Kaum ist das neue Smartphone voll geladen, packe ich meine sieben Sachen und schwinge mich aufs Rad. Ich strample zum Schloßteich, wo mich ein kleines Festival erwartet.
Insgesamt findet die Musikmeile über drei Tage statt. Ich habe mir die Bands vorab übers Internet angehört und festgestellt, dass mich nur der Freitag anspricht:
20:00 - 20:45 Final Madness
21:00 - 21:45 TwoFronts
22:00 - 22:30 Decy Remains
22:45 - 23:45 LAUDARE
Darum stecken in meinen vielen Hosentaschen viele volle Bierdosen. Das wird sich im Laufe des Abends ändern.
Und schon stehe ich bei meinem persönlichen Höhepunkt ganz vorne, wippe im Takt, gröle lautstark mit, knipse ein paar Fotos und denke sogar daran, ein Video zu machen. Die Qualtität überzeugt mich und ich habe auch schon einigermaßen die Zoomerei mit den Fingern im Griff :D
Auf Youtube habe ich noch FTP und Mayday gefunden.
Nachdem ich über das komplette Gelände geschlendert bin, suche ich mir eine Sitzgelegenheit mit gutem Blick auf das Geschehen. Und schwupps sitzen zwei Altpunker bei mir. Stößchen! Sie stossen stilecht mit Sternburg aus dem Rucksack an. Wir kommen ins Gespräch, ab und zu ein kleiner Abstecher vor die Bühne, frisches Bier. Und dann mache ich mich auf den Weg zu den Dixis. Hier werde ich positiv überrascht, denn es riecht angenehm, es gibt Seife und Papiertücher, aber das Beste ist die Innenbeleuchtung. Das habe ich ja noch nie gehabt. Klasse! Und von außen gibt es Schattenspiele für die Herumstehenden*innen.
Plötzlich ist das Programm bei unserer Bühne beendet, wir schnappen uns kurzerhand die Klappbank und schleppen sie vor die zweite Bühne. So können wir gemütlich der Musik lauschen, bis auch hier der Stecker gezogen wird. Übrigens hatte ich doch zu wenige Dosen gekauft, aber dafür gab es dann ebenfalls Sternburgbier für mich. Es hätte auch frisch gezapftes Reichenbrander gegeben, aber das hätte nicht zu meinen neuen Bekannten gepasst.
Beim großen Aufbruch trennten sich unsere Wege, denn ich fühlte mich bereit für mein Bett und wollte keine großen Taten mehr vollbringen. Gegen halb zwei war es dann endlich soweit. Gute Nacht!





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