17 Juni 2017

3. Wechselbürger Highland Games



Bei der Schalmeienzunft habe ich zufällig das Event gefunden, das spontan mein Interesse weckt. Schnell finde ich die entsprechende Seite und informiere mich über Start und Ablauf der Highland Games.



Die große Kamera geladen und zum Fotographieren bereit, schlendere ich auf dem Arial der Mc Wechselbürger. Der Blick geht auch ängstlich nach oben, denn es wird von fliegenden Gewichten gewarnt. Doch so schlimm ist es dann auch nicht, bis auf einen kleinen Baumstammeinschlag und eine Steinkugel, die über den Zaun in den Zuschauerbereich fällt, passiert nichts tragisches.



Hinter dem Holzschild ist der Wettkampf Sheaf Toss in Aktion: ein 5kg schwerer Heusack wird rücklings mit einer Mistgabel über die gespannten Wäscheleinen geworfen. Je höher desto mehr Punkte können gesammelt werden.



Die Strohscheibe dient als Ziel für Speerwurf und Pfeil und Bogen. Der Speer bzw. der Pfeil muss im Ziel stecken, dann zählen die Punkte.



Musikalisch darf ein Dudelsackspieler nicht fehlen!



Beim Farmers Walk werden zwei 40kg schwere Holzstämme über eine festgelegte Distanz geschleppt. Hier geht es auf Zeit! Nach der halben Distanz werden die handlichen Gewichte abgelegt und es folgt Stone Of Manhood: ein großer runder Stein muss auf ein Podest gewuchtet werden. Ist das geschafft, geht es mit den Holzstämmen wieder zurück zum Start.



Dem Gesichtsausdruck ist zu entnehmen, dass der Stein einiges auf die Waage bringt. Trotzdem hat es ein Athlet geschafft, den Stein nicht korrekt auf dem Tisch abzulegen, sondern hat den Stein kurzerhand über den Zaun katapultiert. Die Zuschauer wollten ihn zurückreichen, doch sie konnten ihn nicht einmal bewegen :)



Die Wettkämpfe von links nach rechts:
Weight For Height, Gewichthochwurf mit 20-25kg,
Scottish Hammer, Stielhammer mit 10kg,
Putting The Stone, Steinstossen mit zwei unterschiedlich großen Steinen,
Sheaf Toss, Heusack mit 5kg rückwärts über gespannte Schnüre werfen



Beim Gewichtweitwurf Weight for Distance hängt eine 12kg schwere Eisenkugel an einer Kette. Die meisten Sportler drehen sich zwei bis dreimal im Kreis um eine große Weite zu erreichen.



Der LKW-Reifen muss am Start aufgestellt werden. Anschließend ein paar Meter rollen bis zum Strohballen und wieder zurück. Das Gewicht habe ich leider nicht mitbekommen. Es gab aber auch noch einen Strohballen mit 180kg, der bei den Männern zum Einsatz kam.



Eine alte 200kg schwere Kette liegt auf dem Boden und muss mit einem Seil über ein paar Meter gezogen werden. Was so einfach erklärt werden kann, erfordert von den Athleten dennoch Höchstleistungen. Doch mehr oder weniger schnell ist diese Aufgabe gemeistert.



Wer genau hinschaut kann den fliegenden Baumstamm sehen! Er ist über 4m lang und wiegt über 40kg. Beim Tossing the Caber, also dem Baumstammüberschlag nimmt der Sportler den Baum auf, lässt den Stamm nach vorne kippen und setzt sich selber auch in Bewegung. Beim richtigen Winkel reißt er die Arme die den Stamm umklammern schnell nach oben, damit der Baumstamm eine Drehbewegung erhält. Falls alles funktioniert, sollte der Baumstamm mit dem Ende auf den Boden aufkommen und sich noch weg vom Werfer legen. Die Animation zeigt einen gültigen Wurf mit voller Punktzahl:

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