Posts für Suchanfrage grill werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage grill werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen

20 Juni 2026

Nachmittag / Abend

Jetzt habe ich mich in einem kühlen Balkon auf dem Kassberg einquartiert.

Top 1

Da wir uns schon einige Zeit nicht gesehen haben, gibt es viel zu bequatschen. Nach zwei Stunden fühlen wir uns angenehm informiert und wir gehen zum nächsten Tagesordnungspunkt.

Top 2

Bevor sich aus dem kleinen Hunger ein Bärenhunger entwickeln kann, wird der Grill angeworfen und der heimische Garten für Salat und Snack geplündert. Auf dem Tisch landen sehr leckere Speisen, doch mein Handy war nicht griffbereit. Es hat auch ohne Foto super geschmeckt.

Top 3

  • Material Holz
  • Schwierigkeit leicht
  • Kosten 3,60€
  • Transport 0,00€
Verschmitzt greife ich nochmals zum Rucksack und packe ein neues Spiel aus. Für Kinder ab drei Jahre. Wir fühlen uns motiviert, dass wir das auch meistern werden. Doch zuerst muss noch eine KI gefragt werden, wie das Spiel funktioniert. Doch dann läuft es wunderbar. Am Ende haben wir alle ausgewogen gewonnen, keiner fühlt sich als Verlierer.

30 Mai 2026

160 Jahre Berufsfeuerwehr Chemnitz

Tag der offenen Türe bei der Feuerwehr? Da muss ich hin. Nur gut, dass der Routenplaner die Adresse Wilhelm-Weber-Str. 15 problemlos lokalisiert und mir sofort eine schicke Radelroute ausspuckt.
Vor dem Gebäude stehen einige rote Autos, am Zaun baumeln bunte Luftballone und im Hintergrund steigt blauer Qualm auf. Brennt es etwa? Ja, aber kontrolliert im Grill :D Das Gebäude sieht von außen eher langweilig aus, ein Nutzbau eben.
Dafür kann ich in jede Räumlichkeit einen Blick werfen: Umkleidekabine, Duschen, Küche, Aufenthaltsräume, Speisesaal, Fortbildungsräume, Terasse, Billardraum und Schulungsräume. In Glasvitrinen ist historische Technik ausgestellt. Was ich nicht gefunden habe, ist das Loch mit der Stange zum Runterrutschen und der Getränkeautomat mit den gekühlten Getränken.
Für Sporttreibende gibt es die Möglichkeit, einen Einstellungstest zu absolvieren. Gerade ist ein sportlicher Junge dabei, 25 Sit-Ups zu machen. Er ist etwas außer Atem, aber er hätte auch noch ein paar weitere machen können. Volle Punktzahl! Nun versucht es sein Kumpel. Von der Statur her gleicht er eher meinem Profil und tatsächlich ist ihm sein Bauch im Weg. Das hat er wohl nicht kommen sehen und es wird wohl nichts mit einer Kariere bei der Feuerwehr.

19 April 2026

Event in Burgstädt

Gestern ist mir das Event erst auf der Karte aufgefallen. Und der Wetterbericht warnt vor Unwetter. Was tun? Da aktuell die Sonne scheint, fahre ich mit dem Rad die zwölf Kilometer. Vor Ort treffe ich auf viele Geocacher. Die meisten kennen sich und stehen in Gruppen zusammen. Dazu gibt es Warmes vom Grill, oder Süßes aus der Backstube. Sieht super aus und hinterher lese ich viele lobende Logeinträge.
Ich bin neugierig auf die Versteckideen, denn so langsam sollte ich auch mal einen Cache verstecken.
Dann trifft mich der erste Wassertropfen und ich überschlage kurz: unter dem Pavilon wird es eng werden! Darum entschließe ich mich für meinen Rückzug.

Danke für das Event und schade, dass das Wetter nicht ganz mitgespielt hat.

