20 Mai 2017

12. Russentreffen in Oberlungwitz

Felix hat mich im Vorfeld gefragt, ob ich zum Russentreffen gehe. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht einmal, dass überhaupt eines stattfindet. Aber über das Internet lassen sich solche Wissenslücken schnell schließen. Schnell wurde ich fündig und habe ein Programm gefunden. Wie sich später herausstellen wird, sind die Zeiten nur gaaaanz grobe Richtwerte...



Da wir uns schon um halb neun treffen, haben wir gegen neun Uhr einen leeren Parkplatz vor uns. Aber die Einweiser und Polizei haben alles im Griff und das Kassenhaus ist auch besetzt. Schnell das Plastikbändchen umgelegt und los! Wir laufen einmal kreuz und quer über den gesamten Platz. Das macht Sinn, denn das Morgenlicht ist günstig und es sind noch nicht so viele Leute unterwegs, die einem ins Bild laufen. Die Bahn wird währenddessen präpariert und pünktlich um 10 Uhr geht es los: ein Traktor nach dem anderen versucht den Bremsschlitten ins 80m entfernte Ziel zu schleppen. Gelingt das, brüllen alle Zuschauer "Full Pull!"



Auf dem Gelände sind aber auch die Oldiefahrzeuge zu bestaunen und kreative Eigenentwicklungen. So gibt es das fahrende Weinfass und das schäumende kühle Blonde wird an einem umgebauten Traktor gezapft. Im Eingangsbereich gibt es allerlei Verführungen wie Mutsbraten, Langos, Eis, Waffeln, Backwaren... Zusätzlich gibt es noch das Modellzelt und es wird allerlei Krimskrams an den Mann gebracht.

Das Russentreffen hat seinen Namen übrigens von den Landwirtschaftlichen Maschinen, die aus Rußland kommen. Zum Beispiel Belarus, Fortschritt ZT aus DDR-Produktion, Lanz Bulldog aus Mannheim, der ungarische Dutra, der russische Kirowez K700, IFA, Fendt, Fiat, Deutz und viele mehr.



Für die Kleinen stehen Kinderschminken, Hüpfburg und Clown zur Verfügung, der Veranstalter hat für alle was zu bieten. Und immer wieder steigen dunkle Qualmwolken auf und es dröhnt aus fetten Motoren. Ein Fahrer übertreibt es etwas, gibt zweimal falsch Gas, eine riesige Rauchwolke, aber vorwärts schafft er keinen Meter. Da wird der Bremsschlitten halt wieder abgemacht und das Fahrzeug verschwindet mit einem kleinlauten Fahrer...



Allerdings ist das Hobby auch recht teuer, da die Maschinen nicht billig sind. Viele müssen auch restauriert und Instand gesetzt werden. Und während den Rennen verschwindet auch unheimlich viel Benzin, Diesel, Schweröl oder was auch immer durch den Verbrennungsmotor. Da schmerzt jede Reparatur zusätzlich!



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