31 Juli 2014

Wacken-Wandertag

Tage vor der Fahrt nach Wacken gehen die Vorbereitungen in die Endphase: das aktuelle Kartenmaterial wird aufs Handy geladen, die Geocaches im näheren Umfeld landen auf der Speicherkarte, die Powerbank wird so lange an die Steckdose gefesselt, bis kein Elektron mehr rein passt, das Solarpanel wird abgestaubt, Batterie und Kabel gesucht und gefunden. Doch was nützen die besten Vorbereitungen, wenn ich am ersten Abend den Pin dreimal falsch eingebe? Nichts! Ich bin völlig von der Rolle, denn ohne Handy habe ich keinen Wecker, keine Orientierung, keinen Flaschenöffner, kein soziales Netz und keine Freunde... Doch zum Glück schlägt mir Ossi vor, doch einfach die Simkarte aus dem Handy zu nehmen. Einen Versuch ist das schon wert und tatsächlich geht alles: Kamera, Wecker, Routenplaner, Geocaching. Ich habe nur kein Internet und bin nicht erreichbar. Also eigentlich wie jedes Jahr.
Heute geht es also auf große Wanderung! Zuerst kämpfe ich mich über das Festivalgelände zum Ausgang, treffe mich mit anderen Geocachern beim Event. Ich halte mich dort allerdings nur kurz auf, denn ich will noch ein paar Kilometer laufen. Es geht in Richtung Nord-Ostsee-Kanal. Unterwegs bestaune ich eine riesige Stahlkonstruktion für die Eisenbahn. Auf dem Kanal schwimmt ein Frachter nach dem anderen vorbei. Die beiden Fähren queren dazwischen in bahnbrecherischer Geschwindigkeit. Ich schaue mir das alles gemütlich an, denn zu Fuß sieht man einfach am meisten. Ich wollte zwar mein Rad mitnehmen, das hat aber nicht geklappt. Dafür habe ich alle Funktionen auf dem Handy, die ich benötige und der Akku hält sogar deutlich länger als sonst :)

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