20 Juli 2012

Hai Täsch in Wittgensdorf

Mein erster Nachtcache sollte in Wittgensdorf am oberen Bahnhof sein! Das Gelände hat nämlich ein Problem: Während der Zugfahrzeiten ist immer eine Bahnbedienstete vor Ort und als vorbildlicher Geocacher soll sie von meiner Suche nichts mitbekommen. Und wieso sitzt sie da? Ganz einfach! Die Unterführung zum zweiten Gleis ist bautechnisch in einem so schlechten Zustand, dass das Betreten nicht mehr gestattet ist. Deshalb wurde einfach ein Container und ein Dixiehäuschen aufgestellt, und die Mitarbeiterin der DB hat nun den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als alle 20 Minuten nach draußen zu laufen, eine Plastikkette einzuhängen und damit den Übergang über die Gleise zu sperren. Ist der Zug und die Citybahn durch, wird die Kette wieder entfernt, der Übergang ist frei und die Mitarbeiterin sitzt wieder 20 Minuten in ihrem Container und wartet auf den nächsten Zug. Früher wurden unerwünschte Mitarbeiter nach Sibirien verbannt, heute reicht es nur noch bis Wittgensdorf :) Auf jeden Fall hatte ich kurz vor 24 Uhr meine Ruhe! Die Beleuchtung war an (logisch, bei der Deutschen Bahn gibt es doch keine Ausschalter zum Strom sparen) und ich hatte zusätzlich eine Taschenlampe dabei. Also wieder fing ich mit der Sucherei an, wobei ich ja bei Tage schon zwei oder dreimal gesucht hatte. Plötzlich hatte ich die entscheidende Idee und hatte die gesuchte Filmdose endlich in den Fingern. Endlich! So eine schwere Geburt :) Der Ort war aber für einen Nachtcache wirklich toll: gut beleuchtet, trotzdem abgelegen und ungestört! Geocaching #33: Hai Täsch in Wittgensdorf

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