Und wieder treibe ich mich auf einem Friedhof herum! Dieses Mal ist es der viktorianische Friedhof Necropolis.
Er befindet sich auf einem Hügel unweit dem Stadtzentrum. Das nächste Krankenhaus kann die verstorbenen Patienten direkt durch den Hinterausgang auf den Friedhof schieben.
Auf 15 Hektar liegen Juden neben Christen. Reiche neben noch reichere. Bekannte und weniger bekannte Namen.
Die Steinmetze haben zum Teil überraschende Kunstwerke geschaffen. Damals war das Leben noch nicht so schnell und es wurde viel Wert auf jedes Detail gelegt.
An so einem Ort darf natürlich ein Earthcache nicht fehlen, den ich mir mühsam auf englisch erarbeiten muss.
Nachdem die meisten Steine begutachtet sind, viele Fotos den Weg auf mein Smartphone gefunden haben, wollen wir den Friedhof verlassen. Hier sollte immer ein Auge auf die Öffnungszeiten geworfen werden. Sonst bleibt nur eine kleine Kletterei über den Zaun.
Wir haben aber Glück und finden noch ein offenes Tor. Jetzt aber nichts wie weg von hier!
Allerdings wäre ich sofort zurück gekehrt, wenn die Sonne durch dunkle Unwetterwolken ersetzt worden wäre und noch etwas Nebel zwischen den Grabsteinen schwebt. Aber wir haben nur Sonne, Sonne und nochmals Sonne...
Der Hügel ist zwar ein Touristenmagnet, allerdings kostet er keinen Eintritt. Die Fläche ist aber so groß, dass man sich nicht gegenseitig auf die Beine tritt.
Ein paar Daten habe ich noch zu Necropolis: mindestens 50.000 Bestattungen...3.500 Grabmäler... das unterirdische Grabgewölbe wurde niemals umgesetzt...
Heute ist die Stadt Glasgow für den Friedhof verantwortlich.
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