08 April 2026

FI-Schalter

Der Grill hat fünfhundert Kilometer Fahrt hinter sich. Nun soll er endlich wieder einmal zum Einsatz kommen. Stecker in die Steckdose und los geht es: zuerst passiert recht wenig, deshalb drehe ich auf Maximum. Weißer Rauch steigt auf, es stinkt etwas, wer weiß, was da rumkokelt.
Plötzlich ein dumpfes Klicken und ich ahne schon, dass die Herkunft im Schaltschrank zu suchen ist. Und tatsächlich: die FI-Schalter ist auf AUS. Na toll. Ich nehme den Grill vom nicht vorhandenen Strom und schalte den Hauptschalter wieder scharf. Da nun alles wieder funktioniert, bin ich etwas beruhigt. Der Grill wandert auf den Elektroschrott und die Würstchen drehen sich in meiner Mikrowelle mit Grilleinheit. Darauf ist wenigstens Verlass!

01 März 2026

Kemtauer Wald

Der Hybrid bekommt etwas Auslauf und ich zähle die Blitzer. Insgesamt habe ich mit Sicherheit fünf gesehen, es könnten aber auch mehr gewesen sein. Das werde ich schon mitbekommen, wenn ich Post erhalte. Aber zumindest kann ich die Fahrt gut meistern und stelle mein Auto in Dittersdorf ab. Weiter geht es zu Fuß hoch zum Taubenstein (489m). Der Grillplatz ist leer, am Ende meiner Runde ist er aber besetzt, es hämmert der Beat und es brutzeln die Roster auf dem Grill.
Die Luft ist sauber, die Sonne strahlt und die Stille ist begeisternd! Ich stapfe von Hochsitz zu Hochsitz und wundere mich nicht, dass ich kein Wild zu sehen bekomme. Aber ich schleppe die Angel mit und werde auch fündig. Coole Sache! Und falls ich mal menschliche Nähe suche, dann nehme ich einfach meine Angel mit. Wirkt Wunder! Besser wie ein Hundchen.
Unterwegs überrascht mich plötzlich ein kleines Hüngerchen. Da kommt die bequeme Sitzecke aus Holz goldrichtig! Schnell lege ich alles ab und stelle Bemmbix und Wasserflasche dekorativ auf den Tisch. Wenn ich jetzt noch mein Sitzkissen dabei gehabt hätte, aber es kann halt nicht alles spitze sein.

17 Februar 2026

Hokaido-Mozzarella-Pizza

Die letzte Pizza aus der Pizzeria ist noch nicht lange her, also lohnt es sich, eine Selbstkreation in den Grill zu werfen. Und das Vergleichsurteil ist positiv! Die Kürbisstücke dürfen beim nächsten Mal gerne etwas dicker sein, aber in Kombination mit dem Käse und allerlei Gewürzen ist das Resultat köstlich.

07 Januar 2026

Angeln ohne Angelschein

Das Warten hat ein Ende! Endlich wurde mir meine neue Angel aus China zugestellt. Ich bin begeistert! Am liebsten würde ich alles stehen und liegen lassen und sofort losstürzen. Einen Angelschein benötige ich selbst in Deutschland nicht, denn ich gehe als Geocacher angeln: meine Fische sind Plastikpetlinge hoch oben in den Bäumen.
Doch zuerst kontrolliere ich das neue Tool: mein geschultes Auge entdeckt sofort, dass die Rohrendabdeckung nicht mehr Original ist! Da hat wohl der Zoll neugierig mein Paket geöffnet. Im Inneren entdecke ich dann auch ein paar rote Kleinteile, die einmal ein Verschluss vom Plastikröhrchen waren. Eigentlich unnötig, denn das kleine Rohr ist durchsichtig und schützt eine Ersatzangelspitze.
  • Material Carbonfaser
  • Länge 13m
  • Kosten 39,36€
  • Transport 0,00€
Die Angelverpackung sieht hochwertig aus und es gibt sogar einen Warnhinweis. Mal sehen, ob ich eine Übersetzungs-App finde, die mir das translatet. Die einzelnen Rohre wirken stabil und die Stange lässt sich mühelos ein- und ausfahren. Insane! Das Gesamtgewicht ist überschaubar. Zur Not kann ich mir das Teil einfach umhängen oder an mein Rad montieren.
Was wäre eine Angel ohne Haken? Unvollständig. Deshalb krame ich in einigen Schubladen, bis mir ein Halter für den Grill auffällt. Das ist goldrichtig und der Grill ist schon lange entsorgt. Dann entdecke ich einen Rundstahl, der eigentlich zu einem Werkzeuggriff gehört, der mit verschiedenen Aufsätzen bestückt werden kann. Für meinen Einsatzfall ebenfalls gut geeignet. Fertig montiert stecke ich den Haken in den passenden Rohrdurchmesser und fahre die Angel aus. Sieht alles gut aus, jetzt fehlt nur noch der Praxistest am Baum.

