23 Juni 2013

Holunderträume


Um den süßen Holundersaft zu genießen, reicht es nicht aus, das Getränk nur zu trinken, sondern man muss vorher ordentlich dafür schwitzen! Deshalb schnalle ich die bunte Klappbox auf den Gepäckträger und los geht die Fahrt. Einige hundert Meter weiter lachen mich schon die ersten Blüten an und ich schneide mir die Besten davon ab. Ich bin beinahe zu spät für die Ernte, denn die ersten Blüten fallen schon durch ein wenig Wind oder Erschütterung ab. Jetzt geht alles sehr schnell! Als mein Behälter zur Hälfte gefüllt ist, geht es wieder zurück in die Wohnung, um die Blüten von den Ästen zu trennen.

Auf dem Herd habe ich einen Topf mit Wasser angesetzt und die Platte auf Vollgas geschalten (1). Das spezielle Wasser hat kein Fett, keine Kohlenhydrate und ist glutenfrei, ein wunderbarer Grundstoff! Nachdem die ersten Luftblasen aufsteigen, ändert sich das aber schlagartig, denn ich schütte die doppelte Menge Zucker ins kochende Nass (2). Kräftig mit dem Holzlöffel umrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit dem großen Kochmesser schneide ich mir die gewaschenen Zitronen in Scheiben und pickse zusätzlich ins Fruchtfleisch, damit der Zitronensaft gut entweichen kann (3). Als letztes schütte ich Unmengen an Holunderblüten ins Gefäß und rühre vorsichtig um (4). Die gesamte Wohnung riecht seither nach Holunder. Wunderbar!

Das ganze lasse ich nun ein paar Tage ziehen...

Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal den Holunder gesammelt und insgesamt 7 Liter Getränke erzeugt: Sirup und Likör. Hoffentlich schmeckt es dieses Jahr wieder so lecker, ich freu mich schon ;-)

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