
Leichtfüssig schwinge ich mich auf meinen Drahtesel und es geht in die Nachbargemeinde. Schon von weitem realisiere ich genervte Autofahrer, die verzweifelt nach einem Parkplatz suchen. Die Polizei ist auch vor Ort und sperrt den großen Parkplatz wegen Überfüllung. Mich interessiert die Vollscheibe wenig, denn Biker haben immer Vorfahrt!

Nachdem ich mein Stahlross am Zaun vertäut habe, geht es in die Menschenmasse. Das erste bekannte Gesicht treffe ich natürlich bei Ronny mit einem Bier in der Hand. Ich wäre auch entäuscht, wenn es anders wäre... Vor der Bühne ist der Platz gut belegt, doch mich zieht es nach links zu den Bäumen, dort sitzen Jana und Steffen im Schatten. Fix lege ich den Rucksack ab und gönne mir einen Schluck gekühltes.

Stahlzeit lässt auch nicht lange auf sich warten und schon bald knallt und zischt es, das Schlagzeug hämmert und die Gitarren röhren. So muss das sein! Zum Glück kenne ich die Lieder und sehe die Band schon zum dritten Mal, ich bleibe immer am Ball :)

Als das Bettchen ruft, mache ich mich auf den Heimweg und bin nicht unglücklich, dass es wie aus Eimern schüttet. So kann ich mich wenigstens abkühlen und die Klamotten sind nach wenigen Stunden eh wieder trocken...
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