13 September 2025

Grillerei

Einige Wochen gingen ins Land, ohne dass mich mein Weg nach Mühlau führte. Dass die Jugend immer so viel arbeiten muss! Aber heute wird der Grill angeworfen :) Der Hausherr lässt sich anfangs nicht blicken, so mache ich es mir auf einem Sofa auf der Terasse gemütlich. Und plötzlich kommt ein größeres Hundchen um die Ecke geschlurft, entdeckt mich und kommt direkt zu mir. Darf ich vorstellen: Rosi. Und nein, sie hat kein Telefon. Nach kurzer Zeit biegen auch die Besitzer vom Hundchen um die Ecke und zuletzt Uwe.
Jetzt kann es losgehen! Die Kohle wird angekokelt, die Grillsachen ausgepackt und gestapelt und Salate und Vorspeisen wandern direkt auf den Tisch. Bei gemütlichem Smalltalk vergeht die Zeit schnell, zwischendurch gibt es schonmal ein Leckerli für Rosi und die Hundespielsachen fliegen mehrfach über die Rasenfläche. Für Rosi könnte so der gesamte Abend weiterlaufen! Doch dann ist nur noch eine gefräsige Stille zu hören, während Grillkäse, Tomaten, Steaks, Nudelsalat, Roster, Kartoffelsalat und Ćevapčići verzehrt werden. Die Augen waren größer als der Hunger, deshalb bleiben die Rippchen unangetastet. Da hat der Hausherr schon das Essen für den Sonntag fertig.

Und schon lehnen wir uns gesättigt zurück und diskutieren über Gott und die Welt. Zu gegebener Zeit muss das Hundchen ins Hundekörbchen und wir verschwinden in die Garage. Ein Bier später wird es auch für mich Zeit, mich auf den Heimweg zu machen. Die Beleuchtung ist ausreichend, aber bei Vollmond wäre die Sicht etwas weiter. Egal, auf dem Radweg bin ich alleine unterwegs und habe sogar meine leuchtende Mütze auf.

22 Juli 2025

Vergnügungspark

Viele Fahrgeschäfte buhlen um die Fahrgäste: lauter, schneller und höher! Hier wird der Geldbeutel schnell leichter.
Dazu noch deftiges vom Grill, kühlendes Eis oder labende Getränke. Süßes in vielen Varianten und Farben.
Sportlich wird es beim Boxauto, Schießen auf Luftballone, Werfen in Eimer, Hau den Lukas, Boxen und mehr.

21 Juni 2025

Naherholung am Pleißenbach

Auf der Suche nach dem Premiumradweg stolpere ich in eine grüne Stube: Sitzecke, Tisch, Grill und reichlich Bäume am Ufer zum Pleißenbach. Wer hier haust kann ich nicht sagen, aber von Spielzeug bis Bierkronen liegt alles mögliche herum.

