Meine Wärmflasche strahlt wollige Wärme aus, doch trotzdem kann ich kaum schlafen. Das ist aber immer so, wenn ich nicht im eigenen Bettchen liege. Doch hier beim Winterzelten habe ich leider das Problem, dass mein neues Luftbett undicht ist. Darum pumpe ich viermal Luft nach, denn je näher ich dem Boden komme, umso größer wird die Kälte spürbar. Doch eigentlich ist das keine große Hürde und das Luftbett konnte ich auch am Dienstag ohne Umstände in eine neue Variante tauschen.

Gegen halb neun Uhr entscheide ich mich dann doch fürs aufstehen. Ein zaghafter Blick aus dem Zelt bestätigt, es hat kräftig Neuschnee hingeworfen. Doch das stört mich jetzt nicht, ich packe Zelt, Decken und Luftbett und befördere es in den Kofferraum. Ich muss eh alles nochmals im Trockenraum aufbauen, denn Schnee und Eis kann ich nicht abschütteln.

Nachdem alles verstaut ist, atme ich tief durch und stapfe zum Versorgungszelt. Super, der Wasserkocher ist heiß und noch halbvoll. Schnell schütte ich das Wasser in den Thermobecher und warte, bis der Schwarztee fertig gezogen hat. Nun sieht alles wieder positiv aus, Wärme breitet sich im ganzen Körper aus, selbst die Füße in meinen eiskalten Schuhen tauen langsam auf... In der Zwischenzeit sind auch die meisten aufgestanden und es herrscht fleißiger Umtrieb. Brötchen, Wurst, Käse, Spiegelei, Kaffee, Tee, Speck, Joghurt und mehr lädt zum Bauch vollschlagen ein. Die letzte Hürde besteht darin, mit dem Auto wieder auf die Hauptstraße zu kommen. Mit ein paar helfenden Händen klappt das auch und mit einem kurzen Wink zurück geht es heim in die Zivilisation.
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