07 August 2022

Halbinsel Pouch

Beim zweiten Sonnenschein erwache ich in meinem Zelt. Achja, Abreisetag. Schade, es ist gerade so schön hier! Aber bis um zwölf Uhr sollen alle runter von Zelt- und Parkplatz. Kein Problem für mich. Schnell sind Zelt, Isomate und Schlafsack zusammen gepackt und ins Auto geworfen. Ich muss eh alles nochmals daheim auseinander nehmen und in die Sonne zum Trocknen legen.
Anstatt aber direkt nach Hause zu steuern, fahre ich in die andere Richtung. Ich will mir noch die Halbinsel Pouch anschauen, auf der ursprünglich das Festival stattfinden sollte. Eine Baustelle verhindert die Einfahrt ins Dorf, doch ich finde einen Parkplatz und schon kann es los gehen.

Zuerst nehme ich mir die Agora zum Ziel. Das große Gebilde soll einem Ohr ähneln und ist einem griechischen Markplatz nachempfunden. Oder vielleicht einem römischen Zirkus. Tatsächlich wird der Tagebau dargestellt.
Weiter geht es an den Landschaftskunstobjekten Hügel und Kegel vorbei, die ein wenig Action ins Auge des Betrachters bringt und natürlich auch den Tagebau als Thema hat. Weiter geht es zum Labyrinth von Zenon Polus. Hier waren Graffitikünstler am Werk, das ganze ähnelt einem Lost Place.
Weiter geht es zu den Schutzhütten, die keinem mehr Schutz bieten, außer kleinen Insekten, Würmer, Bienen und Mäuse. Auch die Holzeisenbahn ist kaum zu erkennen.
Beim Glockenspiel hängen nur noch zwei Glocken, was in anderem Zusammenhang normal wäre, hier sollten es aber schon acht bis zehn Glocken sein. Auch die Fußballtorwand rottet leise vor sich hin. Schade!
Übersichtskarte Muldenstausee (PDF)

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