01 Mai 2017

Rückfahrt mit Hindernisse

Die Planung für den letzten Tag sind überschaubar: acht Uhr Frühstück, Geschirr abspülen und wegräumen, Haus grob durchkehren, Gepäck auf die beiden Autos verteilen, Licht aus, Fenster und Türen verschließen und Abfahrt.

Die Planung wird auch gut erfüllt und wir steigen schon vor zehn Uhr ins Auto. Es geht in Richtung Heimat, zuvor ist aber noch ein geplanter Stopp bei Karls. Hier locken Tee, Bonbons, Marmelade, Gelee, Wein, Erdbeermützen und mehr. Doch jeder hat seine Wunschartikel im Kopf, es wird nicht gebummelt sondern knallhart den Einkaufskorb gefüllt.



Bevor wir uns auf dem Parkplatz auf die beiden Autos aufteilen, vereinbaren wir noch den nächsten Treff auf einem Rastplatz. Das soll irgendwann hinter dem Berliner Ring sein. Mit Handy ist das ja kein Problem, sich dazu final abzusprechen.

Jens telefoniert mit Jörg und wir hören schon, dass mit dem zweiten Auto was nicht stimmt. Die schlechte Nachricht: die Bremsen sind nicht mehr so, wie sie sein sollen. Sie quietschen laut. Auf dem Parkplatz schrauben sie das Rad ab und aus der Bremse fällt ordentlich Rost und Schmutz. Ok, das soll zwar nicht so sein, aber ein vorsichtiger Test zeigt, das Quietschen ist erstmal weg. Also geht es weiter.

Nur wenige Kilometer später liegt ein Baum quer über die Autobahn. Nur eine Spur ist noch befahrbar, es staut sich natürlich. Doch irgendwann ist das Hindernis umfahren. Jetzt läuft es aber, oder? Denkste! Wieder ein Stau. Dieses Mal hat es zwei Fahrräder von einem Dachträger gerissen, die Eigentümer sammeln gerade die Reste ein... Aber jetzt... Nein! Schon wieder ein Stauende! Aber da ist ja auch ein Rastplatz, also fix raus. Feuerwehr und Krankenwagen fahren mit Blaulicht durch die Rettungsgasse. Oje, das kann dauern. Doch irgendwann geht es tatsächlich weiter. Vor lauter Stress und da die letzte Mahlzeit schon etwas länger her ist, wird an einer Autobahnraststätte angehalten. "Schnell eine Bockwurst!" ruft Jörg. Kaum ist sie verzehrt, geht es weiter. Nach einigen Kilometer fällt Jörg auf, dass sein Geldbeutel fehlt. Auch das noch! Schnell wird eine Telefonnummer der Raststätte gesucht und dort angerufen. Leider ist aber der Geldbeutel nicht da :( Also geht es darum, die Geldkarte zu sperren. Gar nicht so einfach, wenn sich mehrere im Geldbeutel befinden... Jetzt müssen alle mithelfen: die Tochter daheim am PC und Geschäftsfreunde. Beim zweiten Gespräch mit der netten Chefin von der Raststätte unterbricht sie Jörg mit dem Hinweis, dass er auf der falschen Seite der Autobahn angerufen hat. Nun aber schnell nach der zweiten Telefonnummer recherchiert und angerufen. Und tatsächlich, der Geldbeutel ist gefunden worden und befindet sich in Sicherheit. Aufatmen! Die Weiterfahrt verläuft ab jetzt ohne Zwischenfälle. Jens hat schon Recht, dass er am Abfahrtstag immer drängelt, so schnell wie möglich zu starten. Unsere Fahrt verlief zumindest ruhig und ohne Probleme.

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