22 Dezember 2020

virtuelle Weinprobe

Die Pandemie wütet weiterhin und außer zu arbeiten ist beinahe alles eingeschränkt. Deshalb drohte auch unser Teamevent auszufallen. Doch plötzlich stolpern wir über eine digitale Weinprobe. Das hört sich doch super an und zumindest der Wein wird in richtigen Weinflaschen geliefert. Kein Wunder, dass die Zusage aller in windeseile zur Organisatorin eintreffen.
Die kleinen Flaschen kommen wohltemperiert aus dem Kühlschrank. Dazu gibt es noch zu jedem Wein eine spezielle Schokolade. Wir testen folgende Weine:

1. Samtrot Qualitätswein mild
2. Spätburgunder Weißherbst Qualtitätswein mild
3. Spätburgunder Rotwein Qualitätswein mild
4. Riesling (Klingelberger) Qualitätswein trocken
5. Spätburgunder Rotwein Qualitätswein trocken
Bevor wir uns die edle Tropfen sinnlos in die Birne einwerfen, erhalten wir eine kleine Grundschulung: Sichtprüfung, Schwenken des Weins verbessert den Duft im Glas, die Weinprüfmenge sollte ungefähr zwei Finger hoch sein (ich mit meinen dünnen Computerfinger habe großzügig auf drei-Finger-breit erhöht) und das besondere Highlight wird die gleichzeitige Einnahme von Schoki und Wein.
Zu unserer allgemeinen Erheiterung lernen wir den Wein hörbar zu kauen. Nach dem Startschuss hören wir deshalb bedächtiges Atmen, Schlürfen und Gurgeln. Auf dem Bildschirm ergänzt das Livebild die Geräuschkulisse. Die geplanten 90 Minuten sind kurzweilig und nach dem offiziellen Teil können wir den Videochat weiter nutzen. So können wir uns noch vieles erzählen, denn wir sind ja schon monatelang im Homeoffice. Meine Einschätzung der virtuellen Weinprobe ist eindeutig: beide Daumen nach oben!

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