Obwohl de Wettervorhersage tiefe Temperaturen und Regen ankündigen, mache ich mich auf die Socken. Der Veranstalter kann sich das Wetter nicht aussuchen und die Sportler und Musiker ebenso nicht. Und mein Hybrid freut sich über etwas Auslauf. Während der Fahrt erlebe ich den Wechsel zwischen Sonne und Regen. Und ich entdecke nicht nur einen großen Regenbogen am Himmel, sondern auch hinter einem Auto im aufgewirbelten Wasser.

Geparkt wird wieder auf einer großen Wiese neben der Mulde. Allerdings werden 4 Euro für den Standplatz fällig. Naja, Hauptsache, das Auto säuft nicht ab. Der kurze Spaziergang zum Schlosseingang habe ich schnell erledigt und freue mich, dass an der Kasse keine lange Schlange ist. Ich gönne mir das Wochenendticket für 20 Euro (Tageskarte 15 Euro), vielleicht penne ich einfach im Auto. Da ich mich im Gelände gut auskenne, laufe ich schnurstracks zu den Sportlern. Gerade werden zwei Baumstämme mit Griff geschleppt. Die beiden Teile wiegen jeweils 65 Kilogramm und es werden die Runden gezählt. Der Rekord liegt bei sieben Runden. Weiter geht es mit Sackwerfen: einfach den Sack mit einem Stock aufnehmen und über Kopf in die Höhe werfen. Die gespannten Schnüre zeigen die Höhe an. Ähnlich funktioniert auch der Gewichthochwurf. Eine Mannschaftsaufgabe ist das Tragen eines Baumstammes durch den Parkour. Alle fünf Sportler müssen immer die Hand am Stamm haben, sonst droht die Disqualifikation. Die letzte Aufgabe für heute ist es, steinerne Kugeln mit schlappen 100 Kilogramm vom Boden aufzunehmen und auf einen Tisch ablegen.

Baumstammwerfen sieht einfach aus, aber nicht alle können einen gültigen Versuch zeigen. Der Stamm wird aufgenommen, ausbalanciert, ein kleiner Anlauf und Stamm nach vorn fallen lassen. Ein letzter Schubs gibt den gewünschten Drehimpuls, denn es geht nicht um Weite oder Höhe, sondern es muss eine komplette Drehung hingelgt werden.
Genug gesehen, ich schlendere durch den Park. Essen, Trinken, Handwerker und Verkaufsstände. Es wird viel geboten. Soll ich mir vielleicht ein Röckchen zulegen? Oder ein Trinkhorn? Doch lieber ein Messer? Ich kann mich gar nicht entscheiden...
Die Tiere werden nicht nur über offenem Feuer gegrillt, sondern können auch hautnah und lebendig erlebt werden. Für die Kleinen bietet sich das Ponyreiten an, es stehen aber auch Pferde zur Auswahl. Die
schottischen Hochlandrinder lassen sie Gras und Wasser schmecken, Bei der Hundeshow wird gezeigt, dass Hunde auch folgen können. Erstaunlich! Und sie haben auch ein natürliches Talent beim Schafe hüten. Ein paar Pfiffe und Befehle vom Schäfer genügen. Eine Falknershow gab es auch zu bestaunen, das habe ich aber verpasst.

Obwohl die Parkanlage riesig ist, entstehen überall Gedränge und Schlangen. Besonders natürlich bei Essen und Trinken. Einige sind bestimmt nur deshalb da... Andere sitzen oder stehen die komplette Veranstaltung und rauben den dahinter stehenden Menschen die Sicht. Ich bin da beweglich unterwegs und erwandere mir mehr als 10km.
Die vielen Flaschen beim Whiskeystand locken zu einem Zwischenstopp, aber ich bin mir noch unsicher, ob ich in Trebsen übernachte oder doch noch heimfahre. Somit bleibt es beim Foto. Auf der Karte suche ich die
Zu einem Highlandgame gehört natürlich auch die Musik1 BAG Pipe-Band-Competition mit vielen Bands. Um die Instrumente warm zu spielen, ertönen aus vielen Zelten die schottischen Dudelsackklänge. Dann geht es los: Aufstellung zum Einmarsch, das Schiedsgericht legt sich auf die Lauer. Bewertet werden die Schwierigkeit der Lieder und der gemeinsame Antritt und Stopp der Kapelle. Die Kleidung und die Anzahl der Musikanten geht nicht in die Wertung ein.
In der Mitte der von Zuschauern umringten Rasenfläche sind zwei Kreise zur Orientierung eingezeichnet. Darin versammeln sich die Musiker und stehen nicht einheitlich in eine Blickrichtung schauend, sondern orientieren sich zum Beispiel durch Blickkontakt mit den Drummern. Etwas ungewohnt, aber es geht ja um die Qualität und nicht um das drumherum.
Eine Bühne befindet sich auf der großen Wiese und eine kleinere vorne am Schloss. Hier wird schon mal irische Musik gespielt und dazu das Tanzbein gesteppt.
Einmarsch der Pipes'n'Drums zum gemeinsamen Spielen und Siegerehrung der Pipe-Bands.
Der Schlossinnenhof lädt zum Knipsen ein, denn die Blätter des Efeu sind im kräftigen Weinrot gehalten. Der Herbst naht mit großen Schritten!. Ansonsten gibt es hier wenig zu bestaunen, außer langen Schlangen vor den WCs.
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