16 Januar 2016

Fackelzug und Diavorträge

Die Dämmerung verdunkelt erbarmungslos den Zeltplatz. Doch das stört uns nicht. Auch der einsetzende Schnee passt sehr gut zum Winterzelten. Der riesige Topf für das Kesselgulasch steht schon eine Weile auf dem Feuer, doch die Menge ist so groß, dass es noch einige Zeit dauert, bis die 70 hungrigen Münder gestopft werden können. Deshalb brechen wir mit brennenden Fackeln auf, eine kleine Runde durch den Wald zu stapfen. Der Neuschnee ist perfekter Pulverschnee, eine Wohltat nach dem vielen grau der letzten Wochen. Zurück im Lager gibt es endlich was warmes: heißes Wasser oder heißer Glühwein. Das Essen dauert noch, aber nicht mehr lange. Und schon wird die Meute an den Topf gerufen: es gibt Kesselgulasch, Rauchkäse und Roster. Perfekt! Nach dem Essen bietet sich ein warmes Plätzchen am Lagerfeuer an. Oder an der brennenden Tonne. Oder wettergeschützt im offenen Zelt. Hier laufen auch die Vorbereitungen für drei Diavorträge. Ein kurzweiliges Programm! Kurz nach zwölf hole ich mir die Wärmflasche und fülle sie mit kochendem Wasser. Ab damit in den Schlafsack und tatsächlich hatte ich bis morgens um sechs Uhr eine wollige Wärme an den Beinen.

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