Es war einmal vor langer Zeit, da lebte ein gutmütiger Riese am Taurastein. Kam ein Wandersmann vorbei, zeigte er ihm den Weg. So lebte er jahrein und jahraus im Einklang mit der Natur. Doch die Menschen rückten immer näher und besiedelten bald sein nächstes Umfeld. Da wird am Sonntag Brennholz gesägt, der Bierlaster fährt rückwärts an die Kneipe mit einem immer wiederkehrenden lauten PIEP! Die Einkaufswägen klappern und abends zeigen die Möchtegernrennwagenfahrer, was in ihnen steckt: Alkohol und laute Musik. Die Fabrikschornsteine qualmen und das Wetter spielt verrückt. Das hat den Riesen mächtig gewaltig geärgert, so dass er eines Tages beschloss, seine Heimatadresse zu ändern.
Hinter dem nächsten Fluss soll es ruhig sein, genau das richtige für den genervten Taurasteinmann. Er packt also seine sieben Sachen und stellt fest, dass er nicht alle Steine für sein neues Haus auf einmal transportieren kann. Alle Taschen befüllt und einen kleinen Berg in der Hand hüpft er wiederholt über die Chemnitz, wobei ihm immer wieder ein paar Steine durch die Lappen gehen. Diese liegen noch heute in der Chemnitz im Bereich Schweizerthal.
Die neue Unterkunft war schnell erbaut und er fühlte sich wohl und geborgen bis ans Ende seines Lebens. Als Nachmieter haben sich ein paar Bären ins gemachte Nest gesetzt. Heute zeigt ein Wegweiser, wo der richtige Weg zur Bärenhöhle ist. Über der Bärenhöhle befindet sich eine wacklge Konstruktion: das ist der Hockstein, der das Dach vom Haus des Taurasteinmanns bildet.
Eine ähnliche Geschichte gibt es bei Sagenhaftes Mittelsachsen
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