12 August 2011

Herzmassage im RiB

Die Erinnerungen an Wacken sind noch frisch und schon lockt das nächste Festival! Schon beim Auto parken fallen Ähnlichkeiten und Unterschiede auf:

in Chemnitz stehen ungefähr 57 Zelte, Grillgerüche werden durch die leichte Briese in die Nasen geweht, der Rasen hat eine ungesunde bräunliche Farbe, ist aber als Rasen zu erkennen, die Schlange an der Abendkasse beschränkt sich auf zwei Personen.



In Wacken standen Zelte auf über 200 fußballplatzgroße Rasenflächen, der Müllberg um jedes Zelt war schon am ersten Tag beachtlich, aber es wurde ebenfalls lecker gegrillt. Die Schlange an der Kasse belief sich auf geschätzte 100m, entspricht ca. 2 Stunden Wartezeit und änderte sich über den Tag kaum.

Der Rasen in Wacken verschwand innerhalb weniger Stunden und machte dem dunklen Erdboden Platz. Beim Moshpit wird deshalb reichlich Staub aufgewirbelt. Bei Regen verwandelt sich der Mutterboden schnell in eine zähe braune Pampe, die sich hartnäckig an Schuhen und Hosen festkrallt. In Chemnitz kann das nicht passieren, die Veranstaltung findet auf mit Beton versiegelten Flächen statt. Es bleiben maximal große Pfützen stehen, in denen sich die Lightshow widerspiegelt.

Seit diesem Jahr bietet auch das 'Rock-im-Betonwerk' zwei Bühnen an: Metall Stage und Party Stage. Die Lautsprechertechnik wirkt nicht so bombastisch und die Lichttechnik ist überschaubar. Bei Dunkelheit wurden die Bühnen trotzdem schön ausgeleuchtet, besonders gefallen hatte mir das blaue Hintergrundlicht, welches sich mit dem Nebel vermischte und die Gesichter der Musiker wurden von vorne mit orangem Licht angestraht. Sehr schön!

Nachdem wir uns von weitem am Bühnengeschehen satt gesehen hatten, suchten wir uns ein Plätzchen direkt in der ersten Reihe. Dort war es dann doch ordentlich laut und die Ohrstöpsel bildeten ein wichtiges Utensil. Jetzt kamen auch die Bassdrumschläge hart durch und synchronisierten Band und Herzen.

Hier ein Liedchen von Nervecell zum Probehören: Flesh and Memories von NERVECELL




Leider mussten die Chemnitzer die Nachtruhe einhalten, somit war gegen 24:00 Uhr keine laute Musik mehr im Angebot. Ob es auf dem nassen Zeltplatz ähnlich laut zuging, wie in Wacken, können wir leider nicht einschätzen, da wir uns umgehend ins Auto begeben hatten um in die nächste Polizeikontrolle zu fahren. Mit viel Spaß meisterten wir dieses letzte Hindernis, bevor wir glücklich ins Bettchen fallen konnten...

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