Fieberhaft arbeite ich an meinem Plattfuss: Rad ausbauen, Mantel von der Felge ziehen, Schlauch raus und aufblasen, Loch flicken, Schlauch nochmals aufblasen und in Wasser tunken. Es steigen keine Luftblasen auf, das Ding ist perfekt dicht. Alles wieder zusammenbauen und ab in Richtung Kassberg.
Das erste Aufwachbier wird uns schon am Startpunkt kredenzt. Weiter rollen wir im Downhill bis zu die Bikers. Das Bier von der Braumanufaktur schmeckt besser, dafür müssen wir uns mit einer Anfängerband abquälen. Die Liedauswahl ist gut, doch bei den Akkorden sind sich die jungen Musiker uneinig. Die Einsätze werden zaghaft gespielt und läuft doch mal was schief, dann erntet der Verspieler böse Blicke von der restlichen Band. Also bleiben wir nicht lange, sondern ziehen weiter.
Während wir bei der Reichenbrander Brauerei Unterschlupf gefunden haben, prasselt Regen aufs halbdurchsichtige Plastikdach. Beim nächsten Sonnenschein nehmen wir die Fahrt wieder auf und kämpfen uns bis Grüna. Nächstes Ziel: eine Gartenlaube. Leider verlieren wir uns beim Forsthaus aus den Augen, so sind wir nur noch zu zweit. In der Gartenlaube gibt es gerade Kaffee, Kuchen und später greene Klitscher.
Bei den Felsendomen setzen wir uns zum letzten Abendmahl zusammen, doch dann trennen sich unsere Wege. Mein Plattfuß hat sich nicht nochmals gemeldet, die Bremsen funktionieren, in der Wasserflasche gluckert noch etwas Flüssigkeit und einen Reserveapfel befindet sich noch im Rucksack. Der Heimweg ist fotogen, denn eine dunkle Gewitterfront kämpft gegen die goldenen Strahlen der Abendsonne.



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