23 August 2019

Teamevent in Claußnitz



Vor vielen Monaten konnte sich nicht eindeutig auf ein Thema zum Teamevent geeinigt werden. So entstand die Idee, einfach mal in der näheren Umgebung eine kleine Runde zu wandern und etwas übers Geocaching zu erfahren. Somit hatte ich eine weitere Aufgabe und ein zusätzliches Ziel. Die Wahl fällt schnell auf Claußnitz, denn hier steht die Partyscheune von Maria. Die kennen wir aus vielen Erzählungen und wir wollen uns selber ein Bild davon machen :)



Die Festlegung der Route ist nicht ganz einfach, denn es soll nicht zu weit sein. Auch ist die Gefahr von aggressiven Springflöhen und beißwütigen Zecken im Wald erheblich höher. Die Höhenunterschiede sollen moderat sein. Zu viel Sonne ist allerdings auch nicht so toll. Viele Randbedingungen, die irgendwie unter einen Hut gezaubert werden sollen. Deshalb werden einige Ideen wieder verworfen, aber am Ende steht die Planung.



Beinahe pünktlich starten wir um 14 Uhr mit der ersten Etappe: wir folgen der roten Linie und suchen die Geocaches. Kein einziger kann sich erfolgreich verstecken, sie sind alle mehr oder weniger schnell enttarnt. Eine großartige Leistung!



Gegen 16:15 Uhr stoßen noch drei Nachzügler zu uns und es geht weiter zur zweiten Etappe: Zuerst besichtigen wir die alte Öl- und Brettmühle. Leider rauscht das Wasser nicht wie wild, denn dafür reicht das Wasser der ausgetrockneten Chemnitz nicht. Doch das Mühlrad dreht sich gemächlich und wir lauschen den erläuternden Erklärungen des Müllers. Bei normalen Betrieb wird hier Strom für mehrere Häuser erzeugt. Das hätte ich nicht erwartet. Und auch noch so umweltfreundlich!



Ein Haus weiter laufen wir an einem LostPlace vorbei. Die Natur erobert sich ihre Fläche zurück, die Wände stehen noch, aber im Dach klafft ein riesiges Loch. Zu spät für eine Renovierung...



Weiter geht es mit der Museumsbahn, die wie zufällig auf uns wartet. Spätestens wenn die beiden Körbe mit Getränke kreisen, wird klar, dass das mitorganisiert wurde. So rattern wir gemütlich über die kurvigen Schienen. Bestaunen hohe Felsmassive, genießen den Blick in die unberührte Landschaft, überqueren die Chemnitz an mehreren Stellen. Am Ende des Schienenstranges machen wir kurz Halt und erfahren dabei, dass der Radweg bis hier her schon vorbereitet ist. In den nächsten Wochen erfolgt die Fertigstellung. Somit kann der Radweg durchgehend befahren werden vom Bahnhof Schweizerthal-Dietensdorf bis zur Schönherrfabrik in Chemnitz. Auf der Rückweg erklingt plötzlich eine laute Stimme und verkündet die Sage, vom bösen Taurasteinmann. Unsere Blicke suchen die Strudeltöpfe, die Bärenhöhle und den Hockstein. Spätestens an dieser Stelle kann ich mir gut vorstellen, dass der eine oder andere diesem schönen Landstrich nochmals einen Besuch abstattet.



Langsam geht es zurück zur Partyscheune, aber nicht, ohne vorher noch der Straußenfarm einen Besuch abzustatten. Wir erfahren viel neues und überraschendes, während wir respektvoll Abstand vom Zaun halten, der uns von den grßen afrikanischen Laufvögeln trennt. Im Hofladen nehmen wir noch zwei Stücke mit, wir wollen mal überprüfen, wie sich das rote Fleisch auf dem Grill macht. Ich greife mal vor: sogar ungewürzt sind alle vom Geschmack angetan und begeistert!



Der Heimweg wird unterschiedlich angegangen: ein Auto fährt vollbepackt den leichten Anstieg nach oben. Eine zweite Gruppe wählt den Bus als optimales Fortbewegungsmittel. Und die dritte Gruppe verlässt sich auf Schusters Rappen. An der Partyscheune sind aber alle wohlbehalten angekommen. Nun kann der gemütliche Teil starten!



Das Wetter ist super, die Temperatur nicht mehr so heiß wie bei der Wanderung, darum feiern wir vor der Partyscheune im Innenhof. Die Kleinen freuen sich über die Hüpfburg, die Oma nimmt uns mit und zeigt ihre Schätzchen: mächtige schottische Kühe mit riesigen Hörnern und langen Haaren, die bis zur Schnauze reichen. "Rafaelo" ist das junge Kälbchen, welches sich ängstlich hinter der Mutterkuh versteckt. Aber beim Verteilen von Leckerlis sind plötzlich alle da! Wenn es ums futtern geht....



Auf dem Grill bräunen sich Rippchen, Huhn und die Straußenfilets. Aber auch Pilze, Tomaten, Grillkäse, Mais und Paprika. Dazu selbstgebackenes Brot, Brotaufstriche, Salate, Obst und am Schluss noch Kuchen. Da darf auch ein Verdauerli nicht fehlen. Die abtrainierten Kalorien sind auf jeden Fall wieder da :D



Zur Weinbergwanderung Sep/2018

Keine Kommentare: