26 März 2011

ab ins All

Dieses Wochenende war ich mit der Schalmeienzunft zum Trainingslager in Klingenthal. Da ich selber kein Instrument im Verein spiele, habe ich mich den Aktivitäten der passiven Mitglieder angeschlossen. Nach dem Frühstück brachte uns Mike mit dem Bus zur Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz.



Zuerst machten wir es uns im Kino bequem und kämpften in der Dunkelheit gegen die Müdigkeit. Die meisten von uns hatten kaum 5 Stunden im Bett gelegen und an Schlaf war dann trotzdem nicht zu denken, denn irgendeiner gab immer Schnarch- oder andere Töne von sich. Zum Glück konnten wir aber einige Raketenstarts beiwohnen, die in Originallautstärke abgespielt wurden. Die bequemen Sitze wackelten wie wild, so muss sich ein leichtes Erdbeben anfühlen.



Es stellte sich heraus, dass unsere Entscheidung für eine Führung die richtige Wahl war! Unsere Führerin erzählte so viele Details und vermittelte reichlich Insiderwissen, dass wir uns einig waren: sie war schon mal mit im All.



Faszinierend, wie viele Entwicklungen in unserem täglichen Leben durch die Weltraumforschung erst möglich wurde: Sekundenkleber, Klettverschluss, 5-Minuten-Terrine, Klimaanlage oder auch die Kameratechnik.



Besonders freute ich mich über die Personenwaage, die mein Gewicht auf dem Mond anzeigt! Steht jetzt auf meiner Wunschliste :)



Eine schöne Variante für erholsames Schlafen bietet der Weltraumschlafsack, der einfach an der Wand hängen bleibt.

Ist ein WC-Gang nötig, wird es deutlich komplizierter: einfach die Hosen runter und los geht natürlich überhaupt nicht. Zuerst muss der Ausgang frei gelegt werden. Dann setzt man sich auf eine kleine Halterung, fixiert beide Beine am Boden und führt eine Absaugvorrichtung in die Nähe der Entsorgungsöffnung. Einen Zeitungshalter gibt es nicht, dafür aber eine super Aussicht aus dem runden Bullauge!

1 Kommentar:

Jana hat gesagt…

..ach mein Herbert war bei unnerm Sigmund Jähn :-) Pflichtprogramm für ordentliche Jungpioniere in der DDR.

So eine Waage hätte ich och gern!

PS: zum Schluss ein DDR-Spruch

Das Vogtland hat zwei Himmelskinder,
den Sigmund Jähn und
Pfarrer Günther.

Sie sind bekannt,
in Stadt und Land
durch Weltraumflug
und Kirchenbrand.