Heavy24 bei Tag

Das 24h-MTB-Rennen um den Stausee und durch den Rabensteiner Wald startet pünktlich um 12 Uhr. Es sind ein paar Zuschauer mehr da, im Vergleich zum Vortag. Und die Sonne brennt erbarmungslos!
Auf der Strecke sind auch wieder das Tandem und die FatBikes unterwegs. Und scheinbar wechseln sie kaum, denn sie fahren tapfer Runde um Runde. Eine Runde ist zwar nur 10km lang, aber wenn man das fünfzig Mal wiederholt, kommt trotzdem eine beachtliche Strecke zusammen. Je größer die Anzahl im Team ist, desto entspannter wird es.
Und dann entdecke ich auch noch bekannte Gesichter, das habe ich ja gar nicht erwartet! Und sogar einen Radler :) Leider habe ich kein Foto vom Rennen, aber das Outfit und die Startplakette war schon überzeugend genug.
Beim Grill bildet sich keine Schlange, eher am Eisstand und bei der Getränkeausgabe. Und natürlich bei allem rund ums MTB. Das Kids-Race kann ich leider nicht besuchen, da mich ein Folgetermin weitertreibt.

21 Mai 2025

Noch nicht alle Latten am Zaun

Vierundzwanzig Meter Gartenzaun warten auf den letzten Nagel. Dieser wird publikumswirksam ins frische Gehölz geschlagen, ein kurzer Spruch dazu, ein Schluck aus dem Glas und ab damit auf den Boden. Mit lautem Knall fliegen tausend kleine Glassplitter durch die Luft. Jetzt kann nichts mehr passieren, das Richtfest ist erfolgreich nach Protokoll erledigt.
Nach der anstrengenden Arbeit kommt die Belohnung: heiße Sachen vom Grill und kühles Nass aus der Flasche. Das reicht aus für einen schönen Abend. Zeitweise fühlt sich der Kugelgrill wie eine Nebelmaschine, die Nachbarschaft ist das gewohnt.

07 Dezember 2024

Event und Glühwein

Normalerweise hätte ich nachmittags den Hartmannsdorfer Weihnachtsmarkt unsicher gemacht! Doch da es unaufhörlich regnet, sinkt die Motivation fürs Rad fahren ins bodenlose und ich verplempere meine Zeit lieber am Rechner. Dafür spare ich einige Euros... Doch abends bietet sich der Röhrsdorfer Weihnachtsmarkt an, denn die Regentropfen fallen selten und Grill- und Glühweinbuden sollen nicht umsonst aufgebaut worden sein. Also rein in die Leuchtjacke und in die Dorfmitte gewandert.
Zeitgleich findet noch ein Event für die Geocacher statt. Angemeldet sind viele, doch das Wetter scheint einige vom Erscheinen abzuhalten. So haben wir aber angenehm viel Platz im eigenen Pavilion. Nach dem Begrüßungshandshake (oldschool) schreibe ich mich ins Logbuch ein und erhalte im Gegenzug einen Verzehrgutschein. Damit habe ich ja gar nicht gerechnet und somit fällt der gute Vorsatz, heute mal einen Tag ohne Glühwein auszustehen, ins Wasser. Aber von der Showbühne erklingt Livemusik, die Kleinsten hüpfen fröhlich hin und her und die Älteren gruppieren sich um die Heizpilze, so kann man es aushalten!
Ich darf sogar in die große weiße Kiste greifen und mir ein Wichtelgeschenk ertasten. Ich bin mit meiner Wahl sehr zufrieden und muss dann so langsam meinen ersten Geocache verstecken. Petling, Logbuch und Stift sind nun in meinem Repertoire.

Anschließend folgt der Erfahrungsaustausch, der auch für mich hilfreich ist, denn ich habe nun einen kleinen Tipp für einen Cache erhalten. Dazu morgen mehr...

29 November 2024

Lichterbogen hochklappen

Eigentlich wird vor den erwartungsvollen Blicken nichts mehr geklappt, sondern der Lichterbogen steht schon fest montiert auf der Garage. Aber am Lichtschalter kann noch zwischen ein- und ausgeschalten gewechselt werden. Passend zur klassischen Musik! Nach dem Höhepunkt ist vor dem Höhepunkt, deshalb geht es nahtlos weiter mit Wurst vom Grill und Bier aus der Flasche.

