Die meisten werden über Weihnachten alle Verwandten abklappern, um anschließend zu vergleichen, wo es am meisten zu Essen gegen hat und was geschmacklich am Besten war. Bei mir sieht das etwas anders aus...
Am Himmel dominiert die Sonne, welche viele Wanderer aus ihren Häusern lockt. Ich mache mich auch auf die Weihnachtssocken, habe sogar meine alte Bundeswehrjacke daheim am Haken hängen lassen und den guten Zwirn ausgepackt.
Aber bei den Schuhen gehe ich auf Nummer sicher, denn ich schlage mich gerne auch mal abseits der Wanderwege durch die Büsche oder besuche ein Lost Place. Heute habe ich schlecht recherchiert und habe davon tatsächlich einen auf meiner Wunschliste.
Über zerbrochene Glasflaschen, rostige Nägel, Bauschutt, Dachplatten, Stromkabel, altbackene Fließen oder kleinere Erdlöcher laufe ich leichtfüßig meinem Ziel entgegen. Die Metalleinlage in meinen Schuhen sollte alle Verletzungsrisiken von mir fern halten.
Schon erstaunlich, dass sich die Lost Places alle etwas ähnlich sind: die Wände mit Graffiti besprüht, Parolen mit Schreibfehler, alle Fensterscheiben müssen grundsätzlich zerstört sein, dafür wird noch extra Müll mitgeschleift, der vor Ort entsorgt wird und natürlich ist es immer ein geeigneter Ort für das kleine und große Geschäft...
Darum esse ich auf meinen Touren meistens nichts und nutze jede Gelegenheit, um mir die Hände zu waschen. Besonders wenn im Winter der Schnee liegt, wird deutlich, wo die Geocaches zum Teil versteckt sind.
Bei diesem Cache ist der Eigentümer ab gnädig und hat die Dose in einem alten Regenwasserableitungsrohr versteckt. Gut geschützt vor Mensch und Tier und für mich sogar in der optimalen Greifhöhe!
Ich befinde mich auf dem Gebiet der ehemaligen König-Friedrich-Kaserne. Viele Häuser sind schon renoviert, aber es gibt eben auch noch einige Baustellen mit verwahrlosten Ruinen. Nur ein paar hundert Meter weiter befindet sich das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Damit habe ich schon einmal schlechte Erfahrung gemacht, aber heute ist alles ruhig und gesittet.
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