Einen ersten Überblick zeigt die Karte über 17km Fußmarsch. Beim Start der Runde ist mir nur bekannt, dass es ungefähr 15km werden und grob ein paar Eckpunkte. Ich parke also mein Auto auf dem vorgeschlagenen Parkplatz ab und begebe mich zum Startpunkt. Dieser befindet sich bei einem Bogen der Eisenbahnbrücke. Wegen Kaufland ist hier die Hölle los, alle Verkehrsteilnehmer wuseln und fahren kreuz und quer. Aber das ändert sich für mich schnell, denn ich laufe einen Feldweg parallel der Eisenbahn. Die ersten beiden Aufgaben löse ich problemlos. Nun soll ich einen Skihang in Mohsdorf finden, dort Pause machen und Personen zählen. Ok. Kein Schnee, kein Hang, "C" bleibt leer. Ich schaue mir die Berechnung der Finalkoordinaten an und stelle erleichtert fest, dass sich "C" nicht großartig auswirken wird. Ich kann also einfach zwei Koordinaten berechnen, einmal mit "C=0" und "C=9". Auf der Geraden zwischen beiden Punkten sollte irgendwo der Cache liegen.
Ich stapfe also fröhlich weiter, es geht durch den Wald, über die Chemnitz, am verfallenen Gasthof Chemnitztal vorbei. Nun geht es zur Staumauer, ich lasse die Holzhütte links liegen, kämpfe mich bis zum Waldrand und schwenke in Richtung Steinbruch. Dort mache ich ein paar hübsche Fotos und wieder stehe ich so nah am Abgrund. Als ich weiterlaufe, entdecke ich die Verbotsschilder... Pech gehabt, ich bin von der falschen Seite gekommen und habe mir schon ein Bild vom großen Loch gemacht. Weiter geht es leicht bergab bei den Straußen vorbei und auf der anderen Seite der Hauptstraße wieder in den Wald.
Einige Zeit später komme ich zur dritten und letzten Rastmöglichkeit, bevor es zum Cache geht. 2/3 des Weges habe ich hinter mir. An dieser Stelle finde ich zwei Bänke vor und einen Tisch, auf dem einige sehenswerte Gebäude durch einen Pfeil erläutert werden. Am Horizont ist der Taurasteinturm zu erkennen und die Anweisung lautet nun, einfach immer in diese Richtung laufen. Ich komme an einem stinkenden Kuhstall vorbei, rutsche auf matschigen Passagen etwas, aber zumindest kann ich mich heute immer auf den Beinen halten. Nachdem ich wieder in Burgstädt angekommen bin, habe ich die letzte Aufgabe erfüllt und es geht ans Berechnen der Zielkoordinaten. Schnell stelle ich fest, dass mein fehlender Wert wirklich nicht stört und mache mich auf die durchgeschwitzten Socken. Und tatsächlich entdecke ich ein großes Vogelhäuschen, eine große und trockene Dose, Logbuch, ein paar Kleinigkeiten und ein Stempel. Ich muss mich noch etwas belesen, wie die Letterbox eigentlich gedacht ist :)
Zur Belohnung spendiere ich mir einen Glühwein und bleibe deshalb eine halbe Stunde sitzen. Kaum will ich weiterlaufen, schmerzen alle Gelenke und ich hinke von dannen. Nach einigen Metern kann ich wenigstens ohne das störende Gehumpel laufen. Ein tolle Runde, aber die Länge und Höhenmeter machen sie etwas anspruchsvoller als die meisten, die ich bis jetzt gemacht habe.
Geocache #680: Cacher Wandertag
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