28 September 2024

Kleines Oktoberfest

Das Wetter hat einiges zu bieten: Regen, Wind und Sonne. Ich wähle geschickt ein Zeitfenster, um bei Sonne mit dem Rad zu starten und auf halber Strecke ein paar Regentropfen zur Kühlung einzufangen. Am Ziel wartet aber eh ein Grill und ein alter Kachelofen, deshalb ist das Wetter nicht so wichtig. Nur der kräftige Gegenwind macht das Vorwärtskommen schwer. Doch dann bin ich am Ziel angekommen und die Strapazen sind schnell vergessen.
Auf dem Grillrost liegen ein paar Hühnerbeine, italienische WÜrste mit Fenchel, Grillkäse und Knoblauchbrot. In der Alufolie wieder meine Tomate-Feta-Olivenöl-Dill Mischung. Der Hunger hat keine Chance! Zum Essen wird Bier gereicht, danach wechseln wir auf den ersten Bratapfel-Punch. Klasse! Der Kachelofen heizt ordentlich ein, so sitze ich schnell nur noch im T-Shirt, während die nassen Klamotten trocknen. Nachdem wir uns wieder bewegen können, weihen wir die neue Klett-Dartscheibe ein. Faszinierend, dass die Bälle auch kleben bleiben, wenn sie mit einem Winkel auftreffen. Eigentlich fallen die Bälle nur auf den Boden, wenn die Scheibe nicht getroffen wurde.
Um der Umwelt was Gutes zu tun, verzichten wir auf Zettel und Stift. Wir wollen uns den Punktestand merken, aber das funktioniert nur halbherzig. Bis tausend Punkte erworfen sind, dauert aber nicht lange und als Siegesprämie gibt es Haselnuss aus der Flasche. Prost!

22 September 2024

Sonntagsausflug nach Grimma

Mein letzter Besuch ist schon viele Jahre her. Damals haben wir nach dem Hochwasser gespielt. Das einzige, was ich von damals noch weiß, ist die Liedauswahl. Unter anderem spielten wir das knallrote Gummiboot. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen... Heute ist von Hochwasser keine Spur, also kann ich mir Stadt und Umland in aller Ruhe anschauen.
Vom Parkplatz gehe ich durch die Hochwasserschutzwand. Vorbei am Steinbaum entlang am Terrassenufer der Mulde. Und schon überquere ich die Pöppelmannbrücke um ans andere Ufer zu gelangen. Hier folge ich einem Naturlehrpfad. Von hier sind Amtsgericht, Altes Seminar, Gymnasium St. Augustin und die Klosterkirche St. Augustin gut zu sehen.
Kurz vor der Hängebrücke schlage ich mich nach links und wandere den Hügel hoch. Natürlich sind ein paar Geocaches mein Ziel. Der Biergarten ist leider geschlossen, aber vielleicht ist das auch gut so.
Leichten Schrittes überquere ich die Straße und gelange in den Schlangengrund. Beinahe stolpere ich über eine Blindschleiche, die ja gar nicht zu den Schlangen zählt. Aber egal. Soll sie sich weiter sonnen. Der letzte Cache befindet sich in der Nähe einer Quelle. Da heute das Frühstück ausgefallen ist (wer denkt abends schon an den kleinen Hunger von morgen) und meine Trinkflasche leer ist, beschliesse ich, das Quellwasser zu trinken! Kein Wasserfilter oder chemische Keule. Einfach nur das kalte und köstliche Wasser trinken. Mal sehen, ob mir das bekommt. Aber da kein Hinweis auf kein Trinkwasser zu lesen ist, gehe ich mal davon aus, dass alles fein ist.
Ein paar Wanderminuten später werde ich erneut auf die Probe gestellt: ich bewundere ein paar Jaks. Die kann ich mir gut auf dem Grill von Uwe vorstellen! Es sammelt sich Speichel im Mundwinkel. Nichts wie weiter!
Weiter geht es auf der Rodelbahn. Da entdecke ich einen Abzweig nach Links. Da ich mich nicht entscheiden kann, hilft ein Blick auf die Karte. Wunderbar, links geht es zu einem Aussichtspunkt! Schnell erreiche ich mein neues Zwischenziel. Das Geländer ist voll Liebesschlösser, zwei steinerne Sitzgelegenheiten und ein guter Ausblick auf die Mulde. Ich lege die Textilien ab um sie in der Sonne zu trocknen. Und schon kommen die ersten Wanderer. War ja klar! Aber das ist mir Hupe, ich lade erstmal mein Smartphone.
Von der Hängebrücke habe ich eine gute Sicht auf Schloss Gattersburg. Die Hausherren damals waren schlau und bauten ihr Domizil hoch oben über der Mulde. Da bleibt auch bei Hochwasser der Keller trocken. Weiter geht es zum Markplatz. Hier will ich was futtern, doch alles, was mich anmacht hat geschlossen und die geöffneten Läden gefallen mir nicht.
So setze ich mich eben für ein paar Minuten vor das Rathaus. Ein Webcamcache ist sehr selten! Und Grimma bietet gleich zwei Stück! Ein paar Minuten später habe ich mein Logbild zum Log angefügt. Die zweite Webcam zeigt den Pegelstand der Mulde. Dazu geht es zum Startpunkt zurück. Ich begutachte den Wasserstand. Eigentlich ist er in Ordnung. Doch die Meßlatte befindet sich nicht an Ufernähe, sondern an einem Brückenpfeiler. Der Weg dahin ist auf jeden Fall nass und der Boden ist nicht überall zu sehen. Das vertage ich lieber...

