02 Oktober 2015

Cretan Tea Tasting

Heute wollen wir uns Weiterbilden: es geht um Tee! Das Thema liegt mir am Herzen und mal schauen, was sie zu erzählen haben. Eine handvoll Gäste sind schon anwesend, schnell setzen wir uns dazu. Am Anfang werden ein paar Basics vermittelt: frisches Wasser, kochen lassen, ziehen lassen, schmecken lassen :) Als erstes testen wir Malotira, ein Bergtee, der nur auf Kreta wächst. Man sagt dem Malotira, ähnlich wie dem Diktamo, eine gewisse Wirkung gegen Verdauungsprobleme Erkältungen und zur Stärkung des Immunsystems nach. Die Bezeichnung der Pflanze Malotira leitet sich daraus ab, dass der Tee Krankheiten (ital. "male") aus dem Körper ziehen (ital. "tirare" - ziehen) soll. Diese Wirkung wird allgemein u. a. auf den hohen Anteil an Carvacrol (ca. 34%) zurückgeführt, der als antimikrobieller Wirkstoff gilt. Traditionell wird der Tee auf Kreta zur Stärkung des Körpers und/oder zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens mit ein wenig Thymian-Honig versüßt getrunken.

Nun kommen wir zu Faskomilo Sage, also Salbeitee. Als Tee entlastet Salbei bei Husten, und ist krampflösend, entzündungshemmend, steigert auf natürlichem Wege Konzentrationsähigkeit und Gedächtnisleistung, hilft bei Stress. Seit dem Mittelalter ist bekannt dass Salbei die Sehkraft schärft und die Augen stärkt, Salbei hat außerdem eine ausgesprochen schweisshemmende Wirkung.

An als letzten Tee gibt es Diktamo, nochmals ein Kräutertee, der aus einer Oreganopflanze gewonnen wird, die wieder nur auf Kreta wächst. Der Tee ist wohltuend gegen Verdauungsprobleme und fördert die Wundheilung. Die griechischen Ärzte der Antike glaubten sogar, dass der Diktam alle Krankheiten heilen könne. Dies ist u. a. auch darauf zurückzuführen, dass die Pflanze offenbar aufgrund ihrer ätherischen Öle wie u. a. Carvacrol, Thymol und Pulegon antiseptische und spasmolytische Eigenschaften und damit eine starke antibakterielle Wirkung besitzt.

Na dann Jámas!

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