Eine kleine Runde mit dem Rad geht immer! Doch bergab habe ich das Problem, dass die hintere Bremse kaum Wirkung zeigt, obwohl ich den Bremshebel bis an die Lenkradstange ziehe. Deshalb gönne ich mir eine kleine Basteleinheit am Premiumradweg. Bremsbaken abmontieren, Bremszug lösen, alle Einzelteile durchmischen und wieder neu montieren. Und siehe da, die Bremse zieht wieder.
Während der Weiterfahrt stelle ich allerdings fest, dass es anstrengender als sonst ist. Was kann das sein? Ich komme kaum zum Überlegen, denn ich muss alle paar Meter den Wanderern mit und ohne Hund ausweichen. Ich bin mal gespannt, wann ich das erste Mal wieder einen Radfahrer auf dem Radweg begegne.
Zwischen der Burg und dem Stausee halte ich nochmals an, um dem Grund auf die Spur zu kommen. Das ist auch gar nicht so schwer, denn das Hinterrad läuft nicht perfekt rund und damit streift die Bremse bei jeder Umdrehung. Also lockere ich nochmals die Halterung und positioniere einen halben Millimeter weiter weg vom Reifen. Dann verlängere ich noch den Bremszug und der Abschlusstest beweist: Bremse bremst wenn sie bremsen soll, der Leerlauf läuft nun ungebremst.
Voller Freude geht es dann ungebremst den Haardt nach unten. Bei den Mehrfamilienhäusern erhalte ich Besuch von Knut: knapp neben mir schlägt eine ungeschmückte Nordmanntanne in den Rasen ein. Der ehemalige Besitzer zuckt nur kurz die Schultern, ist ja nichts passiert. Nichts wie weg!

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