Pegelcam Grimma Pegelcam Grimma

Hungrig aber zufrieden setze ich mich in den Schatten und lasse noch einmal das Wochenende Revue passieren: tolles Wetter, super Veranstaltung, Übernachtung verbesserungsfähig, früh aufstehen kann auch gut sein und ein gelungener Besuch von Grimma. Was will ich mehr! Ach ja, zahlreiche Anrufe und Nachrichten sind ebenfalls bei mir angekommen. Dafür ein dickes Dankeschön!
Der Heimweg ist entspannt, bis auf die eine Situation, in der ich im Rückspiegel beobachte, wie ein Kleinfahrzeug mit doppelter Geschwindigkeit, beinahe auf mich auffährt. In letzter Sekunde noch den Elchtest gemacht, aber zum Glück nichts passiert. Das sind die Momente, wo ich mich auf autonom fahrende Autos freue.

21 September 2024

Highland-Games

Letztes Jahr habe ich unheimlich viel Zeit am Einlass verbracht, das passiert mir dieses Jahr nicht noch einmal! Darum fahre ich erst um elf Uhr los in Richtung Trebsen. Die große Wiese direkt an der Mulde, die normalerweise als Parkplatz dient, will ich nicht ansteuern. Es könnte ein Hochwasser vorbei schwebbern und dann kostet es auch noch Geld. Da kommt der Schwabe durch und ich habe daheim schon die Umgebung mit Hilfe Streetview durchsucht. Und ich bin fündig geworden. Beim Friedhof abbiegen, den Kindergarten links liegen lassen und hinterfahren bis zu den Teichen. Es steht zwar schon ein Wohnmobil, aber das stört mich nicht.
Sieben Menschen teilen sich vier Kassen. Das ist ein guter Start und wenige Augenblicke später durchquere ich den Park. Da ich schon mehrmals das Spektakel besucht habe, laufe ich zielstrebig zur Sportarena. Hier werden Steine geworfen, Bierfässer gerollt, Baumstämme getragen, Heusäcke über Stangen geworfen und Fußbälle aus Stein mit 110kg Gewicht geschleppt. Es kann so einfach sein! Die meisten Kämpfenden tragen Röcke, doch es sind auch ein paar starke Mädels darunter. Seitdem das Geschlecht beliebig gewechselt werden kann, fühlen sie sich bestimmt als Hochstapler*Innen.
Nachdem ich mich sportlich satt gesehen habe, mache ich mich auf eine Runde entlang der Buden. Hier gibt es Rosterbräterei, Zuckerwattestand, Schmied mit offenem Feuer und harten Hammerschlägen, Bierbude, Haggis und mehr, Whiskyverkostung, Eselreiten, Geschirr aus Holz, glitzender Schmuck für Hand, Hals und Ohr, WC, noch ein Bierstand, ein Fischwagen, Eis in vielen Farben, Falkner mit Raubvögel, schottische Hochlandrinder zum Begaffen, eine Hundeschulewerbeshow, Kinderkarussel und eine Hanfbäckerei.
Musikalisch wird einiges geboten: die schottischen Pipe-Bands, Folk-Rock auf der großen Bühne, Irischer Stepptanz, schottische Tänze und für die kleineren Musikmachenden gibt es noch die kleine Bühne. Dazu vermengt sich noch die Musik der Fahrgeschäfte und die Kommentierung der Wettkämpfe. Auch Hundegebell und Kindergebrülle ist ein fester Bestandteil der Geräuschkulisse.
