14 März 2024

Notlandung im Baum

Die Landung habe ich leider nicht mitbekommen, aber bei einem gelangweilten Kontrollblick ist mir sofort das leuchtende Flugobjekt aufgefallen. Meine Drohne habe ich auch schon in der Vegetation versenkt, die ist aber nicht ganz so farbenfroh, schon beinahe getarnt.
Amüsiert schaue ich zu, wie sich die jungen Nachwuchspiloten um die Bergung kümmern. Steine und kleine Äste werden hochgeworfen, doch das Flugzeug hängt zu hoch. Dann wird die Rutsche über das halbe Grundstück gezerrt, doch die Entfernung ist immer noch zu groß! Verzweiflung macht sich breit. Aufgeregt springen sie hin und her, denn das Spielgerät scheint verloren.

Ich wechsle in mein Outdooroutfit und schnappe mir die alten Zeltstangen. Leichtfüssig hüpfe ich die paar Treppen nach unten. Kaum habe ich das Haus verlassen, trennt mich nur noch eine scharfe Rechtskurve von dem Unfallszenario.

Argwöhnisch werde ich beäugt, aber ich montiere schonmal eine Zeltstange. Und schon entdecke ich leuchtende Augen, denn jetzt haben sie es auch erkannt: der alte Mann bringt eine lange Stange. Aber natürlich angle ich das Flugmodell nicht selber vom Baum, denn das mache ich beim Geocachen öfters einmal. Die Kleinen stemmen die lange Stange in die Luft, doch durch die Länge biegt sie durch, bekommt Schlagseite und bewegt sich unkontrolliert im Luftraum. Und schon sind die kleinen Muskeln dem Hebelgesetz unterlegen und die Stange liegt am Boden. "Das schafft ihr schon!" muntere ich sie auf. Und nach einigen Fehlversuchen bekommt das Flugzeug einen kleinen Schups und segelt sanft vom Baum. Die Kinder sind happy und hüpfen fröhlich umher. Und schon fliegt das Modell wieder. Ich schnappe mir die Zeltstange, zerlege sie wieder, packe die Einzelteile in den Transportsack und mache mich wieder weg vom Flugplatz.

1 Kommentar:

FLOH hat gesagt…

:) der alte Mann :)