Endlich Wochenende, endlich Freizeit, endlich Freiheit! Deshalb geht es schon morgens in den kalten Fahrradkeller und die Reise beginnt: ich kämpfe mich Kilometer um Kilometer näher an mein Ziel, das sich heute in Kemtau befindet. Auf dem Weg dorthin genieße ich die Natur, lasse mir den Fahrtwind durchs Haar streicheln, doch kurz vor Burghardtsdorf geht es zum Geocaching. Das gehört zu einem perfekten Wochenende einfach dazu. Mein Handy zeichnet die Tour gnadenlos mit, die linke Karte ist der Hinweg.
Im RiZ angekommen treffe ich mich erstmal mit Dixie-Uwe, denn er hat mir die Karte versorgt. Das klappt vorzüglich, deshalb geht es erstmal an den nächsten Bierwagen. Laute Musik und kaltes Bier gehört einfach zusammen :) Wenige Minuten später stößt noch Nicole zu uns. Wir lassen uns das Radler schmecken und begutachten die Buden. An einer Wand entstehen gerade neue Graffities, auf der Bühne kämpfen die Musiker mit der Hitze... Wir sitzen gerade gemütlich auf einer Bierbank, da kommt Paul angelaufen. Das ist der Gitarrist von Burned Past. So ohne Band und Gitarre habe ich ihn gar nicht erkannt. Ich frage ihn etwas nach seiner Band aus und bin erstaunt, dass sie zweimal in der Woche proben und dann übt noch jeder für sich alleine. Nicht schlecht! Deshalb haben sie auch so viele Auftritte (im Gegensatz zu Coweiex). Etwas später kommt noch der Rest der Band dazu...
Mit Einbruch der Dunkelheit werden die Musiker deutlich älter, also bekannter :) Wir stürzen uns ins Getümmel, aber es gibt noch genügend Platz. Nach dem Headliner spielen wieder Phail, von denen ich beim letzten Mal eine CD gekauft habe. Sie hämmern ordentlich, Lichter blitzen, Nebelschwaden hüllen alles ein, bis die Musiker wie aus dem Nichts vor der Nebelwand stehen. Toll gemacht.
Doch irgendwann ist das letzte Lied gespielt und ich gehe zum Rad. In der Zwischenzeit sind meine Bekannten schon lange daheim, ich beweise Durchhaltewille. Den habe ich auch nötig, denn am Rad angekommen fängt es mit Regen an. Ich werfe meinen Müllsack über und radle Kilometer um Kilometer nach Hause. In Chemnitz lässt der Regen langsam nach und beschwingt fahre ich die letzten 10km. Irgendwann zwischen 3 und 4 Uhr treffe ich auch tatsächlich daheim an und falle fröhlich ins Bett...
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