25 August 2012

Mittelalterlicher Jahrmarkt

Die Mittelalterliche Bergstadt Bleiberg hat zum Jahrmarkt eingeladen. Das hat mich sofort begeistert und nachdem ich mich nach dem Aufstehen versichert hatte, dass der Tag schön und sonnig wird, gab ich das Ziel in meinem Routenplaner ein und schwang mich auf den Sattel. Da ich aber unterwegs öfters anhalten musste, um meinen Weg zu kontrollieren (mein Handy steckt während der Fahrt in der Hosentasche und redet nicht mit mir) oder ein paar Fotos zu machen, verzögerte sich die geplante Ankunft um eine Stunde. Nach der ersten schnellen Runde organisierte ich mir erstmal in der Taverne etwas Kühlwasser in Form von Schwarzbier. Danach quälte mich kurz ein kleines Hüngerchen, das ich mit einer Pferderoster stillte. Schmeckt lecker! Die kleinen Gäste konnten ein paar Meter weiter auf dem Pony ein paar Runden drehen. So ist das halt im Mittelalter!
Vor der Bühne hatte sich Gaukler Narretau eingefunden, der mit Schildkröteneier jonglierte, die Bildzeitung zerfetzte und ein Puzzle zusammen setzte. Auch war noch leichte Musik zu lauschen, später warf sich die Dame in ein orientalisches Kostüm und war auf ihren Stelzen mit Abstand die größte Frau auf dem Gelände.
Endlich kam auch Bewegung in die müde Meute: die Wikinger ließen die Säbel klirren! Die Sonne brannte unbarmherzig auf die Kämpfenden, die unter ihren schweren Mäntel, Helmen und Kettenhemden ordentlich schwitzten. Aber den Zuschauern ging es nicht anders. Die jungen Wilden hatte ich aber schon vor ihrem Auftritt gesehen und sie haben alle Fassbrause getrunken. Wikinger und Fassbrause, ein Bild für die Götter :)
Donner & Doria hatten auch mehrere Auftritte und mir gefallen natürlich die Gewänder, die Instrumente und die Lieder! Ist halt etwas anders als die Bands in Wacken. Ich habe sie auch schon auf Burg Rabenstein gesehen, besonders die Schlagzeugerin mit den blauen Haaren habe ich sofort wiedererkannt :) Vielleicht sollte ich doch mal ernsthaft über meine weitere musikalische Laufbahn nachdenken... Auf dem Heimweg machte ich mich, nachdem ich noch dem Puppentheater eine kleine Geldspende zukommen ließ. Hat mir wirklich gut gefallen, wie die Puppen getanzt haben! Ein paar Meter nach dem Ausgang, war schon ein Geocache versteckt, den ich selbst nach einer Stunde Suche nicht gefunden habe. Ärgerlich, da ich ja schon mal hier war! Der nächste Geocache war an einer Schaukelbrücke, doch ihr ahnt schon, das war Suchtechnisch nicht mein Tag. Die Heimfahrt kam mir ewig vor und der Rückenwind von der Hinfahrt hat sich ins Gegenteil geändert. In Auerswalde fing es dann auch noch leicht zu regnen an und es war stockfinster! Zuhause zog ich nochmals Bilanz: die Schutzblechfixierungsschraube verloren, 1x Leergut verloren und mein USB-Kabel ist auch weg. Trotzdem ein gelungener Tag! Übrigens wollte ich nicht im Dunkeln durch die Wälder fahren, deshalb bin ich auf den normalen Straßen geblieben und habe die paar Kilometer mehr mit einem Lachen im Gesicht abgestrampelt :D

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