Nachdem auf meinem Balkon Wetter wie zu besten Wackenzeiten herrscht (kalt, es regnet, nur der Schlamm fehlt), habe ich mich kurzerhand durchgerungen, mein Probezelten im Wohnzimmer durchzuführen. Das Zelt war schnell in der hintersten Ecke des Schrankes gefunden und tatsächlich schien es komplett zu sein. Also schnappte ich die Stangen, Heringe, Schnüre und Stofffetzen und breitete erstmal alles auf dem Fußboden aus.
Schnell stand fest, das funktioniert nur, wenn auch der nötige Platz vorhanden ist. Also die Hälfte der Utensilien wieder in den Sack gesteckt und nur das Zelt und die Stangen ausgepackt. Jetzt steckte ich die Einzelteilstücke der Stange zusammen und hatte das nächste Problem: wie soll diese lange Stange jetzt in die dafür vorgesehenen Zeltlaschen? Geht nicht? Genau... Also alles wieder demontiert und jedes Stück gefühlvoll in die Haltetasche eingefädelt. Anschließend das nächste Stück aufgesteckt, nachgeschoben und Arbeitsgang von vorne. Im Geiste schwirrte mir gleich eine Formel durchs Oberstübchen for i = 1 to x, da merkte ich, dass ich entweder immer noch oder schon wieder urlaubsreif bin. Na egal. Nachdem beide Zeltstangen an der richtigen Stelle montiert waren, ging es ans Aufstellen. Bei wenig Platz geht das gar nicht so gut von der Hand. Nach mehrmaligen vergeblichen Versuchen stand das Innenzelt! Prima! Jetzt noch fix die Aussenhaut drübergeworfen und an den Ringen fixiert. Das Vorzelt erhält auch noch eine Stange.
Fertig!
Sieht ganz gut aus! Jetzt erstmal ein gekühltes Bier geöffnet, wer weiß, wann es wieder mal KALTES Bier zu trinken gibt. Nach Probesitzen und -trinken stellte ich doch das eine oder andere Sandkorn fest. Was liegt aber näher, als einfach den vorhandenen Staubsauger zu nutzen? Auf kleinster Stufe wurden die Drecksteile schnell aus dem Blickfeld entfernt und beim Teppichsaugen höre ich auch öfters so ein Sandkorngeklapper. Alles kein Problem!
Nachdem nun nebenher ein paar Fotos geschossen wurden, die natürlich in der Diashow zu bestaunen sind, habe ich noch folgende weltbewegende Erkenntnisse erlangt:
- steht das Zelt im Zimmer, regnet es nicht rein
- die Heringe können nur schwer in den Boden getrieben werden
- eine Hantel kann auch das Vorzelt halten
- die Lärmbelastung ist drinnen so hoch wie draussen
- Zeltbauen ist anstrengend
- das verdiente Bier schmeckt besonders gut
So, das wars erstmal von mir, beim nächsten Mal zeige ich euch, wie man einen Schlafsack strickt ;-)
2 Kommentare:
na ich denk mal du hast auch die heringe mit fortgesaugt !
und wirst in Wacken kein auch keine Aussenhaut mithaben ;)
...*lach*...
Und nun probioerst du das ganze noch mal ohne Licht. Wir dürfen erst 00:00 Uhr auf den Wackenplatz und müssen die Zelte im Dunklen aufbauen...wie war das mit den Heringen?
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