Während ich genüsslich meinen heißen Aufwachkaffee schlürfe, lese ich die neuesten Nachrichten und schaue auch bei meinen typischen Outdooraktivitäten nach dem Rechten. Oha! Ich entdecke einen neuen Geocache direkt am Umspannwerk. Zum greifen nahe! Leider ist die Schwierigkeit mit vier von fünf möglichen Sternen ziemlich hoch und die Wahrscheinlichkeit, dass ich nicht ans Logbuch gelange, damit sehr hoch. Aber in der Homezone gilt diese Überlegung nicht, denn mit dem Rad benötige ich keine zehn Minuten. Also schwinge ich mich auf den schwarzen Sattel und ab geht es in Richtung Autobahn. Auf der Brücke stoppe ich kurz, denn hier kann ich noch einen virtuellen Munzee einsammeln. Dabei überholt mich ein Auto. Wenige Meter später überhole ich den Fahrer, der seinen PKW abgestellt hat. Aha, bestimmt ein Geocacher, sonst wäre noch ein Hund mit ausgestiegen.
Am Ziel angekommen treffe ich auf zwei weitere Geocacher, die den Koffer schon gefunden haben. Das Logbuch ist aber noch jungfräulich, denn ein Zahlenschloss verhindert das Öffnen. Nun sind wir zu viert und es stellt sich heraus, dass mich der Eigentümer im Auto überholt hat. Wir machen ein kleines Brainstorming und werfen uns Ideen und Vorschläge an den Kopf. Unser illegaler Mini-Event wird aber nicht gestört, da wir uns ja abseits der Zivilisation befinden. Endlich haben wir die richtige Idee und können nun die korrekte Kombination im Zahlenschloss eingeben. Tadaaa! Ein guter Wochenendstart.
Für mich steht fest, ich erweitere meinen kleinen Radringel um ein paar Kilometer und fahre die Wasserschänkenstraße hoch bis zur B95. Hier wähle ich nach dem Kreisverkehr den Radweg durchs Gewerbegebiet. Im Chemnitz-Center kann ich noch weitere Punkte für meine Munzeestatistik gut machen. Weiter geht es über die Autobahn an Fastfood, Tanke, Botanischer Garten und Klinikum vorbei, bis ich beim Ziel Sparkasse bin. Voller Schrecken stelle ich mit einem Blick aufs Smartphone fest, dass ich schon im roten Akkubereich bin.
Ok, dann nutze ich die Zeit für einen kleinen Einkauf, denn ich habe noch mein Geburtstagskind Jana auf meiner Route. Vor dem Haus finde ich keinen Platz, denn die Nachbarn ziehen gerade um. Und ich dachte schon, dass das Sperrmüll ist ;) Und ich habe Glück, dieses Mal bleibt die Türe nicht verschlossen! Endlich mal ein Präsentstermin, den ich mit Freude wahrnehme! Und mit der Zeit wird unser Grüppchen immer größer und die Party endet für mich kurz nach Kaffee und Kuchen. Ich bin ja immer noch ohne Licht unterwegs...
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