dämmerschlaf und träume wildes Zeugs...
Dieses Mal treffe ich Chris am Bahnhof, der von meinem Boot nur 12 Minuten zu Fuß entfernt ist. Schnell suchen wir uns einen Italiener und gönnen uns eine schöne Pizza. Der Abend wird lang und eine gute Grundlage ist das A und O! Beinahe pünktlich treffen wir am Club Puschkin ein, doch die Einlasszeit verzögert sich wegen technischer Probleme. Doch endlich wird der Club geöffnet.
Als erste Band startet Grenzen|los aus dem Allgäu. Bei Bad Jokers war die allgemeine Meinung, dass sie besser als Rauswerferband spielen sollten. Da helfen auch keine 25 Jahre Bühnenerfahrung, wenn der Funke nicht überspringt. Bei Artefuckt rücken aber wieder alle nahe zur Band und bei Stunde Null tobt der Saal. Chris steht in erster Reihe und kann alle Lieder mitsingen. Klasse!
Das Plakat zeigt es schon: es wird ein langer und lauter Abend! Deshalb treffe ich mich mit Chris im Burgerlich. Hier stärken wir uns mit einem Burger in Übergröße. Da die Bestellung einfach am Tablett zusammen gestellt und geändert werden kann, wähle ich zumindest ein Vollkornbrötchen. Ich muss ja etwas auf meine Gesundheit achten :D
Mit der Tram geht es einige Kilometer weiter ins Gewerbegebiet. Hier müssen wir nur den Wegweisern folgen, bis wir endlich bei Tante Ju angekommen sind. Eine lange Schlange mit schwarz gekleideten jungen Menschen stehen schon voller Erwartung vor der verschlossenen Türe.
Leider ist unsere Gruppe von fünf auf zwei Leute geschrumpft und ich bin froh, als jemand nach einer Karte fragt. Schnell melde ich mich und erhalte sogar fünf Euro mehr als meine 25 geforderten. Somit sind die Portokosten schon bezahlt. Sehr gut!
Und da geht mit einigen Minuten Verspätung das Tor zu der heiligen Halle auf. Die meisten halten ihr Ticket griffbereit, so geht es bei den drei Kontrolleuren zügig.
Im Inneren fühlen wir uns sofort wohl! Gedämpftes Licht, WC und Bierverkauf sofort gefunden, die Bühne ist in rotes Licht gehaucht und die Fans sind voller Erwartung. Nun gönnen wir uns erstmal etwas Kühlflüssigkeit.
Willkommen im Reich der Affen. Im Land des Ape'n'Roll. Vernehmt den Urschrei von der Elbe. Ja hier fühl'n wir uns wohl. Und du bist genau richtig! Wir sind die fünf Magdeburger, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die großen Bühnen zu entern.
So steht es auf der Bandseite von The Ape Escape. Und sie sind wahrlich auf einem guten Weg!
Nach einer kurzen Pause stehen Stunde Null auf der Bühne. Hier startet das erste Lied gleich um einiges härter, der Gesang geht zum Teil in den Deathmetal. Da wir direkt vor der Bühne stehen, haben wir einen guten Blickkontakt zu den Musikern.
Mit Sehnsucht erwartet kommen Goitzsche Front durch den Vorhang ins Rampenlicht. Der Saal ist komplett gefüllt, der Schweiß läuft in Strömen. Plötzlich halte ich die Brille von Chris in der Hand, er will zum pogen. Am nächsten Tag erfahre ich dann, dass er einen harten Zusammenstoß hatte und die Blutung erst im Krankenhaus gestillt werden konnte. Pogen ist kein Zuckerschlecken!
Nicht nur die Fans sind begeistert, auch der Band macht es viel Spaß! So entscheiden sie nach einer kurzen verbalen Zugabenaufforderung, noch weitere Liedchen zum Besten zu geben, die eigentlich nicht mehr auf der Setlist stehen. Ok, so ganz ungeplant war das bestimmt nicht, denn der Osten rockt fehlte ja noch...
Die bekannte Band will eine kurze Pause einlegen und gibt in Chemnitz ihr vorerst letztes Konzert. Da habe ich nicht lange überlegt und mir eine Karte besorgt. Und ich bin sicher, ich bin nicht alleine!
Heute geht es zur Deutschrocknacht ins B95! Die Ines hat zwei Bands organisiert, die ordentlich Sound aufs Ohr produzieren und auch Bauch und Brust vibrieren mit im Takt.
B95 Mephasin Venterra