28 Mai 2012

Bergstadt Bleiberg

Eigentlich wollten wir zur Sachsenburg, aber kurz vor dem Ziel entdeckte ich einen grünen Wegweiser auf die Mittelalterliche Bergstadt Bleiberg. Das wollte ich mir schon genauer ansehen, deshalb standen wir 10:04 Uhr bei dem Verein auf der Matte. Noch etwas verschlafen schauten sie uns mit erstaunten Augen an und fragten sich, wie wir gerade diese Stadt gefunden haben, die sich doch an keiner belebten Autostraße befindet.
Da wir schon mal da waren, entschieden wir uns für eine Führung. Wir schauten zwar etwas kritisch auf die drei sichtbaren Holzhütten, aber wir hatten ja Zeit. Diese benötigten wir dann auch, denn die Führung dauerte über eine Stunde! Reichlich Informationen zur Entstehung der Siedlung, zur handwerklichen Leistung, zum Verein selber und vieles mehr:
Jedes Handwerk erfordert eine spezielle Holzhütte: der Bäcker benötigt einen gemauerten Ofen mit Kamin, da offene Feuerstellen im Holzhaus nicht von der Feuerwehr abgenommen werden. Vor ein paar Jahren ist auch schon ein Dach zum Teil abgebrannt, bevor die Anwohner das Feuer entdeckten und erfolgreich löschten. Der Seilmacher hat ein sehr langes und schmales Haus, da er ja die Hanfschnüre verdrehen musste. Dazu noch der Schreiner und Schlosser. Die Lehmziegel werden selber erzeugt. Abends versammeln sich alle in der Taverne oder vor den Feuerstellen. Das wäre auch ein Verein für mich, ich würde allerdings gleich ein Internet-Café einführen :) Aber am Besten schaut ihr mal selber vorbei: www.bergstadt-bleiberg.de

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