Es gibt extra ein Zelt für Interessierte, die mal Dudelsack spielen wollen. Ein erkennbares Lied ist aber zu viel verlangt, die meisten sind froh, wenn irgendein Ton das Instrument verlässt. Oder sie posen für Insta und ähnliches. Der Schein ist soooo wichtig! Im Nachbarzelt werden die Instrumente warmgespielt. Mit einem einfachen Stimmgerät wird jede Pfeife überprüft und gegebenenfalls die Tonhöhe korrigiert. Die Kapelle will ihre Lieder perfekt darbieten. Und schon sammeln sie sich vor der Arena, ein kurzes Gebrüll vom Chef und schon setzt sich der Pulk im Gleichschritt in Bewegung. Neugierig beäugt von vielen Zuschauern. Den Schiedsrichter entgeht keine Kleinigkeit: ein schiefer Kragen, Dreck am Schuh, ein falscher Ton, ein Trommelschlag an der falschen Stelle, alles führt zu Punktabzug!
Ich bin froh, dass ich meine 360°-Kamera dabei habe. Denn ich befestige sie an einer Teleskopstange und habe damit einen erhöhten Blick aufs Geschehen. Das Fußvolk kloppt sich um die besten Bilder und Videos, die in den seltensten Fällen nochmals angesehen werden. Vielleicht gönne ich mir mal eine neue Kamera mit höherer Auflösung. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Um dem Trubel etwas zu entfliehen, schaue ich ein paar Minuten über die Schlossmauer auf die Mulde und ein paar Kühe, die sich gemütlich schmatzend auf der Wiese aufhalten. Ich fühle mich beinahe wie Zuhause mit Blick auf meine Wiese.
Im Innenhof gibt es Kaffee und Kuchen, eine Band auf der Bühne und ein paar tanzende Paare. Im Schatten des Schlosses sind Biertischgarnituren aufgestellt. Auch hier wird stetig in sich rein gefuttert. Eigentlich sind die meisten nur zum fressen und saufen gekommen, wie ein Mittelaltermensch dazu sagen würde. Von der kleinen Bühne höre ich Soundfragmente, erkenne aber die Lieder nicht. Dazu hängt der Duft der Garküchen und Grillstände in der Luft.
Gegen Abend sind die Wettkämpfe beendet. Die Kapellen sammeln sich. Das Publikum bildet eine Rettungsgasse bis vor zur Hauptbühne. Und schon geht es los: Alle Kapellen spielen ein gemeinsames Lied. Für mich nicht ungewohnt, denn bei den Schalmeien verlief das ähnlich. Auch hier waren die Trommler und Pauker am Ende des Zuges. Problem: an der Spitze der Musikkarawane sind sie kaum zu hören. So findet jeder seinen eigenen Rhythmus ;)
Auf der Bühne werden die Sieger der einzelnen Wettkämpfe aufgerufen. Und am Ende erklingt nochmals ein Monsterkonzert mit allen Musikerinnen und Musiker. Bombastisch! Der offizielle Teil ist somit beinahe beendet, es folgt noch Folk-Rock auf der Bühne. Die Bierstände haben natürlich geöffnet, auf dem Grill wird es langsam übersichtlich. Ich lausche ein paar Lieder und mache mich dann auf die Suche meines